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	<title>Dorfladen-Netzwerk &#187; Gröll</title>
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	<description>Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum</description>
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		<title>Dorfladen in Riedbach auf dem besten Weg</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 17:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<description><![CDATA[Kleinsteinach (Gemeinde Riedbach). Rügheim hat einen, ebenso  wie Prappach oder Jesserndorf. In einigen Ortschaften gibt es ihn noch,  den guten alten Dorfladen &#8211; aber man muss schon suchen, es werden immer  weniger. Im Zeitalter moderner Supermärkte und Discounter mit  fußballfeldgroßen Flächen scheint kein Platz mehr Tante-Emma-Läden. In  Kleinsteinach haben nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size: 15px;"><!-- Vorspann/Lead/Einleitungssatz -->Kleinsteinach (Gemeinde Riedbach). Rügheim hat einen, ebenso  wie Prappach oder Jesserndorf. In einigen Ortschaften gibt es ihn noch,  den guten alten Dorfladen &#8211; aber man muss schon suchen, es werden immer  weniger. Im Zeitalter moderner Supermärkte und Discounter mit  fußballfeldgroßen Flächen scheint kein Platz mehr Tante-Emma-Läden. In  Kleinsteinach haben nun die Bürgerinnen und Bürger das Heft in die Hand  genommen und wollen in Eigeninitiative ihren eigenen Dorfladen  betreiben.<span id="more-1608"></span><strong><span>Gründungversammlung </span>Ein  Kaufladen mit Cafe, Poststelle  und Paketdienst &#8211; von den Bürgern für  die Bürger. </strong></div>
<p>Ein Dorf ohne Wirtschaft und Kaufladen war früher wie  ein Auto ohne Räder. Inzwischen ist das fast schon der Normalfall. In  Kleinsteinach sorgte die Bäckerei Triebel seit vielen Jahrzehnten für  frische Backwaren und für das, was man schnell mal braucht. Als vor  einiger Zeit Horst Triebel ankündigte, zum 31. Juli seine Backstube zu  schließen, erschien das als endgültiges Aus.</p>
<p>Nun darf man hoffen,  dass es weitergeht. Am Freitagabend hatte der zwölfköpfige Arbeitskreis  (AK) &#8220;Dorfladen Riedbach&#8221; die Bevölkerung zu einer Versammlung  eingeladen. Dieser Aufruf stieß nicht auf taube Ohren, denn über 70  Interessierte hatten den Weg ins Sportheim gefunden. Im Anschluss an die  Informationsveranstaltung gründeten 62 Frauen und Männer ihren  &#8220;Riedbacher Dorfladen&#8221;.</p>
<p>Damit es überhaupt soweit kommen konnte,  musste der AK eine Menge Vorarbeit leisten. Wie Georg Lindner  berichtete, treffen sich seit fast einem halben Jahr die Mitglieder des  AK im wöchentlichen Rhythmus, um das Projekt anzuschieben. Ihre Vision:  In Riedbach soll ein Dorfladen entstehen, der weit mehr ist als nur ein  Einkaufsmarkt. Von den Bürgern für die Bürger.</p>
<p>Neben frischen,  bezahlbaren und möglichst regionalen Produkten soll es ein sozialer  Treffpunkt werden für Jung und Alt &#8211; mit Stehcafe, Paketdienst,  Reinigungsannahme, Poststelle, Lottoannahme und Lieferservice. Senioren-  und behindertengerecht. Angepeilt sind Öffnungszeiten von sechs Uhr  früh bis abends um sieben. Das Grundkapital für Ausstattung und Betrieb  soll von den Bürgern selber aufgebracht werden und wirtschaftlich will  man keinen Profit, aber eine &#8220;schwarze Null&#8221; erzielen. Sogar einige  Arbeitsplätze könnten entstehen.</p>
<p>Klingt fast zu schön, um wahr zu  sein. Im ganzen Landkreis gibt es noch nichts Vergleichbares. Aber  wollen die Riedbacher das überhaupt? Um darauf eine Antwort zu kriegen,  verteilte der AK Fragebögen an alle 667 Haushalte. Von den über 200  Bögen, die zurück kamen, bekundeten rund 80 %, dass sie den Laden nutzen  würden.</p>
<p>Bürgermeisterin Birgit Bayer und ihrer Stellvertreterin  Elke Heusinger ist das Vorhaben eine Herzensangelegenheit. Und so  beauftragte der Gemeinderat im Mai den <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/?s=Gr%C3%B6ll"><strong>Unternehmensberater Wolfgang  Gröll </strong></a>mit einer Machbarkeitsstudie.</p>
<div id="attachment_1611" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/06/f4f9a3df10.jpg"><img class="size-full wp-image-1611" title="f4f9a3df10" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/06/f4f9a3df10.jpg" alt="f4f9a3df10" width="200" height="126" /></a><p class="wp-caption-text">Als der Unternehmensberater Wolfgang Gröll die rechtlichen Grundlagen erläutert, sind die Kleinsteinacher ganz Ohr. 62 der Gäste trugen sich als Gründungsmitglieder des Riedbacher Dorfladens ein. Foto: Wagner</p></div>
<p>Nach den Analysen des  Experten stellt sich die Ausgangssituation so dar: Auf der geplanten  Verkaufsfläche von 140 qm soll ein Jahresumsatz zwischen 250.000 und  400.000 Euro erwirtschaftet werden, das entspricht einem  durchschnittlichen Tagesumsatz von 860 Euro. Für Einrichtung,  Ausstattung und Waren müssen rund 35.000 Euro investiert werden. Dieses  Geld soll von den Bürgern kommen, die sich an &#8220;ihrem&#8221; Laden mit einer  Mindesteinlage von 200 Euro beteiligen können.</p>
<p>Um auch die nötigen  Formalien &#8220;rüberzubringen&#8221;, hatte man mit Gröll einen Insider geholt.  Der eloquente Berater aus Starnberg in Oberbayern hat schon an die 100  Dorfläden aus der Taufe gehoben. Die meisten im süddeutschen Raum,  etliche auch in den neuen Bundesländern. Über 90 % davon, betonte er,  &#8220;laufen gut&#8221;.</p>
<p>Unschwer war zu erkennen, dass Gröll das  Gründungsprozedere nicht zum ersten Mal durchexerzierte. Kompetent,  professionell, zügig und mit viel Übersicht erläuterte der Fachmann die  rechtliche Seite, die sich eng an den Genossenschaftsgedanken und der  sog. &#8220;Mini-GmbH&#8221; anlehnt. Jeder haftet &#8211; wenn alles schiefgeht &#8211; nur mit  dem Betrag, den er einbringt.</p>
<p>Dann wurden  Nägel mit Köpfen  gemacht.  62 Personen entschlossen sich an diesem Abend,  Gründungsmitglieder zu werden. Sie bringen 14.500 Euro ein &#8211; die werden  aber erst dann fällig, wenn feststeht, dass der Laden tatsächlich läuft.</p>
<p>Dafür müssen noch etliche begeistert werden, denn der wirkliche  Startschuss fällt, sobald die Summe der Einlagen etwa 30.000 Euro  beträgt. Möglichst viele sollen noch auf den Dorfladenzug aufspringen.  Entsprechende Verträge sind in der Bäckerei Triebel, bei den  Bürgermeistersprechstunden und bei den Beiräten erhältlich.</p>
<p>Unter  Leitung von Bürgermeisterin Birgit Bayer erfolgte die Wahl von 15  Beiräten aus den Reihen der Gesellschafter. Georg Lindner, Elke  Heusinger, Nicole Kerzinger, Martin Heusinger,k Antje Heusinger, Renate  Maier, Horst Triebel, Michael Hofmann, Bianca Müller, Dirk Sauer,  Brigitte Guerra, Doris Hochrein, Thomas Schmitt, Uta Albert und Ulli  Schuhmann werden das Projekt weiter vorantreiben.</p>
<p>Wenn alles  klappt, soll im August und September umgebaut werden und möglicherweise  kann man im Oktober schon die Eröffnung feiern. Mit ihrem Verhalten  haben die Kleinsteinacher bewiesen, dass man mehr machen kann als  jammern und klagen. Ihre Tatkraft und Zivilcourage, ihr Einfallsreichtum  und Zusammenhalt könnten durchaus zur Nachahmung anregen. Sicher, es  ist ein Experiment, mit noch unsicherem Ausgang. Einen Versuch ist es  allemal wert.</p>
<p>Quelle: inFranken.de -<strong><span> </span> </strong>12.06.10  <span>Von:  Manfred Wagner</span></p>
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		<title>Neuer Netzwerk-Partner: Wolfgang Gröll</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 18:53:42 +0000</pubDate>
