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	<title>Dorfladen-Netzwerk &#187; Niedersachsen</title>
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	<description>Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum</description>
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		<title>&#8220;Dorfladen-Systeme werden Standard&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 20:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sicherung der Nahversorgung und Dorfläden standen beim Deutschen Nahversorger-Forum auf dem Petersberg bei Bonn im Mittelpunkt einer Fachkonferenz, bei der Otersens Dorfladen-Vorsitzender Günter Lühning und Rainer Utz, Lebensmittelgroßhändler aus Ochsenhausen bei Ulm zwei der fünf Fachvorträge hielten.Der Lebensmittelpraxis-Verlag als Herausgeber mehrerer Fachmagazine für die Lebensmittelbranche hatte in das langjährige Gästehaus der Bundesregierung auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/02_Petersberg_DSC_0017web.jpg"><img class="alignright size-large wp-image-2251" title="02_Petersberg_DSC_0017web" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/02_Petersberg_DSC_0017web-695x1024.jpg" alt="" width="110" height="163" /></a>Die Sicherung der Nahversorgung und Dorfläden standen beim Deutschen Nahversorger-Forum auf dem Petersberg bei Bonn im Mittelpunkt einer Fachkonferenz, bei der Otersens Dorfladen-Vorsitzender Günter Lühning und Rainer Utz, Lebensmittelgroßhändler aus Ochsenhausen bei Ulm zwei der fünf Fachvorträge hielten.<span id="more-2250"></span>Der Lebensmittelpraxis-Verlag als Herausgeber mehrerer Fachmagazine für die Lebensmittelbranche hatte in das langjährige Gästehaus der Bundesregierung auf den Petersberg eingeladen. Im Anschluss an das Deutsche Nahversorger-Forum wurden in festlichem Rahmen die &#8220;Shops des Jahres 2011&#8243; in drei Kategorien gekürt und prämiert.</p>
<p>Neben einem Shop im Frankfurter Flughafen wurde ein Shop aus Nürnberg und <strong><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/2011/11/1-dorfladen-shop-des-jahres/">erstmals ein Dorfladen zum &#8220;Shop des Jahres&#8221;</a></strong> gekürt. Der von der Gemeinde Lauben im Oberallgäu betriebene Dorfladen Heising gewann die begehrte Prämierung in der Kategorie &#8220;Nahversorger und Kiosk&#8221;.</p>
<p>In den letzten zehn Jahren sank die Zahl der Lebensmittelgeschäfte deutlich von knapp 60.000 auf jetzt nur noch 39.500 und gleichzeitig verdoppelten sich die Einkaufsfahrten mit dem Auto auf über 400 Millionen Kilometer täglich, so der Referent eines Marktforschungsinstitutes. Der Anteil traditioneller Lebensmittelgeschäfte bis 200 Quadratmeter Verkaufsfläche halbierte sich auf nur noch 21 Prozent. Dadurch ergeben sich für immer mehr Dörfer und Gemeinden mit 500, 1.000 oder 2.000 Einwohner erhebliche Nachteile in der Versorgung der Bevölkerung mit Waren des täglichen Bedarfs, so die Experten bei der Tagung auf dem Petersberg.</p>
<p>&#8220;<strong>Die Probleme der Nahversorgung werden sich durch den demografischen Wandel in den ländlichen Regionen noch verstärken</strong>&#8221; betonte Rainer Schmidt-Illguth von der BBE-Handelsberatung. &#8220;<strong>Dorfladen-Systeme werden sich in dünn besiedelten Regionen Standard werden müssen</strong>&#8220;, betonte Schmidt-Illguth.</p>
<div id="attachment_2252" class="wp-caption aligncenter" style="width: 360px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/Utz.jpg"><img class="size-full wp-image-2252 " title="Utz" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/Utz.jpg" alt="Rainer Utz beim Vortrag (C) lpv-verlag" width="350" height="217" /></a><p class="wp-caption-text">Rainer Utz beim Vortrag (C) lpv-verlag</p></div>
<p><strong>Rainer Utz</strong>, Lebensmittelgroßhändler aus Baden-Württemberg und Günter Lühning aus Otersen stellten übereinstimmend fest, dass jeder Trend einen Gegen-Trend auslöst und immer mehr Gemeinden und engagierte Bürger aktiv werden, um sich mit einer zeitgemäßen Nahversorgung Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit für die Menschen auf dem Lande zu erhalten. Unter dem Titel &#8220;Kleine Flächen &#8211; großer Service: Tante Emma kommt zurück&#8221; berichtete Rainer Utz über die Sicherung der Nahversorgung in Süddeutschland.</p>
<p>Rainer Utz hat mit zwei Partner-Unternehmen aus Bayern die Vertriebskonzepte für über 200 &#8220;Um´s Eck&#8221; und &#8220;Dorfladen&#8221;-Nahversorgungsgeschäfte entwickelt und mit Erfolg realisiert. Engagierte Bürger, Ortsvorsteher oder Bürgermeister, viele Bürger als Kapital-gebende Gesellschafter und ehrenamtliches Engagement in den Führungs- und Kontrollgremien nannte Rainer Utz als Voraussetzungen für einen erfolgreichen Dorfladen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/Deutsches-Nahversorger-Forum-2011_Utz.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2255" title="Deutsches Nahversorger-Forum 2011_Utz" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/Deutsches-Nahversorger-Forum-2011_Utz.jpg" alt="" width="378" height="263" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/Deutsches-Nahversorger-Forum_Petersberg-Bonn_Vortrag-L%C3%BChning_web.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2262" title="Deutsches Nahversorger-Forum_Petersberg Bonn_Vortrag Lühning_web" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/Deutsches-Nahversorger-Forum_Petersberg-Bonn_Vortrag-L%C3%BChning_web-1024x664.jpg" alt="" width="387" height="251" /></a></p>
<div id="attachment_2253" class="wp-caption alignleft" style="width: 258px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/L%C3%BChning.jpg"><img class="size-full wp-image-2253 " title="Lühning" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/L%C3%BChning.jpg" alt="Günter Lühning beim Vortrag (C) lpv-verlag" width="248" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Günter Lühning beim Vortrag (C) lpv-verlag</p></div>
<p><strong>Günter Lühning</strong> referierte über die <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/?s=Otersen"><strong>Entwicklung des Dorfladens Otersen seit 2001</strong></a> vom kleinen Lebensmittel-Markt zum Lebens-Mittelpunkt eines Dorfes, der Lebensmittel, Dienstleistungen, Service und mit dem neuen Dorfcafé auch einen Treffpunkt für alle Generationen unter einem Dach bietet. &#8220;Eigeninitiative statt Unterversorgung&#8221; sei seit über 10 Jahren die Leitlinie für den Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221;, betonte Günter Lühning.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/Deutsches-Nahversorger-Forum-2011.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2254" title="Deutsches Nahversorger-Forum 2011" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/Deutsches-Nahversorger-Forum-2011.jpg" alt="" width="461" height="346" /></a></p>
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		<title>313.000 € Umsatz &#124; 520 Einwohner &#124; &#8211; 500 €</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 19:14:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie groß muss ein Dorf sein &#8211; wieviel Umsatz sind notwendig, damit ein Dorfladen wirtschaftlich erfolgreich sein kann? &#8220;Mehrere tausend Einwohner und möglichst 1 Mio. Euro Jahresumsatz&#8221; &#8211; behaupten oftmals Vertreter der großen Lebensmittel-Konzerne. &#8220;Von Bürger für Bürger&#8221; geführte Dorfläden beweisen jedoch, das ein erfolgreicher Betrieb schon ab 500 Einwohnern und 300.000 Euro Jahresumsatz möglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2048" class="wp-caption alignleft" style="width: 143px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/AApril_16_021_web.jpg"><img class="size-medium wp-image-2048  " title="AApril_16_021_web" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/AApril_16_021_web-316x450.jpg" alt="" width="133" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Neuer Dorfladen Otersen</p></div>
