“super Dorfladen”: Seit 1995 erfolgreich

WolferstadtDer Bayerische Rundfunk berichtete am 25.8.2010 über den Dorfladen in Wolferstadt, der seit 15 Jahren erfolgreich wirtschaftet und die Nahversorgung sichert.

Wolferstadt 15 Jahre Dorfladen

Immer mehr riesige Supermärkte werden in den Gewerbegebieten der Städte gebaut, Läden in den Dörfern machen dicht. Deshalb gründen manchmal Bürger eine Genossenschaft, um einen Dorfladen auf die Beine zu stellen. Die Wolferstädter waren so schlau. Ihr Laden floriert noch immer.

Stand: 25.08.2010

Im November 1995 haben sie den ersten genossenschaftlich organisierten Dorfladen in Schwaben eröffnet. Ganz einfach, weil private Investoren das Risiko scheuten – und die großen Supermarktketten sich sowieso nur für die Städte interessieren.

Großes Sortiment – auch aus der Region

Im Wolferstädter Dorfladen gibt es alles, was man zum täglichen Leben braucht: Fertigpizzateig, Käse, Milch und Joghurt – daneben Nudeln und Reis, aber auch Shampoo, Duschgel, frische Wurst, Backwaren und Getränke. Der Laden läuft gut. Viele Produkte kommen aus der Umgebung: Honig, Mehl und landwirtschaftliche Produkte zum Beispiel.

Nah – preiswert – lukrativ

“Die Waren sind nicht teurer als im Discounter”, sagt Geschäftsführer Andreas Eigmann.

Als 1994 der Tante Emma Laden im Ort zugemacht hat, hat er sich für den neuen Dorfladen engagiert. Neben ihm waren gut 200 Wolferstädter von Anfang an mit dabei: Jeder hat ein Startkapital von damals 250 DM eingezahlt – davon konnte der Dorfladen, damals noch in kleinerer Form, eingerichtet werden. Die Gesellschafter arbeiten seit der Gründung kräftig mit: Packen Ware aus und räumen sie ein. Und das nach ihrer eigentlichen Arbeit. Aber es lohnt sich: “Etwa 20.000 Euro Überschuss erwirtschaftet der Dorfladen inzwischen im Jahr,” sagt Andreas Eigmann. Am Jahresende wird geteilt – ausbezahlt.


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