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Unternehmensberater Wolfgang Gröll ist seit über 20 Jahren in der Beratung tätig und hat mehr als 800 Lebensmittel-fachgeschäfte beraten, darunter zahlreiche Dorfläden, Marktläden und Nachbarschaftsläden. Wolfgang Gröll hat mehrere Erfa-Tagungen geleitet, bei Vortragsveranstaltungen mitgewirkt und Seminare durchgeführt. Wir begrüßen Herrn Wolfgang Gröll als Partner im Dorfladen-Netzwerk. Alle Informationen zur Unternehmensberatung und den Nahversorgungskonzepten von Wolfgang [...]]]></description>
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<dl id="attachment_1493" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/04/Wolfgang-Groell_Logo160.jpg"><img class="size-full wp-image-1493" title="Wolfgang Groell_Logo160" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/04/Wolfgang-Groell_Logo160.jpg" alt="newWAY-Logo" width="160" height="86" /></a></dt>
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<p>Unternehmensberater Wolfgang Gröll ist seit über 20 Jahren in der Beratung tätig und hat mehr als 800 Lebensmittel-fachgeschäfte beraten, darunter zahlreiche Dorfläden, Marktläden und Nachbarschaftsläden. Wolfgang Gröll hat mehrere Erfa-Tagungen geleitet, bei Vortragsveranstaltungen mitgewirkt und Seminare durchgeführt. <span id="more-1497"></span>Wir begrüßen Herrn Wolfgang Gröll als Partner im Dorfladen-Netzwerk. Alle Informationen zur Unternehmensberatung und den Nahversorgungskonzepten von Wolfgang Gröll finden Sie auf unserer <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wolfgang-groell/">Internetseite</a></p>
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		<title>SDL-Seminar: Den Laden im Dorf lassen</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 06:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[In immer mehr Dörfern werden dank privater  Initiativen wieder Dorfläden gegründet. „Diese Initiativen schließen die  Lücken, die der Strukturwandel in den dörflichen Alltag gerissen hat.  Egal ob für Jung oder Alt, Dorfläden dienen nicht nur als  Einkaufsstätten, sondern sind ein sozialer Mittelpunkt des Dorfes, oft  der einzige“, so Gerlinde Augustin, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="articleContent">In immer mehr Dörfern werden dank privater  Initiativen wieder Dorfläden gegründet. „Diese Initiativen schließen die  Lücken, die der Strukturwandel in den dörflichen Alltag gerissen hat.  Egal ob für Jung oder Alt, Dorfläden dienen nicht nur als  Einkaufsstätten, sondern sind ein sozialer Mittelpunkt des Dorfes, oft  der einzige“, so Gerlinde Augustin, Geschaftsführerin der SDL  Thierhaupten.  Bestehende Dorfläden sehen sich aber immer wieder mit  Problemen konfrontiert. „Nachbarschaftsläden erfolgreich führen“ lautete  daher das Seminar der Schule der Dorf- und Landentwicklung, das  speziell für aktive Geschäftsführer und leitende Angestellte der  Dorfläden angeboten wird. Vertreter von Dorfläden aus ganz Bayern trafen  sich kürzlich in Hurlach, Landkreis Landsberg, zum Erfahrungsaustausch  und zur Weiterbildung.<span id="more-1481"></span><strong>Neue Ideen sammeln</strong></p>
<p>Wie kann mein Dorfladen langfristig attraktiv bleiben? Wie muss er  organisiert werden, um seine Existenz zu festigen? Diesen Fragen wurde  im Seminar nachgegangen. So wurden neue Ideen, wie Regalpatenschaften im  Dorfladen Windach, die Erstellung eines Geschenkkorbs mit regionalen  Produkten in Jedesheim oder der Bücherverkauf im Dorfladen Hurlach mit  großem Interesse den anderen Teilnehmer vorgestellt. Sowohl „Neulinge“,  deren Eröffnung noch bevorsteht, als auch erfahrene Dorfladenleiter  konnten sich hierbei Anregungen für ihre eigenen Läden holen.</p>
<p><strong>Trend zu regionalen Produkten</strong></p>
<p>„Die Vermarktung regionaler Produkte wird immer wichtiger“, meint  Seminarleiter Wolf-gang Gröll. Dienten früher die Dorfläden besonders  der Nahversorgung, so sind die neueren Dorfläden vor allem auch auf  Regionalisierung polarisiert. Denn diese Angebote stellen einzigartige  Verkaufsargumente gegenüber den großen Supermärkten dar. Hierbei wird  auch der Preis der Ware für die Kunden uninteressanter. Viel wurde über  Öffentlichkeitsarbeit und Werbung diskutiert. Bei aller Konkurrenz,  steter Tropfen höhlt den Stein, das gilt auch für die Werbung im  Dorfladen.</p>
<p>Dass regionale Produkte immer gefragter werden, bewies am Nachmittag die  Exkursion zum Schererhof in Schmiechen. Seit 1992 werden dort Nudeln  mit Eiern aus der Selbstproduktion hergestellt. Was damals mit dem  Verkauf vor der Haustüre begann, hat bis heute ein wesentlich größeres  Ausmaß angenommen. Acht Teilzeitjobs sind bis heute auf dem Hof  entstanden. Im heutigen Dorfladen findet man nun verschiedenste  Nudelsorten- von Dinkel- bis Zimtnudeln. Auch selbstgemachte Liköre,  Pesto und Marmeladen werden dort zum Verkauf angeboten und sogar  deutschlandweit verkauft.</p>
<p><strong>Verpflichtung zur betrieblichen Eigenkontrolle</strong></p>
<p>Herr Walter Eberl vom Landratsamt Landsberg und Herr Ahlborn,  Schädlingsbekämpfer, informierten am zweiten Tag des Seminars über  Hygiene und Lebensmittelüberwachung im Dorfladen. Denn jeder Dorfladen  ist zur betrieblichen Eigenkontrolle verpflichtet. Darunter fallen  Reinigungs- und Desinfektionspläne der Räume, Temperaturkontrollen,  Wareneingangskontrollen und Schädlingsbekämpfung.</p>
<p><strong>Produkte mit Seele</strong></p>
<p>„Wir machen das selbst“ – dieses Markenkonzept stellte Gunnar Matysiak  den Teilnehmern vor. „Der Kunde erwartet ein besonderes  Einkaufserlebnis“, so der Referent. Dies setzen viele Läden schon um und  ist besonders für  die Dorfläden überlebenswichtig. Die Marke „Wir  machen das selbst“ gibt anonymen Produkten eine Seele. Auf dem Etikett  werden Geschichten über Erzeuger und Herstellung der Produkte erzählt.  Das bindet den Kunden an das Produkt und verstärkt die Kundentreue.</p>
<p><strong>„Store Check“ im Dorfladen Hurlach</strong></p>
<p>Den Abschluss des Seminars bildete der Store-Check des Dorflades in  Hurlach. In den verschiedensten Kategorien, von Obst-Auslage bis  Eingangsbereich, wurde der Dorfladen von den anderen Teilnehmern genau  unter die Lupe genommen. „ Hurlach hat den schönsten Dorfladen, den ich  kenne“, sagte begeistert eine Teilnehmerin. Gelobt wurden besonders die  große Bewegungsfreiheit und die behindertengerechte Gestaltung. Zudem  sind die Waren sehr übersichtlich angeordnet. Der Ladenvermittelt einen  sehr gepflegten Eindruck. Der Dorfladen Hurlach wird von der SDL mit dem  Prädikat „ hervorragend“ ausgezeichnet.</p>
<p>Auch für Bürgermeister Wilhelm Böhm ist der Dorfladen ein voller Erfolg.  „Er ist zum Aushängeschild der Gemeinde geworden. Es ist ein richtiges  wir-Gefühl durch den Dorfladen entstanden“, erzählt er stolz. Am Ende  des Seminars bedankten sich alle Teilnehmer spontan beim Veranstalter  für die Tagung, die vielen Tipps, wertvollen Impulse und Ideen.</p>
