200 Dorfläden in Bayern eröffnet
28. Juli 2009 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar
Von der Neueröffnung von rund 200 neuen Dorfläden allein in Bayern in den letzten 5 Jahren berichtete der Bayerische Rundfunk (BR) am 14. Juli 2009 auf seiner Internetseite “BR-online”. Nachstehend veröffentlichen wir hier den Bericht:
Alles aus einer Hand
Der Dorfladen kommt zurück
Tante Emma-Läden erobern Stück für Stück die Dörfer zurück: Allein in Bayern wurden in den vergangenen fünf Jahren rund 200 Dorfläden eröffnet. Einer davon ist in Windach am Ammersee und ist genossenschaftlich organisiert.
Stand: 14.07.2009
Der traditionelle Dorfladen kommt zurück. Zu verdanken hat er das ausgerechnet den großen Supermarktketten. Denn die ziehen sich aus den ländlichen Regionen immer mehr zurück. Der Grund dafür: Ortschaften mit unter 5.000 Einwohnern werfen für Großunternehmen einfach nicht genügend Profit ab.
Der Windacher Dorfladen im Ortskern der 2.500-Seelengemeinde: Regale voller Päckchen und Konserven ragen bis unter die Decke. An der Tür stehen die Einkaufswagen und neben der Kasse der Drehständer mit den Groschenromanen. Soweit nichts Ungewöhnliches.
“Wenn wir den Laden nicht gehalten hätten, führen die Handwerker nicht mehr rein. Fahren die Handwerker nicht mehr rein, macht der Metzger weniger Umsatz … Es ist eine Kette, die schließlich zur Verödung des Dorfkerns führt.”
Rudolf Frommknecht, ehrenamtlicher Vorstand des Windacher Genossenschaftsladens
Was man dem Laden allerdings nicht ansieht: Es ist schon etwas besonderes, dass er überhaupt da ist. Wieder da ist, so muss man sagen.
Nachdem der Vorgänger Edeka dicht gemacht hatte, organisierten die Windacher Bürger ihren Dorfladen kurzerhand neu – in Eigenregie und genossenschaftlich. Insgesamt haben sich 350 Genossinnen und Genossen aus der Dorfbevölkerung mit jeweils 150 Euro am Laden beteiligt – und so das Startkapital gestellt.
Mehr Umsatz denn je
Die Windacher haben in Meinungsumfragen abgestimmt, was in die Ladenregale soll. Das Ergebnis: Obst und Gemüse aus der Region und viele Bio-Produkte. Damit macht der Dorfladen bisher mehr als 30 Prozent mehr Umsatz als sein Vorgänger. Ein Erfolgsmodell also.