<p>Wie groß muss ein Dorf sein &#8211; wieviel Umsatz sind notwendig, damit ein Dorfladen wirtschaftlich erfolgreich sein kann? <em>&#8220;Mehrere tausend Einwohner und möglichst 1 Mio. Euro Jahresumsatz&#8221;</em> &#8211; behaupten oftmals Vertreter der großen Lebensmittel-Konzerne. &#8220;Von Bürger für Bürger&#8221; geführte Dorfläden beweisen jedoch, das ein <strong>erfolgreicher Betrieb schon ab 500 Einwohnern und 300.000 Euro Jahresumsatz möglich</strong> ist, wenn sich die Bürger entsprechend engagieren und zumindest mehrheitlich &#8220;hinter ihrem Laden stehen&#8221;.<span id="more-2183"></span></p>
<p>Im 520 Einwohner zählenden Dorf Otersen (2007 Bundessieger &#8220;Unser Dorf hat Zukunft&#8221;) mitten in Niedersachsen und 80 km nördlich von Hannover, wurde am 6.12.2000 mit 103.000 DM Eigenkapital eine Dorfladen-Bürgergesellschaft gegründet und am 1.4.2001 der 140 qm große Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; eröffnet. Ende September befassten sich die Bürger jetzt mit der 10. Jahres-Bilanz.</p>
<div id="attachment_2184" class="wp-caption aligncenter" style="width: 471px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie25.jpg"><img class="size-full wp-image-2184  " title="Jahresumsatz-Grafik Dorfladen Otersen" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie25.jpg" alt="Jahresumsatz-Grafik Dorfladen Otersen" width="461" height="346" /></a><p class="wp-caption-text">Jahresumsatz-Grafik Dorfladen Otersen</p></div>
<p>Bereits <strong>2005</strong> wurde im niedersächsischen Otersen ein <strong>Jahresumsatz von 302.000 €</strong> erreicht und durchschnittlich werden Jahr für Jahr rd. 38 % der Lebensmittel-Kaufkraft im 140 qm großen Dorfladen gebunden. In den folgenden 3 Jahren sank der Jahresumsatz jedoch auf 276.000 € (2008), weil der Fachgr0ßhändler und Haupt-Lieferant nicht mehr das für den kleinen Lebensmittel-Einzelhandel erforderlich Sortiment bieten konnte. Zum Jahresende 2008 wechselte der Dorfladen Otersen deshalb den Haupt-Lieferanten und wird seitdem von Bartels-Langness (Markant) beliefert. Diese Entscheidung der Bürgergesellschaft wurde 2009 und 2010 mit wieder steigenden Jahresumsätzen belohnt. Bei der Dorfladen-Versamlung Ende September konnten sich die aktiven Bürger über ein <strong>Umsatz-Plus von 6 % auf 313.000 Euro in 2010</strong> freuen.</p>
<div id="attachment_2185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 455px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Betriebsergebnisse.jpg"><img class="size-full wp-image-2185  " title="Betriebsergebnisse" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Betriebsergebnisse.jpg" alt="Betriebsergebnisse-Grafik Dorfladen Otersen" width="445" height="387" /></a><p class="wp-caption-text">Betriebsergebnisse-Grafik Dorfladen Otersen</p></div>
<p>Nach Verlusten im Rumpf-Geschäftsjahr 2001 (9 Monate) und in 2002 und 2003 konnte der Dorfladen Otersen bereits 2004 mit 2.000 Euro Gewinn &#8220;eine schwarze Null&#8221; schreiben. Nach vier erfolgreichen Jahren rutschte der Dorfladen Otersen 2008 wieder in die Verlust-Zone (4.071 € Verlust). Dafür waren zwei Ursachen verantwortlich:</p>
<ul>
<li>1. der Umsatz-Rückgang auf 276.000 Euro</li>
<li>2. die Kündigung der Lotto-Agentur im Dorfladen Otersen durch die Lotto Niedersachsen GmbH und damit verbunden der Verlust eines Frequenzbringers und von jährlich rd. 2.600 Euro Jahresprovision</li>
</ul>
<p><strong>Im 10. Geschäftsjahr 2010</strong> wurde das Ziel &#8220;Auskömmlichkeit statt Gewinn-Maximierung&#8221; mit einem <strong>Jahresverlust von 554 Euro</strong> nur noch knapp verfehlt, berichtete Dorfladen-Vorsitzender Günter Lühning Ende September. Jahr für Jahr zahlt die Dorfladen-Bürgergesellschaft rund 48.000 Euro Löhne und Sozialabgaben für die fünf Verkäuferinnen, davon 3 Mitarbeiterinnen auf 400 Euro-Basis. Für das 140 qm große Ladenlokal wurden jährlich 7.000 Euro Miete gezahlt und für Energiekosten wird die gleiche Summe aufgewendet.</p>
<div id="attachment_2187" class="wp-caption alignleft" style="width: 226px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie19.jpg"><img class="size-medium wp-image-2187  " title="Folie19" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie19-600x450.jpg" alt="Neuer Dorfladen Otersen - Aussenansichten 1" width="216" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Neuer Dorfladen Otersen</p></div>
<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie18.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2188" title="Folie18" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie18-600x450.jpg" alt="" width="216" height="162" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mitte April ist der Bürger-Dorfladen aus den bisher gemieteten Räumen ausgezogen und in das neue Dorfladen-Gebäude umgezogen, dass sich im Eigentum der Bürgergesellschaft, genauer gesagt im Eigentum des neugegründeten wirtschaftlichen Verein &#8220;Dorfladen Otersen w.V.&#8221; befindet. Am neuen Standort stehen 180 qm Verkaufsfläche für den Laden-Betrieb zur Verfügung. Am 1. Mai wurde das 70 qm große AllerCafé &#8211; auch Mehrgenerationen-Dorfcafé &#8211; gleich neben dem Dorfladen eröffnet. Im Dachgeschoß befindet sich eine 130 qm große Wohnung, die seit August an eine junge Familie vermietet ist.</p>
<p>Der Neubauwert und der Grundstückswert von Dorfladen, Café, Wohnung, 2 Terrassen und 10 Parkplätzen beträgt über 600.000 Euro.</p>
<div id="attachment_2186" class="wp-caption aligncenter" style="width: 471px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie20.jpg"><img class="size-full wp-image-2186  " title="Folie20" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie20.jpg" alt="Neubau- und Grundstückswert Dorfladen Otersen" width="461" height="346" /></a><p class="wp-caption-text">Neubau- und Grundstückswert Dorfladen Otersen</p></div>
<p><strong>Im 2. Quartal 2011, den ersten 3 Monaten am neuen Standort</strong>, konnte der Dorfladen seinen <strong>Umsatz um 19 % steigern</strong>.</p>
<p><strong>Im 1. Halbjahr 2011</strong> wurde das <strong>Betriebsergebnis auf gut 1 % des Umsatzes verbessert</strong>. Um das ehrgeizige Zukunftsprojekt &#8220;Vom Lebensmittel-Markt zum Lebens-Mittelpunkt eines Dorfes&#8221; finanzieren zu können, hat der 112 Mitglieder (Haushalte) zählende Dorfladen Otersen w.V. im Gesamtwert von 210.000 Euro Eigenkapital, Spenden und Eigenleistungen (über 5.000 Stunden) eingebracht. 168.000 Euro öffentliche Zuwendungen der EU, des Landes Niedersachsen und der Gemeinde Kirchlinteln (nationale Kofinanzierung) trugen zu 28 % zur Finanzierung bei. Ausserdem hat der Dorfladen Otersen w.V. 28.000 Euro Darlehen für eine Photovoltaik-Eigenstromanlage und 190.000 Euro Darlehen zur Gebäude-Finanzierung aufgenommen.</p>
<div id="attachment_2189" class="wp-caption aligncenter" style="width: 476px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie21.jpg"><img class="size-full wp-image-2189   " title="Folie21" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie21.jpg" alt="Finanzierung des neuen Dorfladen Otersen" width="466" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Finanzierung des neuen Dorfladen Otersen</p></div>
