<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Dorfladen-Netzwerk &#187; Medienberichte</title>
	<atom:link href="http://dorfladen-netzwerk.de/category/medienberichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://dorfladen-netzwerk.de</link>
	<description>Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Jan 2012 06:43:25 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Film und Studio-Talk über Dorfladen</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2011/11/2245/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2011/11/2245/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 19:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=2245</guid>
		<description><![CDATA[FAN-Television berichtete ausführlich über den Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; in Otersen, mitten in Niedersachsen (dem Sitz des Dorfladen-Netzwerkes). FAN-Moderator Stefan Orthmann sprach im Fernsehstudio mit Günter Lühning, dem Vorsitzenden des Dorfladen-Vereins in Otersen, der sich auch für das Dorfladen-Netzwerk engagiert. Seit 2001 sichert eine Bürgergesellschaft mit dem Dorfladen in Otersen die Nahversorgung im ländlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2246" class="wp-caption alignleft" style="width: 159px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/11/FAN-TV-Dorfladen_2011_GL.jpg"><img class="size-full wp-image-2246 " title="FAN-TV Dorfladen_2011_GL" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/11/FAN-TV-Dorfladen_2011_GL.jpg" alt="Günter Lühning im TV-Studio" width="149" height="125" /></a><p class="wp-caption-text">Günter Lühning im TV-Studio</p></div>
<p>FAN-Television berichtete ausführlich über den Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; in Otersen, mitten in Niedersachsen (dem Sitz des Dorfladen-Netzwerkes). FAN-Moderator Stefan Orthmann sprach im Fernsehstudio mit Günter Lühning, dem Vorsitzenden des Dorfladen-Vereins in Otersen, der sich auch für das Dorfladen-Netzwerk engagiert.<span id="more-2245"></span></p>
<p>Seit 2001 sichert eine Bürgergesellschaft mit dem Dorfladen in Otersen die Nahversorgung im ländlichen Raum. Im April 2011 wurde der neue Dorfladen mit Mehrgenerationen-Dorfcafé in Betrieb genommen. Das über 500.000 € teure Projekt wurde mit Eigenmittel und Eigenkapital der Bürger (über 200.000 €), rund 160.000 € Zuschüssen von EU, Land Niedersachsen und örtlicher Gemeinde sowie mit 218.000 € Darlehen finanziert.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=QB2WwAK1M2E&amp;feature=youtu.be&amp;t=5m9s">Zum Filmbeitrag und zum Studiogespräch mit Günter Lühning schalten wir einen Link</a> (bitte anklicken)</p>
<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/11/FAN-TV-Dorfladen_2011_11_430.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2247" title="FAN-TV Dorfladen_2011_11_430" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/11/FAN-TV-Dorfladen_2011_11_430.jpg" alt="" width="430" height="279" /></a>Leider waren im Filmbeitrag drei Fehler:</p>
<ul>
<li>1. Der &#8220;Verein Otersen&#8221; heißt &#8220;Dorfladen Otersen w.V.&#8221; = wirtschaftlicher Verein</li>
<li>2. Henning Düber setzte &#8220;über 100 Mitglieder&#8221; ins Verhältnis zur Einwohnerzahl 520 und sprach von &#8220;nur 20 % sind Mitglieder&#8221;. Bei den &#8220;Mitgliedern&#8221; handelt es sich aber nicht um Einzelpersonen, sondern um &#8220;Haushalte&#8221; und wenn aktuell rund 120 Haushalte (von etwa insg. 190 Haushalten) mit Kapital am w.V. beteiligt sind, das ist das eine ganz gute Quote.</li>
<li>3. Henning Düber sprach von &#8220;über 300.000 € Schulden&#8221; – tatsächlich haben wir unser 600.000 €-Projekt mit 218.000 Euro Darlehen finanziert.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2011/11/2245/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gemeinde investiert 500.000 € in Dorfladen</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2010/06/gemeinde-investiert-500-000-e-in-dorfladen/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2010/06/gemeinde-investiert-500-000-e-in-dorfladen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 06:04:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=1581</guid>
		<description><![CDATA[Im bayerischen Mettenheim (3.300 Einwohner) investiert die Gemeinde 500.000 € in einen 200 qm großen Dorfladen und eine 100 qm große Bäckerei mit Café, um die Nahversorgung zu sichern. 267 Bürger bringen in einer Genossenschaft über 55.000 € Eigenkapital auf.Mettenheim &#8211; Der tägliche Bedarf lässt sich in Mettenheim kaum decken: Bäckerei, Metzgerei und ein Schlecker-Markt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/06/Dorfladen-Mettenheim-Logo.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1583" title="Dorfladen Mettenheim Logo" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/06/Dorfladen-Mettenheim-Logo.gif" alt="Dorfladen Mettenheim Logo" width="125" height="59" /></a>Im bayerischen Mettenheim (3.300 Einwohner) investiert die Gemeinde 500.000 € in einen 200 qm großen Dorfladen und eine 100 qm große Bäckerei mit Café, um die Nahversorgung zu sichern. 267 Bürger bringen in einer Genossenschaft über 55.000 € Eigenkapital auf.<span id="more-1581"></span>Mettenheim &#8211; Der tägliche Bedarf lässt sich in Mettenheim kaum decken:  Bäckerei, Metzgerei und ein Schlecker-Markt &#8211; mehr gibt es nicht.  Doch das wird sich bald ändern. Bis Ende des Jahres soll ein Dorfleben  entstehen. Das besondere daran: Die Bürger sind Betreiber.</p>
<p>Der Wunsch nach einem Supermarkt in Mettenheim besteht schon lange.  Doch die Bemühungen der Gemeinde, dass sich eine Kette im Ort ansiedelt,  zerschlugen sich. Kein Markt zeigte Interesse, also haben die Bürger  das Projekt &#8220;Dorfladen&#8221; selbst in die Hand genommen. &#8220;Ein  Unternehmensberater hat dieses Konzept vorgeschlagen und bei einer  Informationsveranstaltung zeigte sich das Interesse der Bürger&#8221;, erklärt  Markus Spindler, Vorsitzender der Genossenschaft Dorfladen. Dies war  vor einem Jahr, mittlerweile gibt es schon genaue Pläne. Noch im Sommer  soll Spatenstich sein. &#8220;Wenn alles gut läuft, können wir Ende November  den Dorfladen eröffnen&#8221;, sagt Erhard Habel, Mitglied des Aufsichtsrats.</p>
<p>Das  Prinzip &#8220;Dorfladen&#8221; ist einfach: Jeder kann über Anteilskäufe Mitglied  der Genossenschaft werden. Mindestens drei Anteile á 50 Euro muss jeder  kaufen, die Grenze nach oben ist offen. &#8220;Wir haben mittlerweile 267  Mitglieder und 56000 Euro Startkapital. Ein Einstieg ist jederzeit  möglich&#8221;, sagt Markus Spindler. Noch im Dezember war die Zusprache nicht  so deutlich. &#8220;Wir hatten uns als Knackpunkt 30000 Euro gesetzt und zu  dieser Zeit hat es nicht so gut ausgesehen&#8221;, erinnert er sich.</p>
<p>Die  Baukosten für den Dorfladen belaufen sich auf rund 500000 Euro, Bauherr  ist die Gemeinde Mettenheim. Die Genossenschaft wird Betreiber und  Pächter. Eine Marktleiterin und sieben Verkäuferinnen werden in dem  Dorfladen angestellt sein. Auf mehr als 200 Quadratmetern Verkaufsfläche  sollen die Bürger künftig ihren täglichen Bedarf mit Lebensmitteln  decken können.</p>
<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/06/Dorfladen-Mettenheim.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1584" title="Dorfladen Mettenheim" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/06/Dorfladen-Mettenheim.gif" alt="Dorfladen Mettenheim" width="486" height="272" /></a></p>
<p>&#8220;Wichtig ist uns, den Kunden regionale Produkte  anzubieten&#8221;, sagt Erhard Habel. Das Früchtehaus Müller in Ampfing soll  den Dorfladen mit Obst und Gemüse versorgen, Fleisch und Wurst kommt von  einer Metzgerei. Dem Dorfladen angegliedert ist eine Bäckerei mit Café  auf 100 Quadratmetern. Da passt es ganz gut, dass der Dorfladen auch zu  einem zentralen Kommunikationspunkt im Ort werden soll.</p>