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		<title>Berater Wolfgang Gröll: Machtbarkeitsstudie und Soll-Ist-Vergleich</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 21:42:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei der Gründung von Dorfläden oder &#8220;Bürgerläden&#8221; hat sich Unternehmensberater Wolfgang Gröll nicht nur in Bayern einen Namen gemacht. Wolfgang Gröll berät Gemeinden und Bürgergesellschaften, hält Vorträge in Bürgerversammlungen, erstellt Machbarkeitsstudien und führt nach der Eröffnung einen Soll-Ist-Vergleich durch. In einem Interview beantwortete Wolfgang Gröll die Fragen von www.dorfladen-netzwerk.de.Frage: Herr Gröll, in Deutschland boomt die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Gröll_2_500.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1326" title="Wolfgang Gröll" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Gröll_2_500-396x450.jpg" alt="Wolfgang Gröll_2_500" width="238" height="270" /></a>Bei der Gründung von Dorfläden oder &#8220;Bürgerläden&#8221; hat sich <strong>Unternehmensberater Wolfgang Gröll</strong> nicht nur in Bayern einen Namen gemacht. Wolfgang Gröll berät Gemeinden und Bürgergesellschaften, hält Vorträge in Bürgerversammlungen, erstellt Machbarkeitsstudien und führt nach der Eröffnung einen Soll-Ist-Vergleich durch. In einem <strong>Interview</strong> beantwortete Wolfgang Gröll die <strong>Fragen von www.dorfladen-netzwerk.de</strong>.<span id="more-1324"></span><em>Frage: Herr Gröll, in Deutschland boomt die Neugründung von Dorfläden durch Gemeinden und engagierte Bürgergesellschaften. Welche Gründe gibt es für diesen Gründungs-Boom?</em></p>
<h3 style="text-align: center;">90 % der Dorfläden erfolgreich<em><br />
</em></h3>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Die Bevölkerung hat in dem Modell des &#8220;Bürgerladens&#8221; aufgrund der bisherigen Erfolgsquote Vertrauen gewonnen. Derzeit überleben 90 % der bereits gegründeten Dorfläden und davon wiederum 100 % der in den letzten drei Jahren neugegründeten Dorfläden. Auch ist der Erfahrungsaustausch in Bayern sehr eng&#8221;.</p>
<p><em>Frage: Wie viel Einwohner sollte ein Dorf &#8211; wie viel qm Ladenfläche sollte ein Dorfladen haben, damit sich ein Dorfladen auch wirtschaftlich lohnt?</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Dies lässt sich nicht pauschalieren. Es gibt sehr erfolgreiche Dorfläden mit 25 qm wie auch mit 600 qm Verkaufsfläche. Ich bin der Meinung, dass gerade bei der Flächendiskussion viele Fehler gemacht werden. Ich weiss auch, dass gerade die Nationalfilialisten wie REWE und EDEKA gerne diese Flächendiskussion aufgreifen&#8221;.</p>
<p><em>Frage: Gibt es eine weitere Voraussetzungen und Erfolgsrezepte, damit ein kleines Lebensmittelgeschäft auf Dauer erfolgreich betrieben werden kann?</em></p>
<h3 style="text-align: center;">Regionalität, Persönlichkeit, kleines Café</h3>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind derzeit die Regionalität, die Persönlichkeit der Mitarbeiterinnen sowie nett eingerichtete kleine Cafés mit 4 bis 10 Sitzplätzen.</p>
<p><em>Frage: Welche Rechtsform empfehlen Sie den Bürgergesellschaften in Süddeutschland?</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Die meist genutzte Rechtsform ist derzeit noch die Genossenschaft. Die Genossenschaft hat einen riesen Vorteil gegenüber den anderen Alternativen. Sie sieht ein Kopf-Stimmrecht vor. Das heisst, nicht das eingelegte Kapital der Gesellschafter bzw. Mitglieder ist entscheidend, sondern jedes Mitglied hat nur eine Stimme. Auch kann über Kapital -wie dies bei einer GmbH der Fall ist- keine mittelbare Macht auf den Dorfladen ausgeübt werden. Dies wird dann klar, wenn ein Gründungskapital von z.B. 30.000 € benötigt wird und eine bzw. wenige Personen das wesentliche Kapital einer GmbH von 25.000 € stellen. Hier merken wir nach einiger Zeit (meist nach 2 bis 3 Jahren nach der Gründung), dass die anfängliche Motivation der Mitglieder spürbar nachlässt und nicht selten die Kapitalmacht der wenigen Personen der GmbH dies auch deutlich nach aussen lebt&#8221;.</p>
<p><em>Frage: Welche Vorteile hat die &#8220;Analog-Genossenschaft&#8221; im Vergleich zu a.) einer GmbH und b.) zu einer Genossenschaft eG?</em></p>
<h3 style="text-align: center;">Kostengünstige &#8220;Analog-Genossenchaften&#8221;</h3>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Zunächst wurde in der Analog-Genossenschaft alle Elemente der Genossenschaft 1:1 übernommen. Der wesentliche Vorteil liegt darin, dass diese Gesellschaft sehr schnell gegründet werden kann und diese auch -nicht wie bei der Genossenschaft mit 3 Aufsichtsratsmitgliedern und 2 Vorständen- mit weniger Personen im Aufsichtsrat und Vorstand bzw. der Geschäftsführung geführt werden kann. Auch sind die Gründungskosten weit aus geringer und es besteht auch keine Prüfpflicht vom Genossenschaftsverband.</p>
<p><em>Frage: Welche Tipps geben Sie hinsichtlich der Laden-Gestaltung und Inneneinrichtung?</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Alle Läden, die ich bisher begleitet habe, wurden von den &#8220;Laien&#8221; selbst geplant und gestylt. Damit erhält jeder Dorfladen seine persönliche und individuelle Note. Selbstverständlich achten wir stets auf die Grundelemente der Planung. Einfach gesagt: Wir liefern das Skelett und die Bürger vor Ort setzen das Fleisch dazu. Damit erhält jeder Laden sein eigenes Gesicht&#8221;.</p>
<div id="attachment_1327" class="wp-caption alignleft" style="width: 255px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Gröll_1_500.jpg"><img class="size-full wp-image-1327  " title="Wolfgang Gröll" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Gröll_1_500.jpg" alt="Unternehmensberater Wolfgang Gröll hat sich auf Dorf- und Bürgerläden spezialisiert" width="245" height="330" /></a><p class="wp-caption-text">Unternehmensberater Wolfgang Gröll hat sich auf Dorf- und Bürgerläden spezialisiert</p></div>
<p><em>Frage: Die Personalkosten sind ein bedeutender Kostenfaktor für einen Dorfladen. Haben Sie eine Empfehlung?</em></p>
<h3 style="text-align: center;">Veredelung, höhere Handelsspannen und bessere Profilierung<em><br />
</em></h3>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Zunächst möchte ich die Personalkosten ins richtige Licht rücken. Wir begleiten Dorfläden mit einer Personalaufwandsquote von 18 % sowie mit einer Quote von 7 % des Jahresumsatzes. Entscheidend ist nicht immer, das niedrige Kosten erzielt werden. Entscheidend ist die Wertschöpfung vor Ort. Beide Modelle können einen ausreichenden Überschuss erwirtschaften. Der Unterschied liegt im Wesentlichen an den Veredelungsideen der Mitarbeiterinnen. Entsprechend können die Geschäfte mit einer höheren Personalaufwandsquote durch Veredelung von Waren (z.B. belegte Brötchen, Snacks) auch eine höhere Handelsspanne erwirtschaften. Vorteil einer höheren Handelsspanne ist in der Regel, dass diese Geschäfte auch eine bessere Profilierung gegenüber ihren Wettbewerbern erreichen&#8221;.</p>
<p><em>Frage: Für welche Aufgaben im Dorfladen-Betrieb sind ehrenamtliche Helfer empfehlenswert? </em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Grundsätzlich werden alle Arbeiten im Dorfladen immer ortsüblich bezahlt. Ehrenamtliche Aufgaben werden -meist beid en Genossenschaften- im Bereich der Vorstands- und Aufsichtsratsämter erbracht&#8221;.</p>
<p><em>Frage: Warum sollten sich Bürger mit Eigenkapital (z.B. 200 € für einen Anteil) am örtlichen Dorfladen beteiligen und sich ein Stück Lebensqualität vor Ort sichern?</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Weils einfach Spass macht. Im Ernst: weil hiermit auch wieder Dorfläden an schwierigen Lagen aufgebaut werden. Die Akzeptanz eines gemeinschaftlich finanzierten Dorfladens ist in der Bevölkerung weitaus höher&#8221;.</p>
<p><em>Frage: Viele Großhandlungen bieten auch eine betriebswirtschaftliche Beratung an. Welchen Vorteil hat es, einen unabhängigen Berater wie Sie zu engagieren. Sie kosten ja auch Geld?!?</em></p>
<h3 style="text-align: center;">Unabhängige Beratung, Begleitung und geringe Ausfallquote<em><br />