<p>Während sich das Darlehen in Höhe von 28.000 Euro aus den Sonnenstrom-Erträgen selbst trägt, werden die Zins- und Tilgungsleistungen für 190.000 Euro Gebäude-Finanzierung (jährlich 14.338 Euro) aus folgenden Quellen gedeckt:</p>
<ul>
<li><strong>6.750 Euro aus dem Laden-Betrieb</strong> (bisherige Laden-Miete wird jetzt als Zins u. Tilgung bezahlt)</li>
<li><strong>6.120 Euro aus der Vermietung der Wohnung</strong> im Dachgeschoß</li>
<li><strong>3.400 Euro aus neuen Provisionserlösen und sonstigen Einnahmen</strong></li>
</ul>
<div id="attachment_2190" class="wp-caption aligncenter" style="width: 476px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie22.jpg"><img class="size-full wp-image-2190   " title="Folie22" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/Folie22.jpg" alt="Erwirtschaftung Zins- und Tilgung Dorfladen Otersen" width="466" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Erwirtschaftung Zins- und Tilgung Dorfladen Otersen</p></div>
<p>Bereits 2008 hat Günter Lühning als Initiator des Bürger-Dorfladen in Otersen das 200-seitige &#8220;Dorfladen-Handbuch &#8211; Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum&#8221; bei der Grünen Woche in Berlin präsentiert. Das Dorfladen-Handbuch beeinhaltet das Dorfladen-Konzept aus Otersen, einen umfassenden Erfahrungsbericht mit vielen wirtschaftlichen Zahlen sowie Problem-Beschreibungen und deren Lösungen. Weitere Informationen zu diesem Dorfladen-Handbuch gibt es in diesem Internetportal auf der Internetseite <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/dorfladen-handbuch/PDF-Dateien/">http://dorfladen-netzwerk.de/dorfladen-handbuch/PDF-Dateien/</a></p>
<p>Bis zur Int. Grünen Woche in Berlin im Januar 2012 soll dieses Dorfladen-Handbuch um das neue Zukunftskonzept für den Dorfladen Otersen aus dem Jahre 2010 und um aktuelle Zahlen, Erfahrungen und Erkenntnisse ergänzt und aktualisiert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ministerpräsident neuer Schirmherr</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 06:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[2004 urde das Dorfladen-Netzwerk zunächst für Niedersachsen im 520 Einwohner zählenden Dorf Otersen zwischen Hannover und Bremen gegründet. 2005 übernahm der damalige Ministerpräsident Christian Wulff die Schirmherrschaft über das Dorfladen-Netzwerk, nachdem er den Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; zuvor in Otersen besucht hatte. Inzwischen ist Christian Wulff seit einem Jahr unser Bundespräsident. Sein Nachfolger in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_30" class="wp-caption alignleft" style="width: 111px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/07/cwulff.jpg"><img class="size-full wp-image-30  " title="cwulff" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/07/cwulff.jpg" alt="" width="101" height="124" /></a><p class="wp-caption-text">Christian Wulff</p></div>
<div id="attachment_2060" class="wp-caption alignright" style="width: 175px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/David_McAllister_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-2060   " title="David_McAllister_2" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/David_McAllister_2-392x450.jpg" alt="Niedersachsens Ministrpräsident David McAllister" width="165" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Neuer Schirmherr: MP David McAllister</p></div>
<p>2004 urde das Dorfladen-Netzwerk zunächst für Niedersachsen im 520 Einwohner zählenden Dorf Otersen zwischen Hannover und Bremen gegründet. 2005 übernahm der damalige Ministerpräsident Christian Wulff die Schirmherrschaft über das Dorfladen-Netzwerk, nachdem er den Dorfladen &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221; zuvor in Otersen besucht hatte. Inzwischen ist Christian Wulff seit einem Jahr unser Bundespräsident. Sein Nachfolger in Hannover, <strong>Niedersachsens neuer Ministerpräsident David McAllister</strong> hat jetzt die <strong>Schirmherrschaft</strong> über das Dorfladen-Netzwerk übernommen und dankt der Initiative in einem Grußwort.<span id="more-2136"></span></p>
<p><em>&#8220;Das Niedersächsische Dorfladen-Netzwerk hat nicht nur Konzepte zur Erhaltung und Weiterentwicklung von Dorfläden entwickelt, sondern steht sogar bundesweit als kompetenter Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite. Dieser Rat ist insbesondere überall dort von unschätzbarem Wert, wo sich engagierte Bürger zusammenschließen, um sich dem weiteren „Aussterben“ der örtlichen Läden entgegenzustellen&#8221;</em>, schreibt unser neuer Schirmherr in seinem Grußwort.</p>
<p>Das vollständige Grußwort lesen Sie auf unserer Internetseite <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/niedersachsen/neuer-schirmherr-ministerprasident-mcallister/">www.dorfladen-netzwerk.de/niedersachsen/neuer-schirmherr-ministerprasident-mcallister/</a></p>
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		<title>Das Aus für die Dörfer?</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 05:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Podiumsdiskussion: Wie sieht das Landleben künftig aus? &#8211; von Stephan Voigt Hemslingen .  Befindet sich der ländliche Raum auf dem Abstellgleis? Dieser Frage ging eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde im Rahmen des Tags der Landfrauen und der Landwirtschaft in Hemslingen nach. Thematisiert wurde dabei auch die Rolle der Bürger und des Staates bei der Entwicklung des [...]]]></description>
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<h3><img class="alignleft size-full wp-image-2073" title="Landfrauen-Podiumsdiskussion" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/Landfrauen-Podiumsdiskussion.jpg" alt="Podiumsdiskussion vor 400 Landfrauen bei Rotenburg" width="230" height="153" />Podiumsdiskussion: Wie sieht das Landleben künftig aus? &#8211; von Stephan Voigt</h3>
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<p>Hemslingen .  		 		Befindet sich der ländliche Raum auf dem Abstellgleis? Dieser Frage  ging eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde im Rahmen des Tags der  Landfrauen und der Landwirtschaft in Hemslingen nach. Thematisiert wurde  dabei auch die Rolle der Bürger und des Staates bei der Entwicklung des  ländlichen Raumes.<span id="more-2072"></span>&#8220;Der demografische Wandel ist überall angekommen. Dörfer werden  schrumpfen“, fasste Professor Dr. Claudia Neu von der Hochschule  Niederrhein zusammen. Diese Schrumpfung werde nicht überall gleich stark  vonstatten gehen – in einigen Regionen gehen Vorhersagen von einem  Bevölkerungsrückgang von 21 Prozent aus – weshalb die Gleichwertigkeit  der Lebensverhältnisse in Deutschland auf dem Spiel stehe, konstatierte  Neu. &#8220;Die Politik gibt das nicht ungeschminkt zu. Sie wird künftigen  Aufgaben an den Bürger abschieben, weil ich keinen politischen Wille  sehe, dem ländlichen Raum zu helfen.“ Daher sei Engagement der Bürger  gefragt – Dorfläden, Bürgerbusse et cetera. Dies sei, so Neu, kein  Abgesang auf den ländlichen Raum: &#8220;Darin liegt auch eine Chance.  Stuttgart 21 und die Atom-Proteste zeigen, dass die Bürger mitgestalten  wollen. Die Politik muss dafür aber Rahmenbedingungen schaffen.“</p>