<p>Beim  Sortiment des Dorfladens will die Genossenschaft versuchen, auf die  Wünsche der Kunden einzugehen. Und dazu gehört auch, mit den  Öffnungszeiten den Kunden entgegen zu kommen. Geplant ist, dass der  Markt von 7 bis 20 Uhr und samstags von 7 bis 16 Uhr geöffnet hat. Die  Bäckerei soll bereits ab 6 Uhr öffnen. &#8220;Mettenheim ist eine  Pendlersiedlung. Unsere Bürger sollen einkaufen können und abends nicht  vor verschlossenen Türen stehen&#8221;, sagt Markus Spindler. Und das soll  auch dabei helfen, Stammkunden für den Dorfladen zu gewinnen. &#8220;Uns ist  nicht geholfen, wenn die Bürger nur den Becher Sahne kaufen, den sie  vergessen haben&#8221;, fährt er fort.</p>
<p>Im Vorfeld gab es von Seiten der  Bürger Befürchtungen, dass das Preisniveau über anderen Supermärkten  liegt. Dies kann Markus Spindler entkräften: &#8220;Das Preisniveau der  Discounter werden wir zwar nicht unterbieten können, aber wir werden  nicht teurer als andere Supermärkte sein.&#8221; Und mit besonderen Leistungen  wolle man sich von anderen Märkten absetzen. So können es sich Markus  Spindler und Erhard Habel gut vorstellen, dass auch Lieferdienste nach  Hause angeboten werden.  (hi)</p>
<p>Quelle: OVB online &#8211; Juni 2010</p>
<p><a href="http://www.dorfladen-mettenheim.de">Weitere Informationen zum Dorfladen Mettenheim finden Sie im Internet.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2010/06/gemeinde-investiert-500-000-e-in-dorfladen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Welt: &#8220;Selbst ist der Kunde&#8221;</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2010/01/welt-selbst-ist-der-kunde/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2010/01/welt-selbst-ist-der-kunde/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 08:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfladen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=1395</guid>
		<description><![CDATA[In ihrem Wirtschaftsteil berichtet die &#8220;Welt am Sonntag&#8221; am 24.1.2010 über den Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; im niedersächsischen Otersen als Selbsthilfeeinrichtung. &#8220;Weil sich der Lebensmittelhandel aus der deutschen Provinz zurückzieht, greifen Dorfbewohner zur Selbsthilfe und gründen eigene Läden. Kalkulieren müssen sie dennoch wie die Großen&#8221;, schreibt Welt-Journalist Steffen Fründt unter dem Titel &#8220;Selbst ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Welt-am-Sonntag_24012010_Selbst-ist-der-Kunde_430.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1396" title="Welt am Sonntag_24012010_Selbst ist der Kunde_430" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Welt-am-Sonntag_24012010_Selbst-ist-der-Kunde_430.jpg" alt="Welt am Sonntag_24012010_Selbst ist der Kunde_430" width="258" height="141" /></a>In ihrem Wirtschaftsteil berichtet die &#8220;Welt am Sonntag&#8221; am 24.1.2010 über den Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; im niedersächsischen Otersen als Selbsthilfeeinrichtung. &#8220;Weil sich der Lebensmittelhandel aus der deutschen Provinz zurückzieht, greifen Dorfbewohner zur Selbsthilfe und gründen eigene Läden. Kalkulieren müssen sie dennoch wie die Großen&#8221;, schreibt Welt-Journalist Steffen Fründt unter dem Titel &#8220;Selbst ist der Kunde&#8221;. <a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article5960025/Selbst-ist-der-Kunde.html">Der umfassende Bericht ist auch im Internet bei &#8220;Welt online&#8221; zu lesen.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2010/01/welt-selbst-ist-der-kunde/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Laden in Dettum nach 130 Jahren erhalten</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/laden-in-dettum-nach-130-jahren-erhalten/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/laden-in-dettum-nach-130-jahren-erhalten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 17:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=1248</guid>
		<description><![CDATA[Nach 130 Jahren schließt der letzte Laden in Dettum (Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen) und soll von Bürgern erhalten werden. Erhalten – aber viele offene Fragen Bürgerversammlung über den Fortbestand des Dorfladens in Dettum Von Tobias Wagner DETTUM. &#8220;Wir können den Kopf in den Sand stecken oder nach vorne gucken&#8221;, sagte Bürgermeister Willi Dietzsch in der Bürgerversammlung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach 130 Jahren schließt der letzte Laden in Dettum (Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen) und soll von Bürgern erhalten werden.<span id="more-1248"></span></p>
<h3>Erhalten – aber viele offene Fragen</h3>
<h3>Bürgerversammlung über den Fortbestand des Dorfladens in Dettum</h3>
<div>Von Tobias Wagner</div>
<p><!-- author --> <!--  --><strong>DETTUM. </strong>&#8220;Wir können den Kopf in den Sand stecken oder nach vorne gucken&#8221;, sagte Bürgermeister Willi Dietzsch in der Bürgerversammlung, in der es um den Dettumer Dorfladen ging. Die Firma Stoffregen unter der Leitung von Margarete Sander schließt nach 130 Jahren zum Ende März nächsten Jahres (wir berichteten ausführlich).</p>
<p>Die Einwohner im vollen Beeke-Hus waren für den Blick nach vorn. &#8220;Detailfragen wollen und können wir heute allerdings nicht klären. Es geht erst mal um Allgemeines&#8221;, sagte Christiane Redecke, die mit Dietzsch, Olaf Glaeske, Bernhard Tammen und Helmut Bosse die Versammlung vorbereitet hatte.</p>
<p>Im Vorfeld hatte die Gruppe Fragebögen in den Orten der Gemeinde Dettum verteilt, um die Wünsche der Einwohner zu ermitteln. Insgesamt seien in den drei Orten 1227 Personen in 699 Haushalten zu finden. 46 Prozent der Einwohner hätten sich beteiligt, 28 Prozent der Haushalte.</p>
<p>&#8220;Die Zahlen sind recht gut, eine höhere Beteiligung hätten wir uns aber doch erwünscht&#8221;, sagte Dietzsch. Von 197 Haushalten haben 187 einen Fortbestand des Dorfladens für gut befunden. Der Großteil der Verbraucher würde auch etwas mehr Geld für die Waren ausgeben als bei einem Discounter. Die Gruppe hatte sich im Ort Otersen im Landkreis Verden den &#8220;Dörpsladen&#8221; angesehen, der seit 2001 mit Gesellschaftern betrieben wird. Eine hauptamtliche Geschäftsführerin führe den Laden, eine Gewinnbeteiligung für die Gesellschafter gebe es nicht. &#8220;Sie beteiligen sich ideell und finanziell&#8221;, so Glaeske.</p>
<p>Ebenfalls gebe es einen Förderverein. Eine solche Form könne man sich auch für Dettum vorstellen. Die Bereitschaft, sich als Gesellschafter zu beteiligen war bei einer Umfrage unter den Teilnehmern recht groß. Doch bei dieser Geschäftsform müsse man vieles beachten. Man brauche Kapital, zuverlässige Lieferanten, Ausstattung, Waren, Geschäftsräume, Personal und einen geeigneten Geschäftsführer. &#8220;Den zu finden, macht mir am meisten Sorgen&#8221;, so Bernhard Tammen.</p>
<p>Er müsse viel Know-How mitbringen, viel Zeit und kaufmännisches Wissen. Fest stehe, dass der Laden in der jetzigen Form nicht mehr wirtschaftlich laufe. &#8220;Wenn es eine Goldgrube wäre, dann stünden ja schon längst Leute vor der Tür&#8221;, meinte ein Zuschauer. Alternative Betreiberformen müssten ebenfalls überlegt werden. &#8220;Klar ist, dass wir die Erfahrungen von Margarete Sander auf jeden Fall nutzen müssen&#8221;, so Dietzsch. Diese erklärte sich auch zu jedem Gespräch bereit.</p>
<p>Die Organisatoren, die als Lenkungskreis fungieren, wollen bis zum Januar weitere Details ausarbeiten. Dann solle es eine erneute Versammlung geben. &#8220;Wir sehen, dass das Interesse an einem Laden sehr groß ist, und es zeigt uns, dass wir ihn auf jeden Fall erhalten müssen&#8221;, so Willi Dietzsch abschließend.</p>
<p>Quelle:  newsclick.de &#8211; Braunschweiger Zeitung &#8211; 11.12.2009</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/laden-in-dettum-nach-130-jahren-erhalten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn Edeka oder Rewe das Dorf verlassen</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/wenn-aldi-edeka-oder-rewe-das-dorf-verlassen/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/wenn-aldi-edeka-oder-rewe-das-dorf-verlassen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 18:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[LHG]]></category>
		<category><![CDATA[Um´s Eck]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=1240</guid>