</em></h3>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wolfgang Gröll:</span> &#8220;Unser oberster Grundsatz ist es, dass das investierte Geld in unsere Leistungen in der Regel schon zu Beginn des Gründungsprozesses erwirtschaftet ist. Zum einem beinhaltet unsere Begleitung die juristische Arbeit in Kooperation mit ausgewählten Fachanwälten und zum anderen begleiten wir die Prozesse im Wesentlichen in der Umsetzung. So fahren wir mit zu den Lieferanten und verhandeln die Lieferverträge mit aus. Hier erzielen wir sehr oft weitaus bessere Konditionen als die Lieferanten zunächst anbieten. Hier sehen Sie schon die erste Interessenkollision mit der in Anspruch genommenen Beratungsleistung der Lieferanten zur zukünftigen Zusammenarbeit im Laden. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Zusammenstellung des Sortimentes. Da in der Regel der Schwerpunkt des Sortimente die Region darstellt, zeigt sich auch hier, dass dies nicht immer im Interesse einzelner Lieferanten liegen dürfte. Selbstverständlich nutzen wir die Potenziale aller Prozessbeteiligten. So werden die Ladenplanungen grundsätzlich auch von den Lieferanten erstellt. Unsere Arbeit muss neutral und unabhängig sein, sonst würden wir auch nicht bis zu 70% bzw. teilweise bis zu 90% gefördert werden. Die Eigenleistung liegt in der Regel in der Größenordnung einer Machbarkeitsstudie. Die Begleitung erfolgt bis zum ersten Soll-Ist-Vergleich, der ca. 1 bis 6 Monate nach der erfolgten Eröffnung durchgeführt wird. Nur so können wir garantieren, dass die Ausfallquote der Dorfläden so gering bleibt&#8221;.</p>
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		<title>newWAY Dymamik &amp; Nahversorgungskonzepte Wolfgang Gröll</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 16:45:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ 
Unternehmensberater Wolfgang Gröll ist seit über 20 Jahren in der Beratung tätig und hat mehr als 800 Lebensmittel-fachgeschäfte beraten, darunter zahlreiche Dorfläden, Marktläden und Nachbarschaftsläden. Wolfgang Gröll hat mehrere Erfa-Tagungen geleitet, bei Vortragsveranstaltungen mitgewirkt und Seminare durchgeführt.
Wir begrüßen Herrn Wolfgang Gröll als Partner im Dorfladen-Netzwerk.

Wolfgang Gröll
Kempfenhauser Straße 11
82335 Berg
Mobil: 0171-684 76 49
Telefax 08151 &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_1327" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><strong><strong><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Gröll_1_500.jpg"><img class="size-medium wp-image-1327 " title="Wolfgang Gröll" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Gröll_1_500-333x450.jpg" alt="Unternehmensberater Wolfgang Gröll hat sich auf Dorf- und Bürgerläden spezialisiert" width="200" height="270" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Unternehmensberater Wolfgang Gröll hat sich auf Dorf- und Bürgerläden spezialisiert</p></div>
<p><strong>Unternehmensberater Wolfgang Gröll</strong> ist seit über 20 Jahren in der Beratung tätig und hat mehr als 800 Lebensmittel-fachgeschäfte beraten, darunter zahlreiche Dorfläden, Marktläden und Nachbarschaftsläden. Wolfgang Gröll hat mehrere Erfa-Tagungen geleitet, bei Vortragsveranstaltungen mitgewirkt und Seminare durchgeführt.</p>
<p>Wir begrüßen Herrn Wolfgang Gröll als Partner im Dorfladen-Netzwerk.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Groell_Beratungsexpose5-Kopie.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1486" title="Wolfgang Groell_Beratungsexpose5 Kopie" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Groell_Beratungsexpose5-Kopie.jpg" alt="Wolfgang Groell_Beratungsexpose5 Kopie" width="520" height="735" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wolfgang Gröll</strong></p>
<p style="text-align: center;">Kempfenhauser Straße 11</p>
<p style="text-align: center;">82335 Berg</p>
<p style="text-align: center;">Mobil: 0171-684 76 49</p>
<p style="text-align: center;">Telefax 08151 &#8211; 97 93 90</p>
<p style="text-align: center;">eMail: wimgroell@t-online.de</p>
<p>Unternehmensberater Wolfgang Gröll berät und begleitet Lebensmittel-Einzelhändler und Dorfladen-Bürgergesellschaften bei der Gründung, Eröffnung und erfolgreichen Führung von Lebensmittel-Einzelhandelsgeschäften zur Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum.</p>
<p>Wolfgang Gröll ist bei der KfW zugelassener Berater für das geförderte Gründungscoaching.</p>
<p>Das 5-seitige Beratungsexpose stellen wir als PDF-Datei (412 kb) zum Herunterladen zur Verfügung (bitte anklicken). <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Groell_Beratungsexpose.pdf">Wolfgang Groell_Beratungsexpose</a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Groell_Beratungsexpose_Titel_650.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1488" title="Wolfgang Groell_Beratungsexpose_Titel_650" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/Wolfgang-Groell_Beratungsexpose_Titel_650.jpg" alt="Wolfgang Groell_Beratungsexpose_Titel_650" width="520" height="735" /></a></p>
<p><center><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/lpsWykkJEno&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/lpsWykkJEno&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><center</b></p>
<p><strong>Video: Boom trotz Flaute – Die Rückkehr zum Dorfladen</strong></p>
<p>Während Aktienkurse purzeln und Banken pleite gehen, boomt ein lang vergessenes Geschäftsmodell: Der Dorfladen. Fast 300 davon gibt es mittlerweile in Bayern. Das Bayerische Fernsehen war unterwegs mit Unternehmensberater Wolfgang Gröll, der die gewinnbringende Branche in flauen Zeiten entdeckt hat.</p>
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		<title>Dorfladen aus der Taufe gehoben</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/12/dorfladen-aus-der-taufe-gehoben/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 07:23:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gröll]]></category>
		<category><![CDATA[Neugründung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsform]]></category>

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		<description><![CDATA[Gmund &#8211; Das Projekt Dorfladen Gmund nimmt konkrete Formen an. 100 Dorfläden hat er bereits auf die Beine geholfen, 20 Projekte befinden sich unter seiner Regie derzeit in der Startphase. Was Wolfgang Gröll (44) am Freitagabend im Gmunder Gasthof am Gasteig erlebte, war aber selbst für den Experten Applaus wert: 33 Bürger zeichneten Anteile im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gmund &#8211; Das Projekt Dorfladen Gmund nimmt konkrete Formen an. 100 Dorfläden hat er bereits auf die Beine geholfen, 20 Projekte befinden sich unter seiner Regie derzeit in der Startphase. Was Wolfgang Gröll (44) am Freitagabend im Gmunder Gasthof am Gasteig erlebte, war aber selbst für den Experten Applaus wert: 33 Bürger zeichneten Anteile im Wert von 7300 Euro.<span id="more-1227"></span></p>
<div><a href="http://www.merkur-online.de/bilder/2009/12/06/549983/799975302-4906934_534.9.jpg"><img class="alignleft" title="Der Vertrag steht, viele Bürger machen mit. Peter Schwarzfischer, Wolfgang Gröll und Johann Schmid freuen sich über den gelungen Start des Projekts Dorfladen. Foto: Leder" src="http://www.merkur-online.de/bilder/2009/12/06/549983/799975302-4906934_534.9.jpg" alt="Der Vertrag steht, viele Bürger machen mit. Peter Schwarzfischer, Wolfgang Gröll und Johann Schmid freuen sich über den gelungen Start des Projekts Dorfladen. Foto: Leder" width="285" height="214" /></a>Der Vertrag steht, viele Bürger machen mit. Peter Schwarzfischer, Wolfgang Gröll und Johann Schmid freuen sich über den gelungen Start des Projekts Dorfladen. Foto: Leder</div>