<p>Brigitte Scherb, Präsidentin des deutschen Landfrauenverbandes, erklärte  hingegen, dass ehrenamtliches Engagement nicht alle staatlichen  Aufgaben ersetzen könne: &#8220;Die Daseinsvorsorge des ländlichen Raumes muss  beim Staat bleiben.“ Dem widersprach Neu mit energischem Kopfschütteln:  &#8220;Der Staat kann das vielleicht am besten. Aber da gibt es bereits  Ausfallerscheinungen. Wenn die Bürger nichts unternehmen, wird auch  nichts passieren.“</p>
<p>Wie Bürger das Heft des Handelns in die Hand nehmen, konnte Günther  Lühning berichten, der Vorsitzender des Dorfladenvereins in Otersen im  Landkreis Verden ist. &#8220;Von ehemals 26 Vollerwerbslandwirten sind in  Oterden nur noch eine handvoll übrig. Außerdem haben wir von 500  Bewohnern 100 verloren. Otersen war auf dem Weg zum Sterben. Die Bürger  haben aber gelernt, nicht zu jammern sondern selbst zu handeln.“</p>
<p>Eine Solarfähre wurde angeschafft, die besonders bei Radtouristen regen  Zuspruch findet. Ein Dorfladen wurde eingerichtet, später ein Café. &#8220;Wir  haben jetzt einen Umsatz von 300.000 Euro. Dafür müssen schon eine  Menge Brötchen verkauft werden“, zeigte Lühning sich stolz.</p>
<p>Ergebnis der vielen Initiativen, für die die Bürger mit eigenem Geld  eintreten: Die Einwohnerzahl Otersens ist wieder gestiegen und liegt bei  rund 500. Außerdem gewann der Ort 2007 die Gold-Auszeichnung bei Unser  Dorf hat Zukunft.</p>
<p>Werner Hilse, Vizepräsident des deutschen Bauernverbandes, beleuchtete  das Thema aus landwirtschaftlicher Sicht. Er erklärte, dass heute die  gleiche Fläche mit mehr Vieh von weniger Betrieben als vor 60 Jahren  bewirtschaftet werde. Das führe zu einem Strukturwandel, der sich nicht  mehr zurückdrehen lasse. Landwirte müssten aber den Spagat zwischen  wirtschaftlicher Innovation und Akzeptanz in der Bevölkerung finden. Auf  Nachfrage des Moderators, dem &#8220;Land und Forst“-Chefredakteur Ralf  Stephan, erklärte Hilse: &#8220;Landwirte können helfen, ehrenamtliches  Engagement zu fördern. Ich denke da nur an die 72-Stunden-Aktion der  Landjugenden. Dort waren viele Landwirte mit ihrem Gerät dabei.“</p>
<p>Abschließend erklärte Moderator Stephan: &#8220;Das Landleben ist aber nicht  nur Frust. Es gibt natürlich auch schöne Seiten.“ Der Maßstab dürfe  allerdings nicht sein, dass es überall Theater und Sportplätze gebe. Ein  schönes Leben wäre der richtige Maßstab.</p>
<p>Auf die Frage, ob der ländliche Raum künftig auf dem Abstellgleis  unterwegs ist, lautete die Antwort: &#8220;An uns soll das nicht liegen.“</p>
<p>Quelle: Rotenburger Rundschau &#8211; Landkreis Rotenburg | Niedersachsen &#8211; 5.6.2011</p>
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		<title>89 Reiffenhäuser retten Geschäft</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 15:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit 20.000 Euro Eigenkapital haben inzwischen 104 Bürger im 650 Einwohner zählenden Dorf Reiffenhausen (Gemeinde Friedland, Landkreis Göttingen) in Niedersachsen ihren Dorfladen gesichert. Eine Kanadierin führt das Geschäft.Ein Dorf spendiert sich einen eigenen Dorfladen Elche gibt es in Reiffenhausen nicht. Das unterscheidet Leena Jobsons neue Heimat von Elk Lake in Ontario, dem Geburtsort der Kanadierin. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="articlecontent">Mit 20.000 Euro Eigenkapital haben inzwischen 104 Bürger im 650 Einwohner zählenden Dorf Reiffenhausen (Gemeinde Friedland, Landkreis Göttingen) in Niedersachsen ihren Dorfladen gesichert. Eine Kanadierin führt das Geschäft.<span id="more-1958"></span><strong>Ein Dorf spendiert sich einen eigenen Dorfladen</strong></p>
<p>Elche gibt es in Reiffenhausen nicht. Das unterscheidet Leena Jobsons  neue Heimat von Elk Lake in Ontario, dem Geburtsort der Kanadierin.  Ansonsten ist vieles gleich: Abgelegen sind beide Orte, mit 650  Einwohnern etwa gleich groß, mit einer intakten Dorfgemeinschaft und von  Wald umgeben – und vom Sonntag an haben beide Orte einen Dorfladen.</p>
<p>Leena Jobson wird die Chefin, doch es ist nicht ihr Laden, sondern  der des ganzen Dorfes. „Unser Dorfladen Reiffenhausen“ steht über der  Tür. Tatsächlich dürfen sich 89 Reiffenhäuser als Miteigentümer fühlen.  Sie haben für den neuen Dorfladen Kredit gegeben, erhalten ihre  künftigen Zinsen in Form von Warengutscheinen und haben somit  beigetragen, das einzige Einzelhandelsgeschäft weit und breit zu retten.</p>
<p>Das hätte eigentlich zum 31. Juli schließen sollen. Aus Altersgründen  hat Elke Lückfeldt aus Hebenshausen aufgegeben. Neben Produkten ihrer  Bäckerei hatten die Lückfeldts ein Gutkauf-Sortiment angeboten. Doch es  lohnte nicht mehr. Das soll anders werden, beschlossen auf der ersten  Versammlung nach Bekanntwerden der Schließungspläne 104 Reiffenhäuser.  Sie schickten eine Liste herum, auf der sich jeder eintragen konnte, ob  er mit Eigenleistung oder einem Kredit helfen kann. Am Ende gaben 89  Geld, unzählige packen in diesen Tagen mit an. Bis Sonntag soll die  Renovierung beendet sein. Dann wird ein Fest zur Eröffnung gefeiert (11  bis 17 Uhr). Erstmals kann dann das kleine Café im Eingangsbereich  genutzt werden, denn der Laden soll – mehr noch als bisher – auch zum  täglichen Dorftreff werden.</p>
<p>Das Sortiment, sagt Jobson, werde ganz  auf die Nachfrage im Dorf abgestimmt. Hinzu kommt ein reichhaltiges  Bio-Angebot, das zusammen mit dem örtlichen Bio-Partyservice Primavera  ausgesucht wird. Außerdem soll es auch sonntags frische Brötchen geben,  geliefert von Bäckerei Könnecke aus Groß Schneen. Jobson will zudem mit  Helfern einen Bringdienst aufziehen – auch für die Nachbardörfer und  auch sonntags. Und um die Mitbürger an den Laden zu binden, gibt es im  Café auch Treffen zum Englischabend oder zum Büchertausch. „Bookclub“,  sagt Jobson – wie so etwas in ihrer kanadischen Heimat heißt.</p>
<div>Quelle: Göttinger Tageblatt &#8211; Verfasser: Jürgen Gückel</div>
<div></div>
<div>Weitere Informationen zum Dorfladen in Reiffenhausen finden Sie im Internet unter <a href="http://www.dorfladen-reiffenhausen.de/">www.dorfladen-reiffenhausen.de</a></div>
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		<title>Bürgerentscheid: 249x für Dorfzentrum</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 18:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Steinau]]></category>

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		<description><![CDATA[STEINAU. Der erste Bürgerentscheid im Landkreis Cuxhaven endete erfolgreich. Allerdings war das Ergebnis am Ende denkbar knapp. Mit einer hauchdünnen Differenz von vier Stimmen haben sich am 11. Dezember 2010 die Befürworter eines Dorfzentrums mit &#8220;Tante-Emma-Laden&#8221; im ehemaligen Gasthof Peters in Steinau durchgesetzt: 249 Stimmberechtigte kreuzten &#8220;Ja&#8221; auf dem Abstimmungsschein an; 245 Steinauer votierten mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/12/Nordwestradio006_web_500.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1940" title="Nordwestradio006_web_500" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/12/Nordwestradio006_web_500.jpg" alt="Nordwestradio006_web_500" width="300" height="103" /></a>STEINAU. Der erste Bürgerentscheid im Landkreis Cuxhaven endete erfolgreich. Allerdings war das Ergebnis am Ende denkbar knapp. Mit einer hauchdünnen Differenz von vier Stimmen  haben sich am 11. Dezember 2010 die Befürworter eines Dorfzentrums mit  &#8220;Tante-Emma-Laden&#8221; im ehemaligen Gasthof Peters in Steinau durchgesetzt:  <strong>249 Stimmberechtigte</strong> kreuzten &#8220;Ja&#8221; auf dem Abstimmungsschein an; <strong>245 Steinauer</strong> votierten mit &#8220;Nein&#8221;. Mit <strong>65,82 Prozent</strong> war die Wahlbeteiligung erfreulich hoch.<span id="more-1936"></span></p>
