Sachsen: Dorfladen wird gut angenommen
22. Oktober 2009 von dorfladen-netzwerk | 1 Kommentar
In Falkenau wurde im Juli 2009 der zweite Dorfladen in Sachsen eröffnet, der von einer Bürgergesellschaft betrieben wird. Am 19.10.2009 berichtete die Freie Presse “Der Dorfladen wird gut angenommen”.
Dorfladen wird gut angenommen
Schon mehr als 14.000 Kunden in Falkenauer Geschäft
Der Falkenauer Dorfladen wird nicht nur von älteren Menschen genutzt. Auch Sarah Kröber und Jens Wiezoreck mit ihrem Töchterchen Aliah erledigen hier ab und an ihre Einkäufe.
Foto: Eckardt Mildner
Falkenau. Der Ende Juli in Falkenau eröffnete Dorfladen ist bisher ein voller Erfolg. Wie Thilo Walther (Foto), Vorsitzender der Genossenschaft “Unser Laden Falkenau” sagte, konnte man bereits im September den zehntausendsten Kunde begrüßen. “Aktuell stehen wir bei rund 14.100 Kunden. Das ist für einen Laden dieser Größenordnung beachtlich und übertrifft unsere anfänglichen Berechnungen deutlich”, erklärte Walther.
Auf den Erfolgen wollen er und seine Mitstreiter in der Genossenschaft sich aber nicht ausruhen. Momentan arbeitet man daran, einen Lieferservice aufzubauen. “Wir wollen so auch die Menschen erreichen, die nicht im Ortskern leben oder auf Grund von Krankheit und Alter den Weg zu uns nicht schaffen. Wie das konkret aussehen soll, vor allem mit dem Bestellen, ist jedoch noch nicht ganz klar”, sagte er.
Knapp 400 Mitglieder zählt die Genossenschaft “Unser Laden Falkenau” derzeit, laut Walther gibt es immer wieder Anfragen von Interessierten. Die Mitglieder der Genossenschaft besitzen nicht nur Anteile am Laden, sondern helfen dort auch ehrenamtlich mit, etwa beim Ware auspacken oder Regale einräumen. “Das ist für den Erfolg des Ladens ganz entscheidend und nur dadurch könnte auch der Lieferservice funktionieren”, ist Walther für die Hilfe aus der Genossenschaft heraus dankbar.
Dass Falkenau nach vielen Jahren wieder über eine Einkaufsmöglichkeit verfügt, freut Renate Resch (Foto). Zwar wohnen sie und ihre Mann Chemnitz, doch Tochter und Schwiegersohn leben in Falkenau. Sind diese wie im Moment im Urlaub, hüten die beiden Haus und Hund. “Früher konnten wir da nie etwas im Ort kaufen, mussten alles aus Chemnitz mitbringen oder in Flöha kaufen”, erinnert sich Renate Resch. “Wenn etwas im Haushalt fehlt, können wir jetzt schnell in den Dorfladen gehen und es besorgen.”
Der Idee eines kleinen Lebensmittelgeschäfts im Ort stand Sarah Kröber anfangs eher skeptisch gegenüber. “Ich dachte nicht wirklich, dass das was wird”, erzählt die gebürtige Falkenauerin. “Mittlerweile aber hat der Laden mich überzeugt.” Auch wenn sie mit Tochter Sarah und Freund Jens in Flöha lebt, so verbindet sie den Besuch bei ihren Eltern in Falkenau ab und an mit einem Einkauf im Dorfladen.
Mit der Entwicklung des Geschäftes ist Marktleiterin Gabriele Hübner bisher sehr zufrieden. “Der Laden wird von den Falkenauern sehr gut angenommen, das zeigen die Kunden- sowie Umsatzzahlen”, erläutert sie. Damit das so bleibt, versuchen Hübner und ihre drei Kolleginnen immer auch auf die Wünsche der Kundeneinzugehen. “Fragt jemand nach bestimmten Produkten, versuchen wir diese für unseren Laden zu bekommen. Das klappt natürlich nicht immer und nur, wenn genügend Nachfrage da ist”, erklärt Gabriele Hübner. Fast 200 Artikel sind seit Ladeneröffnung im Juli so schon dazu gekommen.
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Quelle: freiepresse.de – Von Anika Heber
Erschienen am 19.10.2009















1. Heike Kügler
Kommentar vom 25. Oktober 2009 um 21:43
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am 24.10.2009 einen Bericht über einen Dorfladen in der Nähe von Coburg gesehen. Leider fast nur noch den Schluß! Ich lebe auch auf dem Land und kenne die Sorgen der älteren Bürger. Auch war der gute, alte Konsum immer ein Örtchen zum Kommunizieren! Das fehlt ganz einfach. Meine Tochter wohnt auch hier und ist nach der Geburt ihres Sohnes auf der Suche nach einer festen und in Eigenregie führbaren Arbeit. Sie wollte sich schon mit einem Fahrdienst für ältere Leute selbständig machen. Das mit dem Dorfladen und der Genossenschaft hat uns sehr interessiert. Können wir uns irgendwo erkundigen wie wir das Ganze anpacken können?
Über einen hilfreichen Tip wären wir sehr dankbar!
Mfg
Heike Kügler
Thüringen