		<description><![CDATA[München &#8211; Wenn sich die Großen der Branche wie Aldi, Edeka oder Rewe wieder einmal mit ihren Supermärkten aus einem Dorf zurückziehen, weil es ihnen dort zu klein geworden ist, dann wächst der Markt für Bernd Weykopf. Der 50-Jährige ist Geschäftsführer des Lebensmittelgroßhändlers LHG aus Eibelstadt bei Würzburg. Mit weiteren zwei Lieferanten aus Süddeutschland hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<td>
<div id="attachment_1246" class="wp-caption alignleft" style="width: 100px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/LHG_Bernd-Weykopf1.jpg"><img class="size-full wp-image-1246 " title="LHG_Bernd Weykopf" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/LHG_Bernd-Weykopf1.jpg" alt="Bernd Weykopf" width="90" height="126" /></a><p class="wp-caption-text">Bernd Weykopf</p></div>
<p>München &#8211; Wenn sich die Großen der Branche wie Aldi, Edeka oder Rewe wieder einmal mit ihren Supermärkten aus einem Dorf zurückziehen, weil es ihnen dort zu klein geworden ist, dann wächst der Markt für Bernd Weykopf. Der 50-Jährige ist Geschäftsführer des Lebensmittelgroßhändlers LHG aus Eibelstadt bei Würzburg. <span id="more-1240"></span>Mit weiteren zwei Lieferanten aus Süddeutschland hat er sich <strong>darauf spezialisiert, die Menschen auf dem Land mit Brot, Mehl und Zahnpasta zu versorgen, wenn andere meinen, das rentiere sich dort nicht mehr</strong>.<img style="display: none;" src="http://row.bc.yahoo.com/b?P=E8h_M9kMAytU2Oj2SyDPvdM_PrWRjUshQH4ABHMI&amp;T=14vsd595p%2fX%3d1260470398%2fE%3d2023893438%2fR%3dsuedserv%2fK%3d5%2fV%3d8.1%2fW%3d0R%2fY%3dPARTNER_UKIE%2fF%3d3757719155%2fH%3dcG49InN6Ig--%2fQ%3d-1%2fI%3d1%2fS%3d1%2fJ%3d0E6AF857&amp;U=13nbinplm%2fN%3dixgGG9kMBWE-%2fC%3d200092964.201792790.203028433.201296224%2fD%3dCAD%2fB%3d200917188%2fV%3d1" alt="" width="0" height="0" /> <noscript></noscript><!-- /ad tag -->Das tut es offenbar doch. Seit zehn Jahren steht die Marke <strong>&#8220;Um&#8221;s Eck</strong>&#8220;, die die Unternehmer für ihre Dorfläden geschaffen haben, für den Gegenbeweis. Etwa <strong>100 kleine Läden im Freistaat tragen heute schon diesen Namen über der Ladentür</strong>. Die Bürger finden dort alles, was sie im Alltag brauchen &#8211; nur nicht unbedingt in so großer Auswahl. &#8220;Natürlich kann sich das rechnen&#8221;, sagt Geschäftsführer Weykopf. Die Leute müssten ja irgendwo einkaufen.Es gibt längst Alternativen, wenn Supermarktketten meinen, sie müssten schließen, nur weil ihnen die bislang maximal zustehenden 800 Quadratmeter Verkaufsflächen in bayerischen Landgemeinden nicht mehr reichen. <strong>&#8220;Zu jedem Trend gibt es auch einen Gegentrend&#8221;</strong>, schreibt Wolfgang Gröll von der Unternehmensberatung BBE in einer Studie über die Nahversorgung. Weykopfs Firma ist ein Beispiel dafür. Sie beliefert nur noch Händler, deren Verkaufsfläche nicht größer als 600 Quadratmeter ist &#8211; und die Firma verdient gut daran.</p>
<p><strong>Wer sich auf den Dörfern umschaut, bemerkt: Die Tante-Emma-Läden kehren zurück. Allein in Bayern wurden in den vergangenen fünf Jahren schätzungsweise 200 neue Dorfläden eröffnet</strong>. Bürgermeister sind es leid, sich von Handelsketten abhängig zu machen, und werden selbst aktiv. Das geht so weit, dass Gemeinden alleinige Gesellschafter solcher Dorfläden werden. Andernorts schließen sich Bürger in Genossenschaften zusammen, weil sie von den Vorzügen überzeugt sind. <strong>Dorfläden machen einen Ort attraktiv</strong> &#8211; und für ältere Menschen, von denen es immer mehr geben wird, ist es entscheidend, für das Nötigste nicht weit fahren zu müssen. Dorfläden sind nicht zwangsläufig eine Notlösung, und sie sind auch nicht zwangsläufig Verlustbringer. &#8220;Diese Unternehmen sind durchaus in der Lage, ausreichende Gewinne zu schreiben&#8221;, erklärt Berater Gröll.</p>
<p>Quelle: www.sueddeutsche.de</p>
<p>Mike Szymanski</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/wenn-aldi-edeka-oder-rewe-das-dorf-verlassen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Miniladen&#8221; in Kempten-St. Mang</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/miniladen-in-kempten-st-mang/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/miniladen-in-kempten-st-mang/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 19:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Utz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=1230</guid>
		<description><![CDATA[Wer im ländlichen Raum lebt,  die mangelhafte Nahversorgung in seinem Heimatdorf beklagt und sich für einen &#8220;Dorfladen &#8211; von Bürgern für Bürger&#8221; engagiert, wird von den in Städten lebenden Freunden, Kollegen und Verwandten oftmals freundlich belächelt oder nicht wirklich verstanden. Inzwischen ist die mangelnde Nahversorgung aber nicht nur ein &#8220;Dorf-Thema&#8221;, sondern längst in Vororten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/Miniladen_Logo.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1235" title="Miniladen_Logo" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/Miniladen_Logo.jpg" alt="Miniladen_Logo" width="100" height="43" /></a>Wer im ländlichen Raum lebt,  die mangelhafte Nahversorgung in seinem Heimatdorf beklagt und sich für einen &#8220;Dorfladen &#8211; von Bürgern für Bürger&#8221; engagiert, wird von den in Städten lebenden Freunden, Kollegen und Verwandten oftmals freundlich belächelt oder nicht wirklich verstanden. Inzwischen ist die mangelnde Nahversorgung aber nicht nur ein &#8220;Dorf-Thema&#8221;, sondern längst in Vororten und Stadtteilen angekommen. Im zu Kempten im Allgäu zählenden Stadtteil St. Mang haben jetzt <strong>160 Bürger &#8220;nach dörflichem Vorbild&#8221;</strong> eine Genossenschaft gegründet, die einen Lebensmittel-Nahversorger betreibt. <strong>&#8220;Miniladen&#8221; heißt in St. Mang die &#8220;städtische Schwester&#8221; vieler ländlicher Dorfläden</strong>.<span id="more-1230"></span></p>
<p><strong>Neueröffnung „Miniladen im Oberösch“ in Kempten-St. Mang</strong></p>
<p>Groß war der Ansturm im und vor dem Miniladen im Oberösch, als er am 23.10.09 mit großem Bahnhof eröffnet wurde. Damit hat die Bevölkerung des Stadtteils Sankt Mang die immer wieder bemängelte Nahversorgungslücke in Eigeninitiative geschlossen. Ein Arbeitskreis wurde gebildet, der sowohl die Gründung der <strong>„Miniladen Genossenschaft eG“</strong> als auch den Laden auf den Weg brachte. Vom Regale schrubben und aufbauen bis zur Einrichtung des Lagers und Büros haben die AK-Mitglieder bei der Vorbereitung kräftig Hand angelegt, wie eine kleine Fotowand vor dem Laden dokumentierte. Als Ergebnis des Engagements verlockt nun ein Lebensmittel-Vollsortiment auf freundlich gestalteten 100 Quadratmetern dazu, die Einkaufstaschen zu füllen – zu durchaus „konkurrenzfähigen Preisen“, so Genossenschaftsvorstand Robert Treffler.</p>
<p>Mit Dominik Zick sei ein Marktleiter gefunden worden, der auch den älteren Kunden aus den beiden nahe gelegenen Seniorenanlagen stressfreies Einkaufen ermögliche, wies Treffler auf ein weiteres Plus des Miniladens hin. <strong>„Eine echte Partnerschaft“ sei mit dem auf Dorfläden spezialisierten Lebensmittel-Großhändler Utz aus Ochsenhausen entstanden</strong>, der den Laden bei Bedarf sogar täglich beliefern werde.  Während drinnen schon munter die Kasse klingelte, gab es draußen viel Lob von offizieller Seite. „Heute hat unser Baby das Licht der Welt erblickt“, bat Vorstandsmitglied Thomas Pezely alle darum, dem Miniladen auch „durch seine Kinder- und Jugendzeit zu helfen“. Mario Dalla Torre, Chef der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG) bedankte sich bei all denen, die „die Hoffnung für den Tante-Emma-Laden nie aufgegeben haben“. <strong>Die Verwirklichung des Projektes bedeute eine Verbesserung der Lebenssituation insbesondere der Senioren in unseren Wohnquartieren</strong>. Bezug nehmend auf den Grundgedanken der Genossenschaften, sah OB Dr. Ulrich Netzer den Miniladen als <strong>„ein gutes Zeichen für diesen Stadtteil“</strong>.</p>