<p>100 Dorfläden hat er bereits auf die Beine geholfen, 20 Projekte befinden sich unter seiner Regie derzeit in der Startphase. Was Wolfgang Gröll (44) am Freitagabend im Gmunder Gasthof am Gasteig erlebte, war aber selbst für den Experten Applaus wert: 33 Bürger zeichneten Anteile im Wert von 7300 Euro. Zugleich gründeten sie einstimmig eine Mini-GmbH und erlebten damit die Geburtsstunde ihres Dorfladens am Ludwig-Erhard-Platz.</p>
<p>Viel Vorarbeit hatte der Arbeitskreis Dorfladen in den vergangenen anderthalb Jahren geleistet. Infofahrten zu bestehenden Dorfläden, die Erarbeitung eines Verbraucher-Fragebogens, Verhandlungen mit dem Besitzer des rund 175 Quadratmeter großen Ladens am Ludwig-Erhard-Platz gehörten ebenso dazu, wie die Erarbeitung des Gesellschaftervertrags.</p>
<p>Jeder Anteilszeichner hat nur das Risiko von 200 Euro. Sollte der Laden Gewinn erzielen, wird jeder Gesellschafter nach Abzug von Rücklagen daran aber auch beteiligt. Den auf drei Jahre gewählten Aufsichtsrat der Dorfladen Gmund UG bildet das bereits im Arbeitskreis engagierte Trio Claudia Hofmann, Johann Schmid und Peter Schwarzfischer. Das Geschäft mit verstärkt regionalen Produkten im Angebot, soll sich auch zum Treffpunkt für die Bürger entwickeln und von Bürgern selbst organisiert werden. Etwa 35 000 Euro sind an Startkapital nötig, 350 000 Euro Jahresumsatz werden angepeilt. Ziel ist, das Laden-Modell auf eine möglichst breite Basis mit mindestens 150 Anteilszeichnern zu stellen.</p>
<p>Rückenwind bekommt der Dorfladen auch von der Gemeinde. Bürgermeister Georg von Preysing ging nicht nur selbst mit gutem Beispiel voran und zeichnete am Gründungsabend Anteile, er kündigte auch die offizielle Unterstützung durch den Gemeinderat an.</p>
<p>Wer Anteile kaufen möchte, erhält die nötigen Unterlagen bei Johann Schmid am Ludwig-Erhard-Platz 2,  Tel. 0 80 22 – 7 44 99 und im Gmunder Rathaus.</p>
<p>Quelle: Merkur-Online.de</p>
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		<title>FAZ: &#8220;Tante Emmas kecke Töchter&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 06:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfladen]]></category>
		<category><![CDATA[Gröll]]></category>
		<category><![CDATA[Tante Emma]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte am 28.11.2009 eine umfassende Reportage über die neuen Dorfläden &#8211; &#8220;Tante Emmas kecke Töchter&#8221;. Den Bericht veröffentlichen wir nachfolgend.Die neuen Dorfläden: Tante Emmas kecke Töchter
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Von Jan Grossarth, München &#8211; 28. November 2009 
Andrea Pichler ist Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Dafür erhält sie 800 Euro im Monat
Hurlach liegt 30 Kilometer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte am 28.11.2009 eine umfassende Reportage über die neuen Dorfläden &#8211; &#8220;Tante Emmas kecke Töchter&#8221;. Den Bericht veröffentlichen wir nachfolgend.<span id="more-1184"></span><strong>Die neuen Dorfläden: Tante Emmas kecke Töchter</strong></p>
<div id="ArtikelServicesMenu" style="visibility: hidden; display: none;"><a onclick="javascript:fnPopUp('/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html', 600, 450, 'status=no,scrollbars=yes,resizable=yes,screenX=0,screenY=0');; return false;" href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews">Drucken</a><a onclick="javascript:fnPopUp('/d/common/Versenden.aspx?rub={EC1ACFE1-EE27-4C81-BCD3-621EF555C83C}&amp;doc={7670C76B-D821-4F59-99B9-F014EE9D1F82}', 390, 650, 'status=no,scrollbars=yes,resizable=yes,screenX=0,screenY=0');; return false;" href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews">Versenden</a><a onclick="javascript:saveArticle('/f30/json/SaveArts.aspx?rub={EC1ACFE1-EE27-4C81-BCD3-621EF555C83C}&amp;doc={7670C76B-D821-4F59-99B9-F014EE9D1F82}');; return false;" href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews">Speichern</a><a onclick="javascript:history.back();; return false;" href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews">Vorherige Seite</a></p>
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</div>
<p>Von Jan Grossarth, München<span> &#8211; 28. November 2009 </span></p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html"><img title="Andrea Pichler ist Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Dafür erhält sie 800 Euro im Monat" src="http://www.faz.net/m/%7BD3704B6E-F99E-4BC5-84B1-34870030B016%7DFile1_2.jpg" alt="Andrea Pichler ist Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Dafür erhält sie 800 Euro im Monat" width="104" height="65" /></a>Andrea Pichler ist Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Dafür erhält sie 800 Euro im Monat</p>
<p>Hurlach liegt 30 Kilometer südlich von Augsburg, ist von Getreidefeldern umgeben, und hinter den Feldern liegen andere Dörfer mit Filialen von Aldi, Lidl oder Rewe. In Hurlach aber haben die Einkaufsmärkte keine Filiale, denn das Dorf hat nur 1650 Einwohner. Seit zwei Jahren gibt es im Ort aber wieder einen Dorfladen. Vor seinem Eingang ist das Tagesangebot plakatiert: „Seele – Stück 70 Ct“. Ein langgezogenes Brötchen heißt hier im bayerisch-schwäbischen Grenzgebiet „Seele“.</p>
<p>Dass es in einem Dorf wie Hurlach einen Laden gibt, ist nicht mehr selbstverständlich. Die Leute müssen einige Kilometer weit in den Supermarkt fahren. Und dort gibt es dann meist nur Brötchen, aber keine Seelen.</p>
<p><strong>Geschäftsmodell aus der Nachkriegszeit</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#6537872FDEA7437CA2789E9CB26E9123"><img title="Das Geschäftsmodell gilt längst als tot. Trotzdem eröffneten in den vergangenen Jahren allein in Bayern 80 neue Tante-Emma-Läden" src="http://www.faz.net/m/%7B6537872F-DEA7-437C-A278-9E9CB26E9123%7DFile1_4.jpg" alt="Das Geschäftsmodell gilt längst als tot. Trotzdem eröffneten in den vergangenen Jahren allein in Bayern 80 neue Tante-Emma-Läden" width="174" height="116" /></a>Das Geschäftsmodell gilt längst als tot. Trotzdem eröffneten in den vergangenen Jahren allein in Bayern 80 neue Tante-Emma-Läden</div>
<p>Der Dorfladen gilt als ein Geschäftsmodell aus den fünfziger Jahren, das längst nicht mehr funktioniert. Trotzdem gibt es Jahr für Jahr Neugründungen. Dahinter stehen keine Konzerne, mit Ausnahme türkischer Gemüsehändler auch sehr selten Einzelunternehmer, sondern ganze Dörfer. Der Dorfladen Hurlach ist im Besitz einer Bürger-Genossenschaft, ebenso wie die Läden im oberbayerischen Gelting oder Harthausen. Es sind drei von rund 80 neuen Kleinsteinkaufsläden, die es allein in Bayern gibt. In ihnen riecht es nach neuem Holz und nach Brot und Kaffee. Sie sehen nicht nach dem verstaubten Tante-Emma-Laden aus, sondern wie aufgeräumte Mischlinge aus Minisupermärkten und Marktständen.</p>
<p>Nicht weit von Hurlach haben sich an einem Herbstmittwoch 40 Bürgermeister versammelt. In dem ehemaligen Benediktinerkloster Thierhaupten bei Augsburg ist heutzutage eine Schule für ländliche Raumentwicklung angesiedelt, der Sitzungssaal im Kloster ist voll, das Thema der heutigen Tagung lautet: „Tante Emma ist wieder da“. Regelmäßig finden hier derart erbauliche Seminare zum Thema statt, wie ein Dorfladen im 21. Jahrhundert noch existieren könne.</p>
<div></div>