<p>&#8220;Ich hätte mir deutlichere Mehrheitsverhältnisse  gewünscht&#8221;, kommentierte Samtgemeindebürgermeister Maik Schwanemann das  Ergebnis. &#8220;Aber der Bürgerentscheid ist gültig, und ich hoffe, dass nun  wieder Ruhe einkehrt in Steinau.&#8221;</p>
<p>Quelle:  Niederelbe-Zeitung, Cuxhaven (nez.de)</p>
<p>Mindestens 25 Prozent der 754 wahlberechtigten Steinauer, also 189 Ja-Stimmen waren für einen erfolgreichen Bürgerentscheid notwendig. Dieses Erfordernis wurde deutlich übertroffen.</p>
<p>Einen Tag zuvor hatte das NDR-Fernsehen in &#8220;Hallo Niedersachsen&#8221; aus Steinau berichtet. In der knapp 900 Einwohner zählenden Gemeinde hatten 2009 zwei Gasthäuser und der letzte Lebensmittel-Laden geschlossen. Der Gasthof mit Lebens-Einzelhandel von Hartwin Peters in der Ortsmitte sollte von der Gemeinde Steinau erworben und zum neuen Dorfzentrum umgebaut werden, wenn die Bürger sich mit 40.000 Euro Eigenkapital beteiligen. Das Einwerben des Bürger-Kapitals dauerte länger, als ursprünglich (wohl zu ehrgeizig) von einer aktiven Bürger-Initiative geplant. Deshalb beschloss der Gemeinderat im Sommer denkbar knapp mit 5:4 Stimmen, den Grundbesitz von Hartwin Peters doch nicht zu kaufen. Die engagierten Bürger setzten deshalb den ersten Bürgerentscheid im Landkreis Cuxhaven durch. Am 11. Dezember fiel bei diesem Bürgerentscheid genauso denkbar knapp eine Mehrheit von 249 Ja-Stimmen zu 245 Nein-Stimmen.</p>
<p>Kürzlich wurden durch ein Gutachten Kostensteigerungen bei der Sanierung und der baulichen Umnutzung deutlich. In einer fast einstimmigen Live-Sendung von Nordwestradio wurde aktuell darüber berichtet. <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/?s=Steinau">Zu allen bisherigen Berichten über die &#8220;Dorfzentrum-/Dorfladen-Initiative in Steinau&#8221; schalten wir hier einen Link (bitte anklicken)</a></p>
<p>Für die Entwicklung eines Dorfzentrums in der Gemeinde Steinau ist das Grundstück &#8220;Peters&#8221; gleich neben dem schmucken Holzschuhmacherhaus, vor der Kulisse der Steinauer Kirche, inmitten der Frühtanz-Festmeile alljährlich zu Pfingsten unweit des Feuerwehrhauses optimal. Die hohen Sanierungs- und Umbaukosten (zuletzt war von über 600.000 Euro die Rede), haben sicherlich viele Bürger am 11. Dezember (durchaus verständlich) mit &#8220;Nein&#8221; stimmen lassen. Aber auch die &#8220;Nein&#8221;-Sager vom 11.12.2010 benötigen eine zukunftsfähige Heimatgemeinde mit ansprechender Infrastruktur und wohnortnaher Lebensqualität &#8211; und die Dorfladen-Initiative braucht sowohl &#8220;Ja&#8221; und &#8220;Nein&#8221;-Sager als Nutzer des Dorfzentrums und als Kunden im Dorfladen Steinau &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221;.</p>
<p>Allen Verantwortlichen in der Gemeinde Steinau ist zu wünschen, das eine Alternativ-Planung für ein Dorfzentrum zu vertretbaren Kosten gelingt und sich baldmöglichst alle Einwohner hinter einer gemeinsamen Zukunftsgestaltung versammeln und wieder zusammen finden. <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/?s=Otersen">In meinem Heimatdorf Otersen im Landkreis Verden wird aktuell praktisch ein neues Dorfzentrum mit 180 qm Dorfladen, 70 qm Mehrgenerationen-Dorfcafé mit Sommerterrassen und einer 130 qm großen Wohnung für 440.000 Euro gebaut</a>.  Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren viele engagierte Steinauer kennen gelernt. Wenn sich möglichst viele Einwohner aus der Gemeinde Steinau hinter dem Motto &#8220;Gemeinsam geht eine ganze Menge &#8230;.&#8221; versammeln, dann wird auch in Steinau zukunftsweisendes Gemeinschafts-Projekt gelingen. Viel Erfolg dabei und eine gute Zukunft im &#8220;Cuxland&#8221; wünscht &#8230;</p>
<p>Günter Lühning, Otersen</p>
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		<title>&#8220;Letzte Chance&#8221; für Steinau</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 22:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Steinau]]></category>

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		<description><![CDATA[Steinau. Viele Gemeinsamkeiten gibt es nicht zwischen der Metropole Hamburg und der 960-Seelen-Gemeinde Steinau. Eine schon: In beiden Orten haben sich Bürger gegen politische Beschlüsse gewehrt. Ob die Steinauer mit ihrer Dorfladen-Initiative genauso so erfolgreich sind wie die Hamburger Schulreformgegner, wird sich heute zeigen – beim allerersten Bürgerentscheid im Kreis Cuxhaven. VON Heike Leuschner Für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Steinau. Viele Gemeinsamkeiten gibt es nicht zwischen der  Metropole Hamburg und der 960-Seelen-Gemeinde Steinau. Eine schon: In  beiden Orten haben sich Bürger gegen politische Beschlüsse gewehrt. Ob  die Steinauer mit ihrer Dorfladen-Initiative genauso so erfolgreich sind  wie die Hamburger Schulreformgegner, wird sich heute zeigen – beim  allerersten Bürgerentscheid im Kreis Cuxhaven. <span id="more-1943"></span><em>VON Heike Leuschner</em></strong></p>
<p>Für Steinau ist der Gang zur Wahlurne die „letzte Chance“, ihr  Dorfzentrum inklusive eines Tante-Emma-Ladens zu verwirklichen.  Mindestens 25 Prozent der 754 wahlberechtigten Steinauer müssen dafür  folgende Frage mit Ja beantworten: „Soll die Gemeinde Steinau den  Gasthof Peters kaufen, um dort ein Dorfzentrum zu errichten?“ Damit  können die Bürger einen Beschluss des Gemeinderats kippen, der das  Projekt mit fünf zu vier Stimmen abgelehnt hatte.</p>
<p>Das Votum des  Gemeinderates hatte für Entsetzen im Ort gesorgt. Auch bei Burkhard  Frey. Der 55-jährige Nebenerwerbslandwirt ist in Steinau groß geworden,  hat hier eine Familie gegründet, zwei Söhne großgezogen und will hier  alt werden – in einem Dorf, in dem sich die Leute beim Einkaufen, Klönen  und auf ein Bier treffen können. „Was nützt mir Essen auf Rädern oder  ein schnelles Internet, wenn ich mit keinem mehr reden kann?“</p>
<p>Frey  ist nicht allein mit seiner Vision. Nachdem der letzte Einzelhändler im  Ort seinen Laden geschlossen hatte und Gasthäuser mit regelmäßigen  Öffnungszeiten zur Mangelware wurden, gab der Gemeinderat im Frühjahr  2009 eine Machbarkeitsstudie für einen „Dorfladen von Bürgern für  Bürger“ in Auftrag. In einer Umfrage stimmte die Bevölkerung mit großer  Mehrheit für das Dorfzentrum. Die im Frühsommer dieses Jahres  veröffentlichte Machbarkeitsstudie sorgte bei den Initiatoren für  Optimismus.</p>
<p>Doch mit dem Engagement im Dorf wuchs auf der anderen  Seite die Skepsis der Ratsmehrheit. Kommunalpolitiker verwiesen auf  Haushaltslage, Folgekosten und forderten ein zweites  Immobiliengutachten. Das Ergebnis gab den Zweiflern Recht: Nach  Architektenschätzung kommen auf die Kommune mindestens 650 000 statt der  ursprünglich geschätzten 440 000 Euro Kosten zu.</p>
<p>„Das Gutachten  reißt uns die Füße weg“, sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Mangels (CDU)  kürzlich in einem Interview. „Das ist einfach nicht zu wuppen.“ Dabei  gehört der Steinauer Ortschef zu den Befürwortern des Projekts. Für ihn  geht es nicht nur um einen Laden, sondern um einen Ort, an dem sich die  Dorfbewohner treffen. Ohne einen solchen Anker sieht er schwarz für  Steinau:. Mangels befürchtet, dass Steinau zum „Schlafdorf“ wird, zu  einem Ort, in dem junge Leute nicht mehr leben wollen.</p>