<p>Zur Eröffnung des &#8220;Miniladen&#8221; kam auch Kemptens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer nach Sankt Mang.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/Miniladen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1233" title="Miniladen" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/Miniladen.jpg" alt="Miniladen" width="450" height="375" /></a></p>
<p>Die Allgäuer Zeitung berichtete im Mai 2009 wie folgt über die Gründung der Genossenschaft:</p>
<h1>Miniladen in Sankt Mang kommt</h1>
<h2>Projekt &#8211;  Finanzierung gesichert &#8211; Nun wird Genossenschaft gegründet</h2>
<div><strong>Im Oberösch in Sankt Mang wird es einen Miniladen geben. Das steht laut Quartiersmanager Oliver Stiller nun fest. Lange Zeit stand das Projekt wie mehrfach berichtet auf der Kippe: Die Sankt Manger fanden die Idee zwar gut, doch dass sie den Laden selbst finanzieren sollten, stimmte manche skeptisch. Mittlerweile aber, sagt Stiller, sei die Finanzierung gesichert, genau 41400 Euro seien beisammen. Am Dienstag, 26. Mai, wird die Genossenschaft gegründet.</strong></div>
<p>Die Idee eines kleinen Geschäfts, das frische Produkte anbietet, hatte vielen Sankt Mangern bei der ersten Vorstellung Anfang Februar gefallen. Doch Unternehmensberater Wolfgang Gröll sprach davon, dass die Finanzierung über eine Genossenschaft laufen solle und dass die Bürger sich selbst einbringen müssten. Statt Begeisterung herrschte erst einmal Skepsis. Um diese auszuräumen, gingen die Mitarbeiter der BSG mit gutem Beispiel voran: Alle 80 erklärten sich bereit, je einen Anteil über 150 Euro zu zeichnen.</p>
<p>Seitdem, freut sich Quartiersmanager Stiller, habe sich viel getan: Neben den 80 BSG-Mitarbeitern erklärten sich 108 weitere Bürger bereit, Anteile zu zeichnen. Mit Unterstützung der BSG, der Allgäuer Volksbank und der Arbeiterwohlfahrt Sankt Mang seien nun 41400 Euro beisammen.</p>
<p>«Hervorragend ist, dass wir mit dieser Summe auskommen», sagt Stiller. Denn der Arbeitskreis habe zu Anfang damit gerechnet, dass der Laden zur Hälfte fremdfinanziert werden müsse. Stiller: «Wir haben Pläne für die Ersteinrichtung des Ladens erstellt und Berechnungen über die wirtschaftliche Darstellung erarbeitet.» Die 41400 Euro reichten aus.</p>
<p>«Die Bewohner des Quartiers stehen jetzt voll hinter ihrem Miniladen», meint Stiller. Ihrem Engagement und ihrem sozialen Verantwortungsbewusstsein sei es zu verdanken, dass die Nahversorgung vor allem vieler älterer Sankt Manger verbessert werde.</p>
<p><strong>Weiter Anteile zeichnen</strong></p>
<p>Wie es nun weitergeht und wie die bisherigen Pläne aussehen, erörtert der Arbeitskreis am kommenden Dienstag. Dann wird auch der Aufsichtsrat für die Genossenschaft gewählt. Und selbstverständlich, so Stiller, könnten weitere Bürger Anteile zeichnen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/miniladen-in-kempten-st-mang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dorfladen aus der Taufe gehoben</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/dorfladen-aus-der-taufe-gehoben/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/dorfladen-aus-der-taufe-gehoben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 07:23:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gröll]]></category>
		<category><![CDATA[Neugründung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsform]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=1227</guid>
		<description><![CDATA[Gmund &#8211; Das Projekt Dorfladen Gmund nimmt konkrete Formen an. 100 Dorfläden hat er bereits auf die Beine geholfen, 20 Projekte befinden sich unter seiner Regie derzeit in der Startphase. Was Wolfgang Gröll (44) am Freitagabend im Gmunder Gasthof am Gasteig erlebte, war aber selbst für den Experten Applaus wert: 33 Bürger zeichneten Anteile im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gmund &#8211; Das Projekt Dorfladen Gmund nimmt konkrete Formen an. 100 Dorfläden hat er bereits auf die Beine geholfen, 20 Projekte befinden sich unter seiner Regie derzeit in der Startphase. Was Wolfgang Gröll (44) am Freitagabend im Gmunder Gasthof am Gasteig erlebte, war aber selbst für den Experten Applaus wert: 33 Bürger zeichneten Anteile im Wert von 7300 Euro.<span id="more-1227"></span></p>
<div><a href="http://www.merkur-online.de/bilder/2009/12/06/549983/799975302-4906934_534.9.jpg"><img class="alignleft" title="Der Vertrag steht, viele Bürger machen mit. Peter Schwarzfischer, Wolfgang Gröll und Johann Schmid freuen sich über den gelungen Start des Projekts Dorfladen. Foto: Leder" src="http://www.merkur-online.de/bilder/2009/12/06/549983/799975302-4906934_534.9.jpg" alt="Der Vertrag steht, viele Bürger machen mit. Peter Schwarzfischer, Wolfgang Gröll und Johann Schmid freuen sich über den gelungen Start des Projekts Dorfladen. Foto: Leder" width="285" height="214" /></a>Der Vertrag steht, viele Bürger machen mit. Peter Schwarzfischer, Wolfgang Gröll und Johann Schmid freuen sich über den gelungen Start des Projekts Dorfladen. Foto: Leder</div>
<p>100 Dorfläden hat er bereits auf die Beine geholfen, 20 Projekte befinden sich unter seiner Regie derzeit in der Startphase. Was Wolfgang Gröll (44) am Freitagabend im Gmunder Gasthof am Gasteig erlebte, war aber selbst für den Experten Applaus wert: 33 Bürger zeichneten Anteile im Wert von 7300 Euro. Zugleich gründeten sie einstimmig eine Mini-GmbH und erlebten damit die Geburtsstunde ihres Dorfladens am Ludwig-Erhard-Platz.</p>
<p>Viel Vorarbeit hatte der Arbeitskreis Dorfladen in den vergangenen anderthalb Jahren geleistet. Infofahrten zu bestehenden Dorfläden, die Erarbeitung eines Verbraucher-Fragebogens, Verhandlungen mit dem Besitzer des rund 175 Quadratmeter großen Ladens am Ludwig-Erhard-Platz gehörten ebenso dazu, wie die Erarbeitung des Gesellschaftervertrags.</p>
<p>Jeder Anteilszeichner hat nur das Risiko von 200 Euro. Sollte der Laden Gewinn erzielen, wird jeder Gesellschafter nach Abzug von Rücklagen daran aber auch beteiligt. Den auf drei Jahre gewählten Aufsichtsrat der Dorfladen Gmund UG bildet das bereits im Arbeitskreis engagierte Trio Claudia Hofmann, Johann Schmid und Peter Schwarzfischer. Das Geschäft mit verstärkt regionalen Produkten im Angebot, soll sich auch zum Treffpunkt für die Bürger entwickeln und von Bürgern selbst organisiert werden. Etwa 35 000 Euro sind an Startkapital nötig, 350 000 Euro Jahresumsatz werden angepeilt. Ziel ist, das Laden-Modell auf eine möglichst breite Basis mit mindestens 150 Anteilszeichnern zu stellen.</p>
<p>Rückenwind bekommt der Dorfladen auch von der Gemeinde. Bürgermeister Georg von Preysing ging nicht nur selbst mit gutem Beispiel voran und zeichnete am Gründungsabend Anteile, er kündigte auch die offizielle Unterstützung durch den Gemeinderat an.</p>
<p>Wer Anteile kaufen möchte, erhält die nötigen Unterlagen bei Johann Schmid am Ludwig-Erhard-Platz 2,  Tel. 0 80 22 – 7 44 99 und im Gmunder Rathaus.</p>
<p>Quelle: Merkur-Online.de</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/dorfladen-aus-der-taufe-gehoben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Preisvergleich: Dorfladen vs. Supermarkt</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/3592-e-im-dorfladen-4027-e-im-supermarkt/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/3592-e-im-dorfladen-4027-e-im-supermarkt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 13:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=1209</guid>
		<description><![CDATA[Die FAZ bildete einen Warenkorb mit 16 gängigen Lebensmitteln und nahm einen Preisvergleich in drei Dorfläden und zwei Supermärkten in Bayern vor. Am 28.11.2009 wurde die Reportage &#8220;Die neuen Dorfläden &#8211; Tante Emmas kecke Töchter&#8221; in der FAZ mit dem Preisvergleich veröffentlicht. www.dorfladen-netzwerk.de erweiterte den Preisvergleich um einen Dorfladen in Niedersachsen. Das Ergebnis: 35,92 € [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/Preisvergleich2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1214" title="Preisvergleich2" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/Preisvergleich2.jpg" alt="Preisvergleich2" width="144" height="145" /></a>Die FAZ bildete einen Warenkorb mit 16 gängigen Lebensmitteln und nahm einen Preisvergleich in drei Dorfläden und zwei Supermärkten in Bayern vor. Am 28.11.2009 wurde die <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/faz-tante-emmas-kecke-tochter/">Reportage &#8220;Die neuen Dorfläden &#8211; Tante Emmas kecke Töchter&#8221; in der FAZ</a> mit dem Preisvergleich veröffentlicht. www.dorfladen-netzwerk.de erweiterte den Preisvergleich um einen Dorfladen in Niedersachsen. Das Ergebnis: <strong>35,92 € im Dorfladen &#8211; 40,27 € und 34,53 € in den Supermärkten. <span id="more-1209"></span></strong></p>