<p>Ein fränkischer Bürgermeister erzählt, der einzige Laden in seinem Dorf werde bald schließen. Seine Amtskollegen berichten: In der Siedlung im Ostallgäu halte nicht einmal mehr der Bäckerwagen – und seit in Fuchstal, Oberbayern, der letzte Laden vor 30 Jahren dichtgemacht habe, sei der verbliebene Treffpunkt für die Älteren der Friedhof. Die Bürgermeister klingen besorgt. Es sieht so aus, als ginge es ihnen um mehr als nur um Einkaufsmöglichkeiten. Ist kein Laden mehr im Ort, ist kein Leben mehr im Ort, und die Bürgermeister wollen keinem toten Dorf vorstehen.</p>
<p><strong>So sexy wie Feinrippunterwäsche</strong></p>
<p>Die Bürgermeister sind auch deshalb ins Kloster gereist, um den Seminarredner Wolfgang Gröll zu hören. Gröll, der Unternehmensberater, wird in der Landschule wie ein Schlagerstar angekündigt: „Sie alle kennen ihn aus Funk und Fernsehen.“ Gröll ist wohl Deutschlands einziger Unternehmensberater, der sich auf Dorfläden spezialisiert – ein Thema, das für Consultants so sexy ist wie Feinrippunterwäsche oder wie ein Sparbuch.</p>
<p>Er ist eine sehr bayerische Erscheinung, auch ganz ohne dass er dafür Tracht tragen müsste. Er führt den Boom der Discountmärkte auf den menschlichen Jäger- und Sammlertrieb zurück, doch dieser sei irrational, denn nach den Billigeinkäufen lande meist die Hälfte der Produkte im Müll und am Ende sei alles teurer, sagt er etwas überspitzt: „Menschenskinder, sind wir blöd!“</p>
<p><strong>Senkt die Preise! Und macht Werbung</strong><strong>!</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#C8E3D650481E4B47898F8115B92C75A7"><img title="Der Laden eröffnet, und Seil-Sepp (mit Hut) ist auch dabei" src="http://www.faz.net/m/%7BC8E3D650-481E-4B47-898F-8115B92C75A7%7DFile1_4.jpg" alt="Der Laden eröffnet, und Seil-Sepp (mit Hut) ist auch dabei" width="174" height="116" /></a>Der Laden eröffnet, und Seil-Sepp (mit Hut) ist auch dabei</div>
<p>Gröll berät die Dorfläden dahin gehend, dass sie die Lebensmitteldiscounter mit ihren eigenen Waffen schlagen sollen. Sie müssten Massenware zum Niedrigpreis anbieten, ihren Gewinn hingegen mit frischem Obst, Fleisch, Brot und Käse erzielen. Sie müssten offensiv mit fett gedruckten Niedrigpreisen werben. Doch der große Wettbewerbsvorteil sei für den Tante-Emma-Kenner die besondere Kundenbeziehung, die keine Supermarktfiliale aufbauen könne. Gröll hat seinen Vortrag vermutlich schon hundertmal gehalten, doch trotzdem entwickelt er Leidenschaft: „Ein Dorfladen ist immer auch ein emotionales Gebilde.“</p>
<p>Am Tag nach dem Bürgermeisterseminar feiert Harthausen seine Neugeburt. Harthausen hat 870 Einwohner und liegt östlich von München im Speckgürtel. In Harthausen gab es zuletzt noch einen Kaugummi- und einen Zigarettenautomaten; vor vier Jahren schloss die Metzgerei, weil der Metzger in den Ruhestand ging. Der neue Dorfladen liegt in einem alten Feuerwehrhaus. Das Dorf wirkt nervös. Im 80 Quadratmeter großen Geschäft sind fünf Minuten nach der Öffnung alle Brezeln ausverkauft, die Schulbuskinder hatten größeren Hunger als erwartet, die acht Verkäuferinnen an der Kasse vertippen sich häufig, ein Fotograf der Lokalzeitung lässt fünf Damen an der Käsetheke ihre Daumen hochhalten. Eine Katzenbesitzerin beschwert sich darüber, dass es kein „Sheba“-Futter gebe. Alles ist noch neu.</p>
<p><strong>Die Härten des Frühkapitalismus</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#4A57E014164346E2A6EC25608405B2FA"><img src="http://www.faz.net/m/%7B4A57E014-1643-46E2-A6EC-25608405B2FA%7DFile1_4.jpg" alt="" width="174" height="110" /></a></div>
<p>Die Dorfgemeinschaften werden selbst zum Unternehmer, weil sie für kein großes Handelsunternehmen mehr interessant sind. Schon im neunzehnten Jahrhundert nahmen Menschen, wenn sie sich von den Konzernen alleingelassen fühlten, die Wirtschaft selbst in die Hand. Landwirte und Kleinbürger gründeten Genossenschaftsbanken, weil sie, außer von Wucherern, kaum Kredite bekamen. Auch andere Wirtschaftszweige halfen sich selbst, als kein anderer ihnen half: Handwerker und Händler in Einkaufsgenossenschaften, Arbeiter in Konsumgenossenschaften. Die Genossenschaftsbewegung war eine Antwort auf die Härten des Frühkapitalismus. In den Dörfern ist sie wieder aktuell.</p>
<p>Auch der Dorfladen Harthausen ist im Besitz einer Genossenschaft. Rund zweihundert Dorfbewohner erwarben einen Anteil, jeder gab zweihundert Euro, und das Geld genügte als Startkapital für Regale, Kühltheken, Geräte und Lebensmittel. Trotzdem gäbe es ohne die ehrenamtliche Mithilfe der Bürger kein Dorfgeschäft: Harthauser Handwerker bauten die Regale, Maurer mauerten, Maler malten, der Seil-Sepp leiht dem Laden seinen Anhänger zum Transport der Getränkekisten. Am Tag vor der Eröffnung legte eine professionelle Wurstfachverkäuferin die Würste in der Kühltheke zurecht, die Damen fotografierten die Auslage als Anleitung für ihre künftige Selbständigkeit.</p>
<p><strong>Die Älteren leben auf</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#21B0AD5D6A8B466C886851B184719BA5"><img title="Gespräche an der Wursttheke" src="http://www.faz.net/m/%7B21B0AD5D-6A8B-466C-8868-51B184719BA5%7DFile1_4.jpg" alt="Gespräche an der Wursttheke" width="174" height="116" /></a>Gespräche an der Wursttheke</div>
<p>Selbst wenn ein Tante-Emma-Laden noch Geld verdient, schließt er oft deswegen, weil ihn niemand übernehmen will. Oft ist es auch so, dass dann die vielen Menschen, die die Existenz kleiner, individueller Lädchen begrüßen, sehr gerührt bedauern, dass wieder ein altes inhabergeführtes Fachgeschäft schließt. Kaum jemand ist aber bereit, ein paar Cent mehr für seinen Einkauf zu zahlen – zumal der Dorfladen oft nur gefühlt, nicht aber tatsächlich teurer ist als der Supermarkt (siehe Tabelle).</p>
<p>Wenn es im Dorf wieder einen Laden gibt, schenkt dieser vielen alten Menschen ihre Selbständigkeit zurück. Am Mittag rollt im neugegründeten Laden in Harthausen eine 89 Jahre alte Frau mit ihrer Gehhilfe in den Markt, seit heute kann sie wieder selbst einkaufen gehen, zum ersten Mal seit Jahren. Zuletzt, sagt sie, brachten ihr Verwandte die Einkäufe mit, alle 14 Tage.</p>
<p><strong>Sechs Eur</strong><strong>o in der Stunde</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#252F5AD74C7345868BE17001B1298363"><img title="Wolfgang Gröll hat sich als Unternehmensberater auf Dorfläden spezialisiert. Andere Berater finden dieses Thema nicht sehr aufregend" src="http://www.faz.net/m/%7B252F5AD7-4C73-4586-8BE1-7001B1298363%7DFile1_4.jpg" alt="Wolfgang Gröll hat sich als Unternehmensberater auf Dorfläden spezialisiert. Andere Berater finden dieses Thema nicht sehr aufregend" width="174" height="116" /></a>Wolfgang Gröll hat sich als Unternehmensberater auf Dorfläden spezialisiert. Andere Berater finden dieses Thema nicht sehr aufregend</div>
<p>Kein Dorfladen überlebt nur dadurch, dass er nostalgische Gefühle weckt. Aber vielleicht ist es ein Vorteil, dass seine Mitarbeiter nostalgische Gefühle für die Sache hegen – und für nicht so viel Geld arbeiten. Gelernte Bäckereifachverkäuferinnen, Bürokaufleute, die meist vorher Hausfrauen waren, arbeiten halbtags auf 400-Euro-Basis. Sibylle Christl hat gute Kindheitserinnerungen an Dorfläden. Ihre Mutter ging mit ihr, Mitte der sechziger Jahre, immer in den kleinen Eckladen einkaufen, der schloss, als der Supermarkt öffnete. „Vielleicht arbeite ich hier auch deswegen mit, weil ich das Einkaufen als Kind immer als so toll erlebt habe“, sagt sie. Es ist für die Familien der Mitarbeiter meist nur ein Zuverdienst. Die Angestellten der Dorfläden bekommen umgerechnet rund 6 Euro in der Stunde, ein allgemeiner Mindestlohn wäre das Aus für die neuen Tante-Emma-Läden.</p>