<p>Die  Dorfladen-Akteure wollen das verhindern. Burkhard Frey hat einen Brief  geschrieben und vor ein paar Tagen an alle 400 Steinauer Haushalte  verteilt: „Unser Dorf soll leben“ heißt es darin. Frey hofft auf eine  hohe Wahlbeteiligung. „Es kann doch nicht immer nur ums Geld gehen“,  sagt er, „es geht doch auch um uns Menschen.“</p>
<h4>Bürgerentscheid</h4>
<p>Ein  Bürgerentscheid ist ein Instrument der direkten Demokratie auf  kommunaler Ebene. Mit ihm können Bürger über Fragen des eigenen  Wirkungskreises entscheiden. Voraussetzung: 25 Prozent aller  Stimmberechtigten stimmen zu. Bürgerentscheide sind einem  gleichlautenden Beschluss des Kommunalparlaments gleichgestellt. Seit  Einführung der Bürgerentscheide in Niedersachsen im Jahre 1996 hat der  Verein „Mehr Demokratie e.V.“ landesweit 70 Bürgerentscheide gezählt.</p>
<p>Quelle: Nordsee-Zeitung</p>
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		<title>Nordwestradio live zum ländlichen Raum: &#8220;Der Letzte macht das Licht nicht aus&#8221;</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2010/11/nordwestradio-der-letzte-macht-das-licht-nicht-aus/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 14:36:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Steinau]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Nordwestradio beschäftigte sich unter dem Titel &#8220;Der Letzte macht das Licht nicht aus&#8221; mit den Problemen und Chancen im ländlichen Raum, den Herausforderungen des Demographischen Wandels, dem zunehmendem Mangel an Nahversorgung und Infrastruktur und dem Bürgerengagement zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit. Gesprächspartner von Radio Bremen-Moderator Stefan Puls im Holzschuhmacherhaus in Steinau bei Bad Bederkesa (Landkreis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/steinaudoerflichesleben102_v-panorama.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1905" title="steinaudoerflichesleben102_v-panorama" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/steinaudoerflichesleben102_v-panorama.jpg" alt="steinaudoerflichesleben102_v-panorama" width="276" height="155" /></a>Das Nordwestradio beschäftigte sich unter dem Titel &#8220;Der Letzte macht das Licht nicht aus&#8221; mit den Problemen und Chancen im ländlichen Raum, den Herausforderungen des Demographischen Wandels, dem zunehmendem Mangel an Nahversorgung und Infrastruktur und dem Bürgerengagement zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit. Gesprächspartner von Radio Bremen-Moderator Stefan Puls im Holzschuhmacherhaus in Steinau bei Bad Bederkesa (Landkreis Cuxhaven) waren Bürgermeister Hans-Jürgens Mangels und Eta Schwanemann aus Steinau sowie Günter Lühning vom Dorfladen-Netzwerk. Aus dem NDR-Studio in Hannover war Rainer Timmermann, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) zugeschaltet.<span id="more-1904"></span></p>
<p>Radio Bremen berichtete im Internet wie folgt:</p>
<p><em>&#8220;Erst machte die Filiale der Sparkasse zu. Dann schloss die Post.  Zuletzt gaben Dorfladen und Gaststätte auf. 10 km sind es von Steinau  bei Bad Bederkesa bis zum nächsten Discounter. In den letzten Jahren  mussten die Menschen im Dorf auf immer mehr von dem verzichten, was  Politiker gern Grundversorgung nennen und in Sonntagsreden für  erhaltenswert ausgeben.</em></p>
<h3><em>Wiedergewinn des dörflichen Lebens</em></h3>
<p><em>Steinau  ist beileibe kein Einzelfall. Immer mehr Menschen zieht es in die  Städte, immer weniger Kinder kommen zur Welt. Der ländliche Raum  verödet, die Lebensgrundlagen kommen ihm abhanden. Die Technisierung der  ehemals agrarisch geprägten Kulturlandschaften trägt das ihre dazu bei,  der dörflichen Welt den Garaus zu machen.Eine Initiative in Steinau  will diese Entwicklung nicht länger kampflos hinnehmen. Sie setzt auf  das Besondere, das Miteinander, den Wiedergewinn des Dorfs als  Lebensmittelpunkt. Ein Ziel, so realistisch ist man, das nur mit   kleinen Schritten erreicht werden kann. Einer, mit dem man anfangen  will, ist ein Dorfladen, betrieben in Eigenregie.</em></p>
<h3><em>Ein Miteinander von Jung und Alt</em></h3>
<p><em>In  rund 200 Ortschaften in ganz Deutschland gibt es bereits vergleichbare  Projekte. Die meisten davon schreiben schon in den ersten zwei bis drei  Jahren schwarze Zahlen. Sie können, darauf kommt es an, mehr als nur  Milch und Käse liefern. Jugendliche bringen Senioren den Umgang mit dem  Internet bei. Das Ladenlokal dient jungen Müttern als Treffpunkt.  Schulkinder werden mit einem warmen Mittagessen versorgt. Letztlich  entstehen auf diesem Weg Dorfgemeinschaftshäuser, mit angeschlossener  Verkaufsabteilung für den Fall.</em></p>
<h3><em>Bürgerentscheid sorgt für Klarheit</em></h3>
<p><em>Doch  viele in Steinau sind skeptisch. Sie fürchten, die Gemeinde könnte sich  übernehmen. Was, wenn die Preise zu hoch werden und der Kundenzuspruch  zu gering ausfällt? Eine Bürgerversammlung hatte diese Zweifel genährt.   Der Gemeinderat in Steinau hat sich im Sommer mit knapper Mehrheit  gegen einen Dorfladen entschieden. Risiken und Nebenwirkungen schienen  der Mehrheit der Verantwortungsträger nicht kalkulierbar. Jetzt soll ein  Bürgerentscheid endgültig Klarheit schaffen.</em></p>
<h3><em>Fragen:</em></h3>
<p><em>Wie sinnvoll wäre ein solches Vorhaben für Steinau?<br />
Welchen Nutzen gibt es gegen mögliche negative Folgen abzuwägen? Wie soll es weitergehen mit der Dorfentwicklung?</em></p>
<div id="attachment_1909" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Nordwestradio003_web.jpg"><img class="size-full wp-image-1909 " title="Nordwestradio003_web" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Nordwestradio003_web.jpg" alt="Nordwestradio live aus dem Holzschuhmacherhaus in Steinau" width="480" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Nordwestradio live aus dem Holzschuhmacherhaus in Steinau</p></div>
<p>Das Nordwestradio sendet im Rahmen von &#8220;Nordwestradio unterwegs&#8221; eine Stunde lang live aus dem schmucken Holzschuhmacherhaus in der Ortsmitte von Steinau. Die Sendung wurde von zahlreichen Einwohner mit großem Interesse verfolgt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Nordwestradio006_web1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1911" title="Nordwestradio006_web" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Nordwestradio006_web1.jpg" alt="Nordwestradio006_web" width="480" height="241" /></a></p>
<p>Gleich neben dem Holzschuhmacherhaus befinden sich der Friedhof, die Kirche und das im letzten Jahr geschlossene Gasthaus Peters mit dem früheren Lebensmittel- und Textilgeschäft. Hier möchte eine engagierte Bürgerinitiative mit 40.000 Euro Eigenkapital ein Dorfzentrum mit Bürger-Dorfladen für die Gemeinde Steinau einrichten. Sorgen die hohen Sanierungs- und Umbaukosten.</p>
<p><strong>Steinaus Bürgermeister Hans-Jürgen Mangels</strong> berichtete über die Entwicklung der Infrastruktur in seiner Gemeinde und das Bestreiben der Bürger ein Dorfzentrum mit Kommunikationszentrum und Bürger-Dorfladen einzurichten. Nachdem Dorfläden und Markttreffs im Landkreis Verden und in Schleswig-Holstein für den Steinauern besucht wurden und eine Machbarkeitsstudie erstellt wurde, hatten die Bürger 40.000 Euro Eigenkapital aufgebracht. Mit denkbar knapper Mehrheit von 5:4 Stimmen hatte der Gemeinderat dann aber aufgrund der hohen Sanierungskosten dem Ankauf des ehemaligen Gasthofes Peters nicht zugestimmt.</p>