<p>Die von der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ermittelten Preise und die Preise im Dorfladen Otersen haben wir in einer Excel-Tabelle dokumentiert, die wir nachfolgend als PDF-Datei zum Herunterladen ins Internet stellen. <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/Preisvergleich.pdf">Preisvergleich</a></p>
<p>Bei jedem Preisvergleich ist zu berücksichtigen, das &#8220;Goliath Supermarkt&#8221; oftmals günstiger einkauft als &#8220;David Dorfladen&#8221;. Die Kunden der Dorfläden sparen beim Einkauf im Dorfladen am Wohnort auf jeden Fall</p>
<ul>
<li>die Fahrtkosten zum nächsten Supermarkt oder Discounter &#8211; oftmals 10 oder 15 km plus Rückfahrt</li>
<li>die Fahrtzeit</li>
</ul>
<p>&#8230; und im Dorfladen trifft ma(n) / Frau auch noch viele Bekannte.</p>
<p>In Kürze will der Dorfladen Otersen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; einen lokalen Preisvergleich anhand eines Warenkorbes mit etwa 50 meistgekauften Lebensmitteln durchführen. Damit ist die Dorfladen-Auszubildende Viola Brandt jetzt beauftragt worden.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/Preisvergleich_600.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1211" title="Preisvergleich_600" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/12/Preisvergleich_600.jpg" alt="Preisvergleich_600" width="480" height="338" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/3592-e-im-dorfladen-4027-e-im-supermarkt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FAZ: &#8220;Tante Emmas kecke Töchter&#8221;</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/faz-tante-emmas-kecke-tochter/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/faz-tante-emmas-kecke-tochter/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 06:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfladen]]></category>
		<category><![CDATA[Gröll]]></category>
		<category><![CDATA[Tante Emma]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=1184</guid>
		<description><![CDATA[Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte am 28.11.2009 eine umfassende Reportage über die neuen Dorfläden &#8211; &#8220;Tante Emmas kecke Töchter&#8221;. Den Bericht veröffentlichen wir nachfolgend.Die neuen Dorfläden: Tante Emmas kecke Töchter DruckenVersendenSpeichernVorherige Seite Von Jan Grossarth, München &#8211; 28. November 2009 Andrea Pichler ist Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Dafür erhält sie 800 Euro im Monat Hurlach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte am 28.11.2009 eine umfassende Reportage über die neuen Dorfläden &#8211; &#8220;Tante Emmas kecke Töchter&#8221;. Den Bericht veröffentlichen wir nachfolgend.<span id="more-1184"></span><strong>Die neuen Dorfläden: Tante Emmas kecke Töchter</strong></p>
<div id="ArtikelServicesMenu" style="visibility: hidden; display: none;"><a onclick="javascript:fnPopUp('/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html', 600, 450, 'status=no,scrollbars=yes,resizable=yes,screenX=0,screenY=0');; return false;" href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews">Drucken</a><a onclick="javascript:fnPopUp('/d/common/Versenden.aspx?rub={EC1ACFE1-EE27-4C81-BCD3-621EF555C83C}&amp;doc={7670C76B-D821-4F59-99B9-F014EE9D1F82}', 390, 650, 'status=no,scrollbars=yes,resizable=yes,screenX=0,screenY=0');; return false;" href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews">Versenden</a><a onclick="javascript:saveArticle('/f30/json/SaveArts.aspx?rub={EC1ACFE1-EE27-4C81-BCD3-621EF555C83C}&amp;doc={7670C76B-D821-4F59-99B9-F014EE9D1F82}');; return false;" href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews">Speichern</a><a onclick="javascript:history.back();; return false;" href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews">Vorherige Seite</a></p>
<div><a href="http://linkarena.com/bookmarks/addlink/?url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C%2fDoc%7eE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;title=Die+neuen+Dorfl%c3%a4den%3a+Tante+Emmas+kecke+T%c3%b6chter+-+Hintergr%c3%bcnde+-+Wirtschaft+-+FAZ.NET" target="_blank"><img src="http://www.faz.net/f30/Images/Lesezeichen/sBookm_Linkarena.gif" alt="link" /></a><a href="http://www.furl.net/storeIt.jsp?u=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C%2fDoc%7eE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;keywords=&amp;t=Die+neuen+Dorfl%c3%a4den%3a+Tante+Emmas+kecke+T%c3%b6chter+-+Hintergr%c3%bcnde+-+Wirtschaft+-+FAZ.NET" target="_blank"><img src="http://www.faz.net/f30/Images/Lesezeichen/sBookm_furl.gif" alt="furl" /></a><a href="http://www.oneview.de/quickadd/neu/addBookmark.jsf?URL=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C%2fDoc%7eE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;title=Die+neuen+Dorfl%c3%a4den%3a+Tante+Emmas+kecke+T%c3%b6chter+-+Hintergr%c3%bcnde+-+Wirtschaft+-+FAZ.NET" target="_blank"><img src="http://www.faz.net/f30/Images/Lesezeichen/sBookm_oneview.gif" alt="oneview" /></a><a href="http://yigg.de/neu?exturl=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C%2fDoc%7eE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;exttitle=Die+neuen+Dorfl%c3%a4den%3a+Tante+Emmas+kecke+T%c3%b6chter+-+Hintergr%c3%bcnde+-+Wirtschaft+-+FAZ.NET" target="_blank"><img src="http://www.faz.net/f30/Images/Lesezeichen/sBookm_Yigg.gif" alt="yigg" /></a><a href="http://www.webnews.de/einstellen?url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C%2fDoc%7eE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;title=Die+neuen+Dorfl%c3%a4den%3a+Tante+Emmas+kecke+T%c3%b6chter+-+Hintergr%c3%bcnde+-+Wirtschaft+-+FAZ.NET" target="_blank"><img src="http://www.faz.net/f30/Images/Lesezeichen/sBookm_Webnews.gif" alt="webnews" /></a><a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C%2fDoc%7eE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;t=Die+neuen+Dorfl%c3%a4den%3a+Tante+Emmas+kecke+T%c3%b6chter+-+Hintergr%c3%bcnde+-+Wirtschaft+-+FAZ.NET" target="_blank"><img src="http://www.faz.net/f30/Images/Lesezeichen/sBookm_facebook.gif" alt="facebook" /></a><a href="http://www.mister-wong.de/index.php?action=addurl&amp;bm_url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C%2fDoc%7eE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;bm_description=Die+neuen+Dorfl%c3%a4den%3a+Tante+Emmas+kecke+T%c3%b6chter+-+Hintergr%c3%bcnde+-+Wirtschaft+-+FAZ.NET" target="_blank"><img src="http://www.faz.net/f30/Images/Lesezeichen/sBookm_Wong20.gif" alt="wong" /></a><a href="http://del.icio.us/post?url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C%2fDoc%7eE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;title=Die+neuen+Dorfl%c3%a4den%3a+Tante+Emmas+kecke+T%c3%b6chter+-+Hintergr%c3%bcnde+-+Wirtschaft+-+FAZ.NET" target="_blank"><img src="http://www.faz.net/f30/Images/Lesezeichen/sBookm_Delicious.gif" alt="delicious" /></a><a href="http://digg.com/submit?phase=2&amp;url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C%2fDoc%7eE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;title=Die+neuen+Dorfl%c3%a4den%3a+Tante+Emmas+kecke+T%c3%b6chter+-+Hintergr%c3%bcnde+-+Wirtschaft+-+FAZ.NET" target="_blank"><img src="http://www.faz.net/f30/Images/Lesezeichen/sBookm_Digg.gif" alt="digg" /></a></div>
</div>
<p>Von Jan Grossarth, München<span> &#8211; 28. November 2009 </span></p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html"><img title="Andrea Pichler ist Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Dafür erhält sie 800 Euro im Monat" src="http://www.faz.net/m/%7BD3704B6E-F99E-4BC5-84B1-34870030B016%7DFile1_2.jpg" alt="Andrea Pichler ist Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Dafür erhält sie 800 Euro im Monat" width="104" height="65" /></a>Andrea Pichler ist Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Dafür erhält sie 800 Euro im Monat</p>