<p>Als sie vor vielen Jahren nach Harthausen zog, lernte Sibylle Christl, die ein freundliches rundes Gesicht hat, ihre neuen Nachbarn vor allem bei ihren Einkäufen in der Metzgerei kennen. „Das habe ich sehr vermisst.“ Die Damen im Laden tragen türkisfarbene Polohemden, an deren Kragen haben sie Wäscheklammern mit ihren Vornahmen befestigt. Johanna Mayer, die Geschäftsführerin, die am Eröffnungstag angespannt wirkt, ist gelernte Floristin und sah im Dorfladen eine Chance, etwas für das Dorf zu tun. Für sie war der Dorfladen auch eine gute Gelegenheit, wieder eine Arbeit zu finden, zu der sie keinen weiten Weg fahren muss.</p>
<p><strong>Geringer Verlust &#8211; ein großer Erfolg</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#2E08BC01F1AA4AA1A7F8F533DD05E296"><img title="Helmut Weihrather in dem Dorfladen Hurlach. Die neuen Tante-Emma-Läden gehören Genossenschaften, an denen ganze Dorfgemeinschaften beteiligt sind" src="http://www.faz.net/m/%7B2E08BC01-F1AA-4AA1-A7F8-F533DD05E296%7DFile1_4.jpg" alt="Helmut Weihrather in dem Dorfladen Hurlach. Die neuen Tante-Emma-Läden gehören Genossenschaften, an denen ganze Dorfgemeinschaften beteiligt sind" width="174" height="127" /></a>Helmut Weihrather in dem Dorfladen Hurlach. Die neuen Tante-Emma-Läden gehören Genossenschaften, an denen ganze Dorfgemeinschaften beteiligt sind</div>
<p>Der Dorfladen Gelting liegt nahe dem oberbayerischen Wolfratshausen und wirtschaftet schon seit einem Jahr erfolgreich. Erfolgreich heißt: In den vergangenen beiden Monaten machte der Laden weder Gewinn noch Verlust, am Jahresende wird wohl ein geringer Verlust in den Büchern stehen. Die Preise sind etwas höher, was den Kunden wohl nicht auffällt, da Starnberg nahe ist, der reichste Landkreis. Dem Laden gelingt es sogar, Kaffee mit Geltinger Etikett als „regionales“ Produkt zu verkaufen. Die Erdbeermarmelade von der Bäuerin kostet 4,50 Euro, die Marge für den Laden liegt bei mehr als 60 Prozent, das ist eine perfektionierte Dorfladenbetriebswirtschaft.</p>
<p>In Gelting gab es bis vor drei Jahren auch einen Edeka-Markt, der dem später neu gegründeten Dorfladen ähnelte. Doch Edeka schloss, weil, so sagen die Geltinger, viele den Inhabern ihren Profit nicht gönnten und lieber ins Nachbardorf in den anonymen Supermarkt fuhren. Solcher Neid ist im Genossenschaftsmodell kein Geschäftsnachteil mehr: Je mehr Gesellschafter es gibt, desto höher ist die Identifikation der Dorfbewohner mit ihrem Geschäft.</p>
<p><strong>„Es ist unser Vorteil, dass wir nicht nur gewinnorientiert arbeiten“</strong></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE7670C76BD8214F5999B9F014EE9D1F82%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#A8BE5612821A4BB89155D36F23F6E3A2"><img title="Sibylle Christl (links) und Johanna Mayer am Tag der Eröffnung. Sie haben viele Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert" src="http://www.faz.net/m/%7BA8BE5612-821A-4BB8-9155-D36F23F6E3A2%7DFile1_4.jpg" alt="Sibylle Christl (links) und Johanna Mayer am Tag der Eröffnung. Sie haben viele Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert" width="174" height="128" /></a>Sibylle Christl (links) und Johanna Mayer am Tag der Eröffnung. Sie haben viele Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert</div>
<p>Andrea Pichler ist auf 800-Euro-Basis Geschäftsführerin des Dorfladens Gelting. Nach dem Abitur begann sie ein Studium, das sie sich selbst finanzieren musste, wozu sie Kleidung nähte oder Schafsmilchseife herstellte und verkaufte. Das machte ihr immer mehr Spaß und das Studium immer weniger. Als sie schließlich auf einer Bürgerversammlung vom Dorfladenprojekt hörte, meldete sie sich. Sie wurde Verkäuferin, Geschäftsführerin. „Für einen Discounter würde ich nicht arbeiten, weil ich gern auch mit den Kunden sprechen mag.“ Dass der soziale und der kulturelle Aspekt des Wirtschaftens neben dem Profitstreben nicht untergehen, war schon ein zentrales Anliegen der Genossenschaftsbewegung. So steht es auch im deutschen Genossenschaftsgesetz, das schon auf ein Gesetz von 1868 zurückgeht.</p>
<p>Draußen in Gelting riecht es nach Landwirtschaft, drinnen brummt die gebraucht erworbene Kühltheke leise. Alle ein, zwei Minuten kommt ein Kunde in den Laden. Die meisten kaufen Brot, Obst und Käse, die Auswahl ist groß. „Wir schauen uns bei den Erzeugern tagelang an, wie die Sachen gemacht werden, um das Gefühl an die Kunden weitergeben zu können“, sagt Andrea Pichler, „das können wir uns leisten, es ist unser Vorteil, dass wir nicht nur gewinnorientiert arbeiten.“</p>
<p><strong>Karrierechancen für sehr genügsame Menschen</strong></p>
<p>Trotz des geringen Stundenlohns zeigen sich die Mitarbeiter der neuen Kramerläden recht zufrieden mit ihren neuen Jobs. Sibylle Christl erledigt zum Beispiel im Harthauser Laden den Einkauf und die Preisgestaltung, sie war zuvor 23 Jahre lang Hausfrau. Eine ältere Mitarbeiterin des Geltinger Dorfladens fand anderswo keine Stelle. Nun sei sie das „Zugpferd an der Wursttheke“, sagt ihre Chefin. Eine andere Verkäuferin kam von einer Buchhandlung. Sie suchte nach 40 Berufsjahren eine neue Herausforderung, heute verkauft sie Käse. Und auch in Hurlach sind die Erwerbsbiographien der Mitarbeiter ähnlich: Zwei Verkäuferinnen sind an diesem Nachmittag im Laden. „Es ist schön, hier zu arbeiten“, sagt die eine. „Wir müssen nicht betteln, wenn wir mal einen freien Tag möchten, sondern regeln das mit einem Anruf.“ „Dafür haben wir früher mehr verdient.“ Einige arbeiten im kleinen Kaufmannsladen für wenig Geld, weil sie das gern tun, andere können sich das nicht leisten.</p>
<p>Der Chef der Hurlacher Dorfladen-Genossenschaft, Helmut Weihrather, war früher Fluglotse. Der 59 Jahre alte gebürtige Hurlacher bekommt eine gute Pension und müsste sein Einkommen nicht mehr aufbessern. Sein Konzept: „Wir haben alles, was Sie brauchen, und was wir nicht haben, brauchen Sie auch nicht.“ Im Dorfladen Hurlach gibt es das Brot vom Bäcker aus dem Nachbardorf, Wildblumenkäse von einer Allgäuer Sennerei, die Mitarbeiter liefern schon mal einen Karton mit H-Milch zu einer älteren Kundin ins Nachbardorf oder einen ganzen Einkaufskarton an einen kranken Kunden.</p>
<p><strong>Schoko-Nikoläuse nur im Advent</strong></p>
<p>Der Dorfladen Hurlach erzielt sogar einen Gewinn, und die Umsätze steigen. Im ersten Jahr setzte er 370.000 Euro um, im zweiten schon 415.000 Euro, ein Plus von elf Prozent in der Krise.</p>
<p>Helmut Weihrather ist überzeugt davon, dass auch ein Privatunternehmer von so einem Laden leben könnte – „wenn er genügsam ist“. So, wie die türkischen Gemüsehändler. Er jedenfalls schätzt die Freiheiten, die große Filialisten nicht haben. Zum Beispiel die Freiheit, Schokoladennikoläuse erst Ende November aufzustellen.</p>
<p>Text: F.A.Z.<br />
Bildmaterial: Andreas Müller, F.A.Z.</p>
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		<title>Bürgerladen als Mini-GmbH: &#8220;UG&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 12:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Dorfläden in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Bürger-Ges.]]></category>
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Im 520 Einwohner zählenden Hofstädten soll nach 25 Jahren ohne Nahversorgung ein Dorfladen eröffnet werden. Eine Bürger- gesellschaft in der Rechtsform einer haftungsbeschränkten Unternehmer- gesellschaft (&#8221;UG&#8221;) plant die Neueröffnung 2010. Wir veröffentlichen hier zwei Berichte aus dem Main-Echo.