<p><strong>Eta Schwanemann</strong>, Sprecherin der Dorfladen-Initiativgruppe berichtete über den beantragten Bürgerentscheid und die Vorteile eines Dorfzentrums für die fast 900 Einwohner aller Generationen, den Lebensmittel-Einzelhandel im Dorfladen zur Sicherung der Nahversorgung und mit weiteren Dienstleistungen unter einem Dach. Interesse hätte beispielsweise auch eine Frisörin bekundet.</p>
<div id="attachment_1912" class="wp-caption alignright" style="width: 168px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Timmermann_2.jpg"><img class="size-full wp-image-1912" title="Timmermann_2" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Timmermann_2.jpg" alt="Timmermann_2" width="158" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">NSGB-Präsident Rainer Timmermann</p></div>
<p><strong>NSGB-Präsident Rainer Timmermann</strong> beklagte die stark rückläufige Infrastruktur im ländlichen Raum. Wenn beispielsweise Lotto Niedersachsen Verkaufsstellen schließe, dann sei davon garantiert nicht &#8220;die 35. Lotto-Stelle in der Stadt&#8221;, sondern die kleinen Lotto-Agenturen in den Dörfern betroffen. Timmermann hob hervor, das die meisten Menschen in Niedersachsen im ländlichen Raum und nicht in den Städten leben würden, die große Politik aber eher auf die Städte und Ballungsräume zugeschnitten seien. Timmermann lobte das Bürgerengagement zum Erhalt der Zukunftsfähigkeit in den Dörfern und warb für gut durchdachte wirtschaftliche Konzepte. Der NSGB-Präsident warb für mehr Behörden im ländlichen Raum, statt Behörden ausschließlich in den Städten.</p>
<p><strong>Günter Lühning,</strong> Sprecher des Dorfladen-Netzwerkes und Initiator des am 6.12.2000 gegründeten Bürger-Dorfladen in Otersen im Landkreis Verden berichtete von seiner 10-jährigen Erfahrung und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Landentwicklung und hob die vergleichsweise gute Förderung im Land Niedersachsen hervor. Lühning nannte Eckdaten der vorsichtig aufgestellten Machbarkeitsstudie für einen Bürger-Dorfladen in Steinau und emfahl als Rechtsform für einen Bürger-Dorfladen den genosschenschaftlich organisierten wirtschaftlichen Verein (w.V.), damit kein beteiligter Bürger ein persönliches Risiko eingehen müsse. Günter Lühning berichtete über Erfahrungen in Otersen und bei den Dorfläden in Süddeutschland. Den Steinauern empfahl er, beim Streben nach mehr Lebensqualität und Zukünftsfähigkeit für die Gemeinde nicht aufzugeben, schließlich hätten es die Menschen im ländlichen Raum selbst in der Hand, die Zukunft im eigenen Dorf positiv zu gestalten.</p>
<p><a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/audio46142-popup.html">Der 37-minütige Mitschnitt der fast einstündigen Live-Sendung von Radio Bremen  (ohne die Musikstücke während der Live-Diskussion) steht im Internet in der Mediathek von Radio Bremen zur Verfügung.</a></p>
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		<title>Richtfest beim „außergewöhnlichen Projekt“</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 07:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Otersen]]></category>

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		<description><![CDATA[Über 100 Bürger sind Bauherren – Viel Eigenleistung und Kapital Zimmermeister Gerrit Klockmann hielt hoch oben auf dem First des künftigen Dorfladens „von Bürgern für Bürger“ einen speziellen Richtspruch auf den „modernen Kaufmannsladen“, Bürgermeister Wolfgang Rodewald gratulierte zu einem „außergewöhnlichen Projekt“ und Vereinsvorsitzender Günter Lühning zog seinen Hut vor der tatkräftigen Unterstützung durch fleißige Bürger, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über  100 Bürger sind Bauherren – Viel Eigenleistung und  Kapital</strong></p>
<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/10/webRichtkranz.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1851" title="webRichtkranz" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/10/webRichtkranz-438x450.jpg" alt="webRichtkranz" width="263" height="270" /></a>Zimmermeister Gerrit Klockmann hielt hoch  oben auf  dem First des künftigen Dorfladens „von Bürgern für Bürger“ einen  speziellen Richtspruch auf den „modernen Kaufmannsladen“,  Bürgermeister Wolfgang Rodewald gratulierte zu einem „außergewöhnlichen  Projekt“ und Vereinsvorsitzender Günter Lühning  zog seinen Hut vor der tatkräftigen Unterstützung durch  fleißige Bürger, die bisher 40.000 Euro Eigenkapital aufgebracht und bereits 1.350 Stunden Eigenleistungen erbracht haben.<span id="more-1848"></span>Nach zwei gut besuchten  Bürgerversammlungen im Januar und  März wurde im Mai der neue wirtschaftliche Verein für den  Dorfladen gegründet, der inzwischen über 100 Mitglieder aus  Otersen und Wittlohe hat. Im Juni begann der Abriss eines Nebengebäudes  und das Entkernen des 1865 erbauten Häuslingshauses. Aufgrund des  Bauzustandes wurde das alte Fachwerk sorgfältig abgetragen  und bis zum Wiederaufbau gelagert. Der neue Dorfladen wird  in Holzrahmenbauweise errichtet. Während der Wiederaufbau  des alten Fachwerkhauses mit Satteldach errichtet wird, erhält  der Neubau ein nach Süden ausgerichtetes Pultdach, auf dem  eine Photovoltaik-Anlage zur Eigennutzung des Solarstroms installiert  werden soll. Neben den insgesamt 180 Quadratmeter Ladenfläche  zur Sicherung der Nahversorgung im Südteil der Gemeinde  Kirchlinteln (mitten in Niedersachsen) wird im 1999 errichteten Fachwerk-Anbau ein  70 qm großes Dorf- und Radler-Café mit Küche und Gäste-Toiletten errichtet und um Terrassen und Sommergarten  erweitert.</p>
<p>Das  Dorf-Café soll mit seinem Mehrgenerationen-Angebot zu einem Treffpunkt für die  Bevölkerung werden und kleine, kulturelle Veranstaltungen  ermöglichen. Das Radler-Café soll insbesondere den  Radtouristen eine neue Einkehrmöglichkeit bieten. „Das Café  wird zur Bereicherung des Aller-Radweges  werden, deshalb ist  das Projekt für die ganze Region von Bedeutung“, betonte Bürgermeister  Wolfgang Rodewald. Zimmermeister Gerrit Klockmann  lobte in seinem Richtspruch den Bauherren, der     „den Bau manierlich, mutig zum  Entstehen gebracht hat“ mit  Herz und Hand den Kontakt zur Kundschaft halten“. „Bauherren“  sind bei diesem „ehrgeizigen Projekt“  (so Bürgermeister  Wolfgang Rodewald) über 100 Mitglieder im Dorfladen-Verein.  Ebenso wie Zimmermeister Gerrit Klockmann trug Vereinsvorsitzender  Günter Lühning anlässlich des Richtfestes einen großen schwarzen Hut. Nachdem Gottes  Segen für den Dorfladen-Bau  erbeten wurde und eine Schnapsflasche auf  einem  Dachsparren zerschellt war, zog Günter Lühning seinen Hut  vor so viel beispielhaftem Bürger-Engagement. Er dankte den  Bürgern für Kapitalzahlungen, Eigenleistungen und zuge-    sagte  Mithilfe in Dorfladen und Café. Sein Dank galt auch Architekt  Otto Grote aus Luttum und seinem Team  sowie Maurermeister  Reiner Winkelmann aus Klein-Linteln und Zimmermeister  Gerrit Klockmann. Lühning warb um weitere Unterstützung und neue Mitglieder, denn   bis zur Eröffnung am 1. März 2011 liegen noch sehr  arbeitsreiche Monate vor uns“. „Ich bin wirklich beeindruckt vom  Bürger-Engagement in Otersen, beglückwünsche sie zu diesem  außergewöhnlichen Projekt und hoffe  auf ein positives Signal in die ganze Bevölkerung“, betonte Bürgermeister  Wolfgang Rodewald, bevor bei Würstchen und Bier zünftig  Richtfest gefeiert wurde.</p>