<p>Hurlach liegt 30 Kilometer südlich von Augsburg, ist von Getreidefeldern umgeben, und hinter den Feldern liegen andere Dörfer mit Filialen von Aldi, Lidl oder Rewe. In Hurlach aber haben die Einkaufsmärkte keine Filiale, denn das Dorf hat nur 1650 Einwohner. Seit zwei Jahren gibt es im Ort aber wieder einen Dorfladen. Vor seinem Eingang ist das Tagesangebot plakatiert: „Seele – Stück 70 Ct“. Ein langgezogenes Brötchen heißt hier im bayerisch-schwäbischen Grenzgebiet „Seele“.</p>
<p>Dass es in einem Dorf wie Hurlach einen Laden gibt, ist nicht mehr selbstverständlich. Die Leute müssen einige Kilometer weit in den Supermarkt fahren. Und dort gibt es dann meist nur Brötchen, aber keine Seelen.</p>
<p><strong>Geschäftsmodell aus der Nachkriegszeit</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#6537872FDEA7437CA2789E9CB26E9123"><img title="Das Geschäftsmodell gilt längst als tot. Trotzdem eröffneten in den vergangenen Jahren allein in Bayern 80 neue Tante-Emma-Läden" src="http://www.faz.net/m/%7B6537872F-DEA7-437C-A278-9E9CB26E9123%7DFile1_4.jpg" alt="Das Geschäftsmodell gilt längst als tot. Trotzdem eröffneten in den vergangenen Jahren allein in Bayern 80 neue Tante-Emma-Läden" width="174" height="116" /></a>Das Geschäftsmodell gilt längst als tot. Trotzdem eröffneten in den vergangenen Jahren allein in Bayern 80 neue Tante-Emma-Läden</div>
<p>Der Dorfladen gilt als ein Geschäftsmodell aus den fünfziger Jahren, das längst nicht mehr funktioniert. Trotzdem gibt es Jahr für Jahr Neugründungen. Dahinter stehen keine Konzerne, mit Ausnahme türkischer Gemüsehändler auch sehr selten Einzelunternehmer, sondern ganze Dörfer. Der Dorfladen Hurlach ist im Besitz einer Bürger-Genossenschaft, ebenso wie die Läden im oberbayerischen Gelting oder Harthausen. Es sind drei von rund 80 neuen Kleinsteinkaufsläden, die es allein in Bayern gibt. In ihnen riecht es nach neuem Holz und nach Brot und Kaffee. Sie sehen nicht nach dem verstaubten Tante-Emma-Laden aus, sondern wie aufgeräumte Mischlinge aus Minisupermärkten und Marktständen.</p>
<p>Nicht weit von Hurlach haben sich an einem Herbstmittwoch 40 Bürgermeister versammelt. In dem ehemaligen Benediktinerkloster Thierhaupten bei Augsburg ist heutzutage eine Schule für ländliche Raumentwicklung angesiedelt, der Sitzungssaal im Kloster ist voll, das Thema der heutigen Tagung lautet: „Tante Emma ist wieder da“. Regelmäßig finden hier derart erbauliche Seminare zum Thema statt, wie ein Dorfladen im 21. Jahrhundert noch existieren könne.</p>
<div></div>
<p>Ein fränkischer Bürgermeister erzählt, der einzige Laden in seinem Dorf werde bald schließen. Seine Amtskollegen berichten: In der Siedlung im Ostallgäu halte nicht einmal mehr der Bäckerwagen – und seit in Fuchstal, Oberbayern, der letzte Laden vor 30 Jahren dichtgemacht habe, sei der verbliebene Treffpunkt für die Älteren der Friedhof. Die Bürgermeister klingen besorgt. Es sieht so aus, als ginge es ihnen um mehr als nur um Einkaufsmöglichkeiten. Ist kein Laden mehr im Ort, ist kein Leben mehr im Ort, und die Bürgermeister wollen keinem toten Dorf vorstehen.</p>
<p><strong>So sexy wie Feinrippunterwäsche</strong></p>
<p>Die Bürgermeister sind auch deshalb ins Kloster gereist, um den Seminarredner Wolfgang Gröll zu hören. Gröll, der Unternehmensberater, wird in der Landschule wie ein Schlagerstar angekündigt: „Sie alle kennen ihn aus Funk und Fernsehen.“ Gröll ist wohl Deutschlands einziger Unternehmensberater, der sich auf Dorfläden spezialisiert – ein Thema, das für Consultants so sexy ist wie Feinrippunterwäsche oder wie ein Sparbuch.</p>
<p>Er ist eine sehr bayerische Erscheinung, auch ganz ohne dass er dafür Tracht tragen müsste. Er führt den Boom der Discountmärkte auf den menschlichen Jäger- und Sammlertrieb zurück, doch dieser sei irrational, denn nach den Billigeinkäufen lande meist die Hälfte der Produkte im Müll und am Ende sei alles teurer, sagt er etwas überspitzt: „Menschenskinder, sind wir blöd!“</p>
<p><strong>Senkt die Preise! Und macht Werbung</strong><strong>!</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#C8E3D650481E4B47898F8115B92C75A7"><img title="Der Laden eröffnet, und Seil-Sepp (mit Hut) ist auch dabei" src="http://www.faz.net/m/%7BC8E3D650-481E-4B47-898F-8115B92C75A7%7DFile1_4.jpg" alt="Der Laden eröffnet, und Seil-Sepp (mit Hut) ist auch dabei" width="174" height="116" /></a>Der Laden eröffnet, und Seil-Sepp (mit Hut) ist auch dabei</div>
<p>Gröll berät die Dorfläden dahin gehend, dass sie die Lebensmitteldiscounter mit ihren eigenen Waffen schlagen sollen. Sie müssten Massenware zum Niedrigpreis anbieten, ihren Gewinn hingegen mit frischem Obst, Fleisch, Brot und Käse erzielen. Sie müssten offensiv mit fett gedruckten Niedrigpreisen werben. Doch der große Wettbewerbsvorteil sei für den Tante-Emma-Kenner die besondere Kundenbeziehung, die keine Supermarktfiliale aufbauen könne. Gröll hat seinen Vortrag vermutlich schon hundertmal gehalten, doch trotzdem entwickelt er Leidenschaft: „Ein Dorfladen ist immer auch ein emotionales Gebilde.“</p>
<p>Am Tag nach dem Bürgermeisterseminar feiert Harthausen seine Neugeburt. Harthausen hat 870 Einwohner und liegt östlich von München im Speckgürtel. In Harthausen gab es zuletzt noch einen Kaugummi- und einen Zigarettenautomaten; vor vier Jahren schloss die Metzgerei, weil der Metzger in den Ruhestand ging. Der neue Dorfladen liegt in einem alten Feuerwehrhaus. Das Dorf wirkt nervös. Im 80 Quadratmeter großen Geschäft sind fünf Minuten nach der Öffnung alle Brezeln ausverkauft, die Schulbuskinder hatten größeren Hunger als erwartet, die acht Verkäuferinnen an der Kasse vertippen sich häufig, ein Fotograf der Lokalzeitung lässt fünf Damen an der Käsetheke ihre Daumen hochhalten. Eine Katzenbesitzerin beschwert sich darüber, dass es kein „Sheba“-Futter gebe. Alles ist noch neu.</p>
<p><strong>Die Härten des Frühkapitalismus</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#4A57E014164346E2A6EC25608405B2FA"><img src="http://www.faz.net/m/%7B4A57E014-1643-46E2-A6EC-25608405B2FA%7DFile1_4.jpg" alt="" width="174" height="110" /></a></div>
<p>Die Dorfgemeinschaften werden selbst zum Unternehmer, weil sie für kein großes Handelsunternehmen mehr interessant sind. Schon im neunzehnten Jahrhundert nahmen Menschen, wenn sie sich von den Konzernen alleingelassen fühlten, die Wirtschaft selbst in die Hand. Landwirte und Kleinbürger gründeten Genossenschaftsbanken, weil sie, außer von Wucherern, kaum Kredite bekamen. Auch andere Wirtschaftszweige halfen sich selbst, als kein anderer ihnen half: Handwerker und Händler in Einkaufsgenossenschaften, Arbeiter in Konsumgenossenschaften. Die Genossenschaftsbewegung war eine Antwort auf die Härten des Frühkapitalismus. In den Dörfern ist sie wieder aktuell.</p>
<p>Auch der Dorfladen Harthausen ist im Besitz einer Genossenschaft. Rund zweihundert Dorfbewohner erwarben einen Anteil, jeder gab zweihundert Euro, und das Geld genügte als Startkapital für Regale, Kühltheken, Geräte und Lebensmittel. Trotzdem gäbe es ohne die ehrenamtliche Mithilfe der Bürger kein Dorfgeschäft: Harthauser Handwerker bauten die Regale, Maurer mauerten, Maler malten, der Seil-Sepp leiht dem Laden seinen Anhänger zum Transport der Getränkekisten. Am Tag vor der Eröffnung legte eine professionelle Wurstfachverkäuferin die Würste in der Kühltheke zurecht, die Damen fotografierten die Auslage als Anleitung für ihre künftige Selbständigkeit.</p>
<p><strong>Die Älteren leben auf</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#21B0AD5D6A8B466C886851B184719BA5"><img title="Gespräche an der Wursttheke" src="http://www.faz.net/m/%7B21B0AD5D-6A8B-466C-8868-51B184719BA5%7DFile1_4.jpg" alt="Gespräche an der Wursttheke" width="174" height="116" /></a>Gespräche an der Wursttheke</div>
<p>Selbst wenn ein Tante-Emma-Laden noch Geld verdient, schließt er oft deswegen, weil ihn niemand übernehmen will. Oft ist es auch so, dass dann die vielen Menschen, die die Existenz kleiner, individueller Lädchen begrüßen, sehr gerührt bedauern, dass wieder ein altes inhabergeführtes Fachgeschäft schließt. Kaum jemand ist aber bereit, ein paar Cent mehr für seinen Einkauf zu zahlen – zumal der Dorfladen oft nur gefühlt, nicht aber tatsächlich teurer ist als der Supermarkt (siehe Tabelle).</p>
<p>Wenn es im Dorf wieder einen Laden gibt, schenkt dieser vielen alten Menschen ihre Selbständigkeit zurück. Am Mittag rollt im neugegründeten Laden in Harthausen eine 89 Jahre alte Frau mit ihrer Gehhilfe in den Markt, seit heute kann sie wieder selbst einkaufen gehen, zum ersten Mal seit Jahren. Zuletzt, sagt sie, brachten ihr Verwandte die Einkäufe mit, alle 14 Tage.</p>
<p><strong>Sechs Eur</strong><strong>o in der Stunde</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#252F5AD74C7345868BE17001B1298363"><img title="Wolfgang Gröll hat sich als Unternehmensberater auf Dorfläden spezialisiert. Andere Berater finden dieses Thema nicht sehr aufregend" src="http://www.faz.net/m/%7B252F5AD7-4C73-4586-8BE1-7001B1298363%7DFile1_4.jpg" alt="Wolfgang Gröll hat sich als Unternehmensberater auf Dorfläden spezialisiert. Andere Berater finden dieses Thema nicht sehr aufregend" width="174" height="116" /></a>Wolfgang Gröll hat sich als Unternehmensberater auf Dorfläden spezialisiert. Andere Berater finden dieses Thema nicht sehr aufregend</div>
<p>Kein Dorfladen überlebt nur dadurch, dass er nostalgische Gefühle weckt. Aber vielleicht ist es ein Vorteil, dass seine Mitarbeiter nostalgische Gefühle für die Sache hegen – und für nicht so viel Geld arbeiten. Gelernte Bäckereifachverkäuferinnen, Bürokaufleute, die meist vorher Hausfrauen waren, arbeiten halbtags auf 400-Euro-Basis. Sibylle Christl hat gute Kindheitserinnerungen an Dorfläden. Ihre Mutter ging mit ihr, Mitte der sechziger Jahre, immer in den kleinen Eckladen einkaufen, der schloss, als der Supermarkt öffnete. „Vielleicht arbeite ich hier auch deswegen mit, weil ich das Einkaufen als Kind immer als so toll erlebt habe“, sagt sie. Es ist für die Familien der Mitarbeiter meist nur ein Zuverdienst. Die Angestellten der Dorfläden bekommen umgerechnet rund 6 Euro in der Stunde, ein allgemeiner Mindestlohn wäre das Aus für die neuen Tante-Emma-Läden.</p>
<p>Als sie vor vielen Jahren nach Harthausen zog, lernte Sibylle Christl, die ein freundliches rundes Gesicht hat, ihre neuen Nachbarn vor allem bei ihren Einkäufen in der Metzgerei kennen. „Das habe ich sehr vermisst.“ Die Damen im Laden tragen türkisfarbene Polohemden, an deren Kragen haben sie Wäscheklammern mit ihren Vornahmen befestigt. Johanna Mayer, die Geschäftsführerin, die am Eröffnungstag angespannt wirkt, ist gelernte Floristin und sah im Dorfladen eine Chance, etwas für das Dorf zu tun. Für sie war der Dorfladen auch eine gute Gelegenheit, wieder eine Arbeit zu finden, zu der sie keinen weiten Weg fahren muss.</p>
<p><strong>Geringer Verlust &#8211; ein großer Erfolg</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#2E08BC01F1AA4AA1A7F8F533DD05E296"><img title="Helmut Weihrather in dem Dorfladen Hurlach. Die neuen Tante-Emma-Läden gehören Genossenschaften, an denen ganze Dorfgemeinschaften beteiligt sind" src="http://www.faz.net/m/%7B2E08BC01-F1AA-4AA1-A7F8-F533DD05E296%7DFile1_4.jpg" alt="Helmut Weihrather in dem Dorfladen Hurlach. Die neuen Tante-Emma-Läden gehören Genossenschaften, an denen ganze Dorfgemeinschaften beteiligt sind" width="174" height="127" /></a>Helmut Weihrather in dem Dorfladen Hurlach. Die neuen Tante-Emma-Läden gehören Genossenschaften, an denen ganze Dorfgemeinschaften beteiligt sind</div>
<p>Der Dorfladen Gelting liegt nahe dem oberbayerischen Wolfratshausen und wirtschaftet schon seit einem Jahr erfolgreich. Erfolgreich heißt: In den vergangenen beiden Monaten machte der Laden weder Gewinn noch Verlust, am Jahresende wird wohl ein geringer Verlust in den Büchern stehen. Die Preise sind etwas höher, was den Kunden wohl nicht auffällt, da Starnberg nahe ist, der reichste Landkreis. Dem Laden gelingt es sogar, Kaffee mit Geltinger Etikett als „regionales“ Produkt zu verkaufen. Die Erdbeermarmelade von der Bäuerin kostet 4,50 Euro, die Marge für den Laden liegt bei mehr als 60 Prozent, das ist eine perfektionierte Dorfladenbetriebswirtschaft.</p>
<p>In Gelting gab es bis vor drei Jahren auch einen Edeka-Markt, der dem später neu gegründeten Dorfladen ähnelte. Doch Edeka schloss, weil, so sagen die Geltinger, viele den Inhabern ihren Profit nicht gönnten und lieber ins Nachbardorf in den anonymen Supermarkt fuhren. Solcher Neid ist im Genossenschaftsmodell kein Geschäftsnachteil mehr: Je mehr Gesellschafter es gibt, desto höher ist die Identifikation der Dorfbewohner mit ihrem Geschäft.</p>
<p><strong>„Es ist unser Vorteil, dass wir nicht nur gewinnorientiert arbeiten“</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#A8BE5612821A4BB89155D36F23F6E3A2"><img title="Sibylle Christl (links) und Johanna Mayer am Tag der Eröffnung. Sie haben viele Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert" src="http://www.faz.net/m/%7BA8BE5612-821A-4BB8-9155-D36F23F6E3A2%7DFile1_4.jpg" alt="Sibylle Christl (links) und Johanna Mayer am Tag der Eröffnung. Sie haben viele Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert" width="174" height="128" /></a>Sibylle Christl (links) und Johanna Mayer am Tag der Eröffnung. Sie haben viele Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert</div>
<p>Andrea Pichler ist auf 800-Euro-Basis Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Nach dem Abitur begann sie ein Studium, das sie sich selbst finanzieren musste, wozu sie Kleidung nähte oder Schafsmilchseife herstellte und verkaufte. Das machte ihr immer mehr Spaß und das Studium immer weniger. Als sie schließlich auf einer Bürgerversammlung vom Dorfladenprojekt hörte, meldete sie sich. Sie wurde Verkäuferin, Geschäftsführerin. „Für einen Discounter würde ich nicht arbeiten, weil ich gern auch mit den Kunden sprechen mag.“ Dass der soziale und der kulturelle Aspekt des Wirtschaftens neben dem Profitstreben nicht untergehen, war schon ein zentrales Anliegen der Genossenschaftsbewegung. So steht es auch im deutschen Genossenschaftsgesetz, das schon auf ein Gesetz von 1868 zurückgeht.</p>
<p>Draußen in Gelting riecht es nach Landwirtschaft, drinnen brummt die gebraucht erworbene Kühltheke leise. Alle ein, zwei Minuten kommt ein Kunde in den Laden. Die meisten kaufen Brot, Obst und Käse, die Auswahl ist groß. „Wir schauen uns bei den Erzeugern tagelang an, wie die Sachen gemacht werden, um das Gefühl an die Kunden weitergeben zu können“, sagt Andrea Pichler, „das können wir uns leisten, es ist unser Vorteil, dass wir nicht nur gewinnorientiert arbeiten.“</p>
<p><strong>Karrierechancen für sehr genügsame Menschen</strong></p>
<p>Trotz des geringen Stundenlohns zeigen sich die Mitarbeiter der neuen Kramerläden recht zufrieden mit ihren neuen Jobs. Sibylle Christl erledigt zum Beispiel im Harthauser Laden den Einkauf und die Preisgestaltung, sie war zuvor 23 Jahre lang Hausfrau. Eine ältere Mitarbeiterin des Geltinger Dorfladens fand anderswo keine Stelle. Nun sei sie das „Zugpferd an der Wursttheke“, sagt ihre Chefin. Eine andere Verkäuferin kam von einer Buchhandlung. Sie suchte nach 40 Berufsjahren eine neue Herausforderung, heute verkauft sie Käse. Und auch in Hurlach sind die Erwerbsbiographien der Mitarbeiter ähnlich: Zwei Verkäuferinnen sind an diesem Nachmittag im Laden. „Es ist schön, hier zu arbeiten“, sagt die eine. „Wir müssen nicht betteln, wenn wir mal einen freien Tag möchten, sondern regeln das mit einem Anruf.“ „Dafür haben wir früher mehr verdient.“ Einige arbeiten im kleinen Kaufmannsladen für wenig Geld, weil sie das gern tun, andere können sich das nicht leisten.</p>
<p>Der Chef der Hurlacher Dorfladen-Genossenschaft, Helmut Weihrather, war früher Fluglotse. Der 59 Jahre alte gebürtige Hurlacher bekommt eine gute Pension und müsste sein Einkommen nicht mehr aufbessern. Sein Konzept: „Wir haben alles, was Sie brauchen, und was wir nicht haben, brauchen Sie auch nicht.“ Im Dorfladen Hurlach gibt es das Brot vom Bäcker aus dem Nachbardorf, Wildblumenkäse von einer Allgäuer Sennerei, die Mitarbeiter liefern schon mal einen Karton mit H-Milch zu einer älteren Kundin ins Nachbardorf oder einen ganzen Einkaufskarton an einen kranken Kunden.</p>