<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/10/Richtfest-beim-neuen-Dorfladen-Otersen_430.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1849" title="Richtfest beim neuen Dorfladen Otersen_430" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/10/Richtfest-beim-neuen-Dorfladen-Otersen_430.jpg" alt="Richtfest beim neuen Dorfladen Otersen_430" width="430" height="245" /></a></p>
<p><em>Bürgermeister Wolfgang Rodewald  (rechts)  war beeindruckt vom Bürger-Engagement  in Otersen. Vereinsvorsitzender Günter Lühning<br />
(links) dankte beim Richtfest den  engagierten Bürgern, Architekt Otto  Grote (2.v.r.), Maurermeister Reiner Winkelmann (5.v.r.) und<br />
Zimmermeister  Gerrit Klockmann (4.v.l.) für die gute Zusammenarbeit.</em></p>
<h2>Eigenleistungen für Dorfladen</h2>
<p>Otersen. (tl.) Das Richtfest für den  neuen Dorfladen nutzte 2. Vorsitzender Dieter  Bergstedt in seiner Funktion als Bauleiter, um die Bürger über den  weiteren Baufortschritt zu informieren. Der   Parkplatz mit 10 Kunden-Parkplätzen und die Terrassen sollen in Eigenleistung gepflastert  werden. Gleichzeitig  soll die Dämmung der Außenwände, der Innenausbau und das Eindecken der Dächer mit erheblichen Eigenleistungen ausgeführt  werden,  um  Kosten zu sparen. An jedem Freitag ab 17 Uhr und an jedem Sonnabend ab 8 Uhr werden Eigenleistungen  erbracht.</p>
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		<title>Der Friedhof als Kommunikationsort</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 05:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wendisch Evern. Die einen gehen einkaufen, andere müssen fahren. So auch die Einwohner von Wendisch Evern. Für jedes Brötchen, jedes Pfund Zucker und jede Rolle Klopapier müssen sie ins Auto steigen und in den Nachbarort brausen. Denn in Wendisch Evern selbst, gibt es schon seit Jahren keine Einkaufsmöglichkeit mehr. Ein Problem vor allem für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wendisch Evern. </em>Die einen gehen einkaufen,  andere müssen fahren. So auch die Einwohner von Wendisch Evern. Für  jedes Brötchen, jedes Pfund Zucker und jede Rolle Klopapier müssen sie  ins Auto steigen und in den Nachbarort brausen. Denn in Wendisch Evern  selbst, gibt es schon seit Jahren keine Einkaufsmöglichkeit mehr. Ein  Problem vor allem für den eingeschränkt mobilen Teil der Bewohner: Alte,  Kinder, Bedürftige.<span id="more-1821"></span></p>
<p>Das zu ändern, haben sich Bürgermeister Rainer Leppel  (SPD) und Meinhard Perschel, CDU-Ratherr im Lüneburger Kreistag, fest  vorgenommen. Zwar glänzt der Ort in der Samtgemeinde Ostheide mit  hübschen Vorgärten, adretten Häusern und blitzsauberen Straßen. Alles  andere jedoch fehlt: eine Sparkassenfiliale, die Post, eine Gaststätte,  ein Tante Emma Laden.</p>
<p>&#8220;Geblieben sind zwei Briefkästen und als  Kommunikationsort der Friedhof&#8221;, sagt Meinhard Perschel, selbst Bürger  von Wendisch Evern. Kurios: Trotz mangelhafter Grundversorgung wächst  das Dorf sogar. Deshalb sei es höchste Zeit zu handeln, so Perschel.</p>
<p>Die Infrastruktur nachhaltig zu verbessern, sei von  zentraler Bedeutung. Sie ermöglicht älteren Menschen, in ihrem Dorf alt  zu werden und sich selbstständig zu versorgen. Dorfläden sind ebenso wie  Kindergärten und Schulen ein wichtiges Kriterium für die Lebensqualität  in einer Kommune.</p>
<p>Den Dorfläden kommt dabei eine besondere Rolle zu. Sie  sind mehr als nur Einkaufsstätten, sie sind Orte der Begegnung und der  Kommunikation. Doch ist der Einzelhandel in kleineren Kommunen  rückläufig.</p>
<p>Wie wichtig so ein kleiner Dorfladen sein kann, zeigt  sich in Echem. Seit drei Jahren betreibt Gudrun Staschat in der  Bäckerstraße einen Krämerladen. Hier gibt es vieles, was man im  täglichen Einkaufsstress schnell mal vergisst: Zucker, Milch, Pralinen,  Trauerkarten, Waschmittel, Sauerfleisch, Kuchen, Brot und Brötchen,  Süßes, Herzhaftes und allerlei mehr. 2007 übernahm die 52-jährige  Hohnstorferin das verlassene Ladenlokal im Ortskern.</p>
<p>&#8220;Ich habe mit wenig angefangen&#8221;, sagt die ehemalige  Kassiererin eines Discounters in Lüneburg. In Echem wollte sie es  langsam angehen. Abwarten, was die Leute mögen. Staschat schaffte auch  ein Bügelbrett an, um sich mit Bügeln ein zweites finanzielles Standbein  für die schwächer ausgelastete Zeit am Nachmittag zu schaffen. Doch am  Eröffnungstag waren Brötchen, Brot und Kuchen bereits um sieben Uhr  ausverkauft, so dass ich nachbestellen mussten.&#8221;</p>
<p>Inzwischen floriert der konkurrenzlose Laden. Allein am  vergangenen Sonnabend registrierte Gudrun Staschat 179 Kunden,  Sonntagmorgen verkaufte sie 550 Brötchen. Auch wochentags brummt es im  Krämerladen. Mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß kommen die Kunden.  Sie springen auf einen Kaffee hinein, bestellen eine Mettwurst oder ein  Schweinefilet fürs Wochenende, decken sich mit Waren des täglichen  Bedarfs ein. Die sind nicht so teuer wie bei der Tankstelle, aber auch  nicht so billig wie beim Discounter. Doch dafür sparen die Dorfbewohner  Spritgeld oder andere Fahrtkosten.</p>
<p>&#8220;Der Dorfladen macht das Leben in Echem leichter&#8221;, sagt  eine Bürgerin. Eine andere schwärmt von der Zuverlässigkeit der  Inhaberin: &#8220;Sie besorgt alles. Frage ich morgens nach Tintenkillern für  die Kinder &#8211; nachmittags sind sie da.&#8221; Uwe Schmidt aus der Nachbarschaft  schätzt das Lädchen vor allem als kommunikativen Treffpunkt, wo viele  Leute aus dem Dorf gern ihr zweites Frühstück einnehmen.</p>
<p>Auch die Kinder des Dorfes lieben ihre &#8220;Bäckersfrau&#8221;. Bei  ihr üben sie das Einkaufen. Sie erwerben Brausebonbons und Eis, holen  die Sonntagsbrötchen oder wechseln Geld für den Kaugummiautomaten. &#8220;Wo  sollen sie das heute noch lernen, wenn nur noch Discounter angefahren  werden?&#8221;, fragt Gudrun Staschat. Sie arbeitet viel und das mit Freude.  46 Stunden sind es mindestens, die sie pro Woche im Laden verbringt. Hat  ihre Aushilfe Urlaub, kommen weitere zehn dazu. So viel Zuspruch hätte  sie nie erwartet.</p>
<p>Rainer Leppel und Meinhard Perschel haben vieles  versucht, auch Supermarktbetreiber aus Nachbarorten angesprochen. Dabei  mussten sie erfahren, &#8220;dass Ortschaften unter 2000 Einwohnern als  Standort für die großen Supermarktketten nicht interessant sind&#8221;, sagt  Bürgermeister Leppel. Die gebe es halt in Lüneburg, dem benachbarten  Barendorf und Deutsch Evern.</p>
<p>Seit Generationen waren die Dörfer Niedersachsens geprägt  von Eigenständigkeit in ihrer Grundversorgung. Vom Rückzug des  Einzelhandels aus dem ländlichen Raum sind inzwischen acht Millionen  Menschen betroffen. Die Kilometerzahl für Einkaufsfahrten verdoppelte  sich von 1982 zu 2002 von 219 auf 444 Millionen Kilometer. Dies geht aus  einer 2005 veröffentlichten Studie des Berliner Instituts für  ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) hervor. Eine Alternative zu den  selbstständig geführten Dorfläden sind die in Niedersachsen geförderten  gemeinschaftlich betriebenen Läden, die sogenannten Nachbarschaftsläden.  Auch das können sich Rainer Leppel und Meinhard Perschel für Wendisch  Evern vorstellen.</p>
<p>Quelle: Hamburger Abendblatt &#8211; 21.9.2010 &#8211; Von Martina Brinkmann</p>
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