<p><strong>Schoko-Nikoläuse nur im Advent</strong></p>
<p>Der Dorfladen Hurlach erzielt sogar einen Gewinn, und die Umsätze steigen. Im ersten Jahr setzte er 370.000 Euro um, im zweiten schon 415.000 Euro, ein Plus von elf Prozent in der Krise.</p>
<p>Helmut Weihrather ist überzeugt davon, dass auch ein Privatunternehmer von so einem Laden leben könnte – „wenn er genügsam ist“. So, wie die türkischen Gemüsehändler. Er jedenfalls schätzt die Freiheiten, die große Filialisten nicht haben. Zum Beispiel die Freiheit, Schokoladennikoläuse erst Ende November aufzustellen.</p>
<p>Text: F.A.Z.<br />
Bildmaterial: Andreas Müller, F.A.Z.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/faz-tante-emmas-kecke-tochter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>300.000 € von Bürgern für Dorf-Supermarkt</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/11/uber-300-000-e-burger-geld-fur-neubau-dorf-supermarkt/</link>
		<comments>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/11/uber-300-000-e-burger-geld-fur-neubau-dorf-supermarkt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 19:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürger-Ges.]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsform]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dorfladen-netzwerk.de/?p=1161</guid>
		<description><![CDATA[Die Schließung des letzten Lebensmittelgeschäftes in kleinen Dörfern ist nicht neu &#8211; das Bürger dann die Zukunft des Dorfes in die Hand nehmen und einen Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; gründen auch nicht. Neu und immer öfter auf der Tagesordnung im ländlichen Raum ist die mangelnde Nahversorgung sogar in größeren Dörfern mit 2.000, 2.500 oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/11/Hamburger-Abendblatt_400.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1163" title="Hamburger Abendblatt_400" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/11/Hamburger-Abendblatt_400.jpg" alt="Hamburger Abendblatt_400" width="240" height="31" /></a></p>
<p>Die Schließung des letzten Lebensmittelgeschäftes in kleinen Dörfern ist nicht neu &#8211; das Bürger dann die Zukunft des Dorfes in die Hand nehmen und einen Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; gründen auch nicht. Neu und immer öfter auf der Tagesordnung im ländlichen Raum ist die <strong>mangelnde Nahversorgung sogar in größeren Dörfern mit 2.000, 2.500 oder gar 3.000 Einwohnern</strong>. Längst ist die Unterversorgung der Einwohner in Stadtteilen angekommen.<span id="more-1161"></span> I<strong>m 2.500 Einwohner zählenden Resse in der Gemeinde Wedemark nördlich von Hannover sammelten die Bürger jetzt über 300.000 € &#8220;Bürger-Eigenkapital&#8221;, gründeten eine Genossenschaft und kauften einen &#8220;Dorfladen&#8221; im Supermarkt-Format</strong>. Lesen Sie dazu den Bericht im Hamburger Abendblatt vom 20.11.2009:<a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/11/Hamburger-Abendblatt_Bericht_3001.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1164" title="Hamburger Abendblatt_Bericht_300" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/11/Hamburger-Abendblatt_Bericht_3001.jpg" alt="Hamburger Abendblatt_Bericht_300" width="240" height="330" /></a><em>Hannover. </em>Die Bürger von Resse haben sich gestern selbst gefeiert, und das aus gutem Grund: In dem Dorf vor den Toren der Landeshauptstadt Hannover öffnete an diesem Tag wieder ein Tante-Emma-Laden mit einem Angebot im Supermarkt-Format. Doch nicht irgendeiner, sondern der Markt der Dorfbewohner &#8211; finanziert von mehr als 100 Bürgern. Jeder zahlte mindestens 3000 Euro in die eigens gegründete Genossenschaft ein.</p>
<p>Mit dem Geld wurde genau das Haus gekauft, in dem zuvor der letzte Dorfladen aufgegeben hatte. Das Gebäude wurde renoviert und ein moderner Laden hergerichtet. Für den fand sich ein neuer Betreiber.</p>
<p>Ralf Würtz, Vorstand der Genossenschaft, erinnert sich, wie alles angefangen hat. In der Gaststätte hatten sie sich gemeinsam über den Verlust des Ladens geärgert: &#8220;Im Prinzip ist die Idee am Stammtisch entstanden.&#8221;</p>
<p>Das Modell einer Genossenschaft kommt nach Angaben des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes immer mehr in Mode, wenn Bürger gemeinsam etwas auf die Beine stellen. So wurde beispielsweise auch das Hallenbad in Nörten-Hardenberg von Bürgern gerettet, die sich zu einer Genossenschaft zusammenschlossen. Auch das Bioenergiedorf Jühnde bei Göttingen ist eine Genossenschaft, es ist das erste Dorf, das seinen Energiebedarf komplett aus regenerativen Energien herstellt.</p>
<p>Thorsten Bullerdiek vom Städte- und Gemeindebund in Hannover sagt: &#8220;Wir versuchen zurzeit dieses Modell der Genossenschaft weiterzuentwickeln und in den Gemeinden bekannter zu machen.&#8221; Denn die Probleme, die der 2500-Seelen-Ort Resse in der Wedemark hatte, kennen auch viele andere Dörfer: Die Infrastruktur verschwindet mehr und mehr. &#8220;Bei uns ging das 2006 los, da hat die Ärztin angekündigt, dass sie altersbedingt aufhören wird&#8221;, erzählt Ralf Würtz. Früher hatte das Dorf einmal drei Kaufmannsläden, doch dann schloss auch die Sparkasse, und der letzte kleine Supermarkt im Ort musste ebenfalls aufgeben. &#8220;Wir haben darüber am Stammtisch diskutiert, und dann haben wir das getan, was man in einem Dorf eben tut: Wir haben einen Verein gegründet&#8221;, berichtet Würtz.</p>
<p>Mehr als 400 Bürger wurden Mitglieder. Sie ließen sich von einer Gesellschaft für kleine und mittlere Betriebe professionell beraten und konnten als Erstes einen Arzt aus einem zehn Kilometer entfernten Nachbarort dafür gewinnen, eine Ablegerpraxis in ihrem Dorf zu eröffnen. Dann ging es um die Zukunft des Supermarktes. Eine Genossenschaft schien der beste Weg zu sein, um den Laden neu zu eröffnen &#8211; und tatsächlich waren viele Bürger bereit, für die Rettung des Ladens auch ein finanzielles Risiko einzugehen.</p>
<p>Hans-Joachim Rambow, Sprecher des niedersächsischen Unternehmerverbands Einzelhandel, kann die Aktion gut verstehen. Er weiß um die Verödung von immer mehr Dörfern, weil die Sparkassenfiliale, die letzte Kneipe, der letzte Arzt und schließlich auch der letzte Laden aufgeben. Aber Rambow warnt die Resser Bürger auch eindringlich, dass die einmalige Aktion keinen dauerhaften Erfolg für das Geschäft sichert: &#8220;Das geht nur gut, wenn die Bürger dort auch dauerhaft einkaufen.&#8221; Und ein kleiner Laden, rechnet Rambow vor, kann nun mal nicht die Preise bieten wie der Discounter: &#8220;Deshalb ist das Einkaufsverhalten der Knackpunkt.&#8221;</p>
<p>Der Resser Genossenschaftsvorstand Würtz zumindest ist optimistisch, dass die Bürger nun den neuen Dorfladen wirklich als &#8220;ihren Supermarkt&#8221; begreifen und dort auch den Wocheneinkauf erledigen. Und den Ort damit auch beleben.</p>
<p>Es gibt inzwischen ein niedersächsisches Dorfladen-Netzwerk, Markttreff nennt sich das entsprechende Modell in Schleswig-Holstein. Gemeinden helfen dabei, dass sich ein Lebensmittelladen ansiedelt und im selben Gebäude ein Treffpunkt für alle Bürger eingerichtet wird. Läuft alles nach Plan, gründet sich auch ein Markttreffverein. Der sorgt dann dafür, dass auch was los ist im Ort.</p>
<p style="text-align: center;">_____________________________________</p>
<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/11/Bürger-für-Resse-e.V.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1165" title="Bürger für Resse e.V" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/11/Bürger-für-Resse-e.V.jpg" alt="Bürger für Resse e.V" width="300" height="140" /></a>Weitere Informationen über die aktiven Bürger in Resse bei Hannover sind auf der Internetseite www.buerger-fuer-resse.de</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/11/uber-300-000-e-burger-geld-fur-neubau-dorf-supermarkt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