Schöllkrippen &#8220;Unser Ziel ist, unseren Hofstädtener Dorfladen zum Jahresende 2010 zu öffnen&#8221;, erklärte Sigrid Dedio von der Initiativgruppe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="headline">
<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/10/Dorfladen-Hofstädten.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1019" title="Dorfladen Hofstädten" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/10/Dorfladen-Hofstädten.jpg" alt="Dorfladen Hofstädten" width="200" height="76" /></a></div>
<div id="subheadline">
<p>Im 520 Einwohner zählenden Hofstädten soll nach 25 Jahren ohne Nahversorgung ein Dorfladen eröffnet werden. Eine Bürger- gesellschaft in der Rechtsform einer haftungsbeschränkten Unternehmer- gesellschaft (&#8221;UG&#8221;) plant die Neueröffnung 2010. Wir veröffentlichen hier zwei Berichte aus dem Main-Echo.</p>
<p><span id="more-1015"></span></div>
<p><strong>Schöllkrippen</strong> &#8220;Unser Ziel ist, unseren Hofstädtener Dorfladen zum Jahresende 2010 zu öffnen&#8221;, erklärte Sigrid Dedio von der Initiativgruppe Dorfladen am Dienstag in der Sitzung des Marktgemeinderats, zu der 15 Zuhörer gekommen waren. Michaela Mannel, Tanja Staab &#8211; beide ebenfalls aus der Initiativgruppe &#8211; und Dedio informierten über das Betreiberkonzept, Investitionen und Wirtschaftsplanungen.</p>
<p>Eine Umfrage, an der sich 87 der insgesamt 180 Haushalte des Ortsteils beteiligt hatten, ergab, dass <strong>86 Prozent der Befragten</strong> der Meinung seien, die <strong>Versorgungssituation in Hofstädten solle verbessert werden</strong>, hieß es zuvor. Die <strong>Wirtschaftlichkeitsberechnung des Beraters Wolfgang Gröll</strong> zeige, &#8220;der Laden muss brummen&#8221;, wenn sich das Geschäft lohnen soll, so Dedio.</p>
<p>Die drei Frauen von der Initiativgruppe zeigten sich überzeugt, dass der Laden unter dem Motto &#8220;Lebensmittel und mehr&#8221; &#8211; das heißt, Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Gebrauchs und sozialer Treffpunkt &#8211; gute Aussichten habe. Recht scheint dem Arbeitskreis bereits jetzt schon das große Interesse und der Rückhalt der Bevölkerung zu geben.</p>
<p>Für die <strong>Mini-GmbH &#8220;Dorfladen Hofstädten UG &amp; Stil</strong>l&#8221; &#8211; einem <strong>Bürgerladen in Form einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft</strong> mit Geschäftsführer und einem Mitgliederrat, der von stillen Gesellschaftern gewählt wird &#8211; haben schon zahlreiche Personen schriftlich ihre Bereitschaft erklärt, Geschäftsanteile zu zeichnen. Bei derzeit <strong>99 Zeichner</strong>n, darunter auch Familien, mit <strong>162 Anteile</strong>n seien <strong>24 300 Euro</strong> zusammen gekommen, lautet das vorläufig stolze Ergebnis. Die Initiatoren sind zuversichtlich, dass sie die übrigen <strong>Anteile zu je 150 Euro</strong> auch noch &#8220;zusammen kriegen&#8221;. Unterm Strich werden<strong> gut 30 000 Euro benötigt</strong>, um die Investitionen abdecken zu können. Die <strong>Kosten für Ladeneinrichtung und Warenerstausstattung</strong> bezifferte Dedio auf <strong>je 15 000 Euro</strong>; an sonstigen Gründungskosten kämen weitere 2000 Euro hinzu. <strong>Bei monatlichen Fixkosten</strong> (darunter auch Personalkosten) von <strong>3070 Euro</strong> und einer angenommenen <strong>Handelsspanne (Marge) von 22 Prozent </strong>errechnet sich der<strong> erforderliche Monatsumsatz auf 13 955 Euro</strong>. Der erwartete <strong>Jahresumsatz</strong> liege bei gut <strong>167 000 Euro</strong>, der erwartete <strong>Wareneinsatz bei rund 131 000 Euro</strong>. Kostendeckung und Gewinnerzielung sei oberstes Prinzip. Die Hofstädtener seien aber auch über die Risiken des Unternehmens aufgeklärt worden, sagte Dedio. <strong>&#8220;Im schlimmsten Fall ist die Einlage weg&#8221;</strong>.</p>
<p>Bevor es an die konkrete Umsetzung geht, muss das vorgesehene Gebäude in der Spessartstraße 21 (wir berichteten) gründlich auf Vordermann gebracht werden, erläuterte Architekt Martin Reuter. Die Lage des ehemaligen Bürgermeisterhauses sei &#8220;perfekt für die Nutzung&#8221;, unterstrich Reuter.</p>
<p>Vertraglich besiegelt von der Teilnehmergemeinschaft in der <strong>Dorferneuerung</strong> werde das Haus mit Mitteln des Amtes für ländliche Entwicklung und der Gemeinde umgebaut. Die <strong>Baukosten würden zu 50 Prozent gefördert</strong>, ergänzte Rathauschef Reiner Pistner.</p>
<p>Die <strong>umfassenden Sanierungs- und Umbaumaßnahmen</strong> samt Außendämmung, Dach, Heizung, Fenster, Außentreppe, Plattformaufzug und Nebenkosten belaufen sich auf <strong>knapp 400 000 Euro</strong>. Davon entfallen 278 000 Euro auf das Erdgeschoss; die Summe für das Dachgeschoss, das später vielleicht als Wohnung vermietet werden könne, sei zunächst nur planerisch bedacht.  Angesichts der Kosten habe er &#8220;erst mal geschnauft&#8221;, meinte Pistner. Den Erfolg des Vorhabens ziehe er jedoch nicht in Zweifel. Wo Kosten gesenkt werden könnten, sei zu prüfen.</p>
<p>Nach anfänglichen Bedenken zeigte sich Dr. Marco Schmitt (CSU) von dem Dorfladenprojekt &#8220;durchaus angetan&#8221;. Zu Bedenken gab Michael Pfarr (CSU) die derzeit noch ungelöste Parkplatzsituation. Zu einer Anmerkung, der Dorfladen könne womöglich mit Discounter-Billigpreisen nicht mithalten, sagte Siegbert Glaser (FW), die Waren des Dorfladens seien im Durchschnitt nicht teurer.<br />
&#8220;<strong>Der Dorfladen wird funktionieren, wenn sich die Hofstädtener damit identifizieren. Alles steht und fällt mit der Leidenschaft, mit der sich die Beteiligten einbringen</strong>&#8220;, schloss Pistner.</p>
<p>In diesem Sinne gab der Marktgemeinderat dem Arbeitskreis Dorfladen grünes Licht, sein Projekt weiter voranzutreiben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Hintergrund:</span> Wie das Hofladen-Umsatzziel zu erreichen wäre<br />
<em>Wie der anvisierte Umsatz von  13 955 Euro pro Monat im Hofstädtener Dorfladen gelingen könnte: </em></p>
<ul>
<li>Hofstädten hat etwa 180      Haushalte und 521 Einwohner (Stand Januar 2008).</li>
</ul>
<ul>
<li>Wenn 60 Prozent der      Haushalte im Dorfladen einkaufen, sind dies 108 Haushalte / 312 Personen.</li>
</ul>
<p>Folgende Einkäufe wären dann zu tätigen, um das Umsatzziel von 13 955 Euro zu erreichen:</p>
<ul>
<li>129 Euro pro Haushalt      im Monat beziehungsweise</li>
<li>32 Euro pro Haushalt in      der Woche;</li>
</ul>
<p>oder:</p>
<ul>
<li>45 Euro pro Person in      Monat beziehungsweise elf Euro pro Person in der Woche.<em> dp</em></li>
</ul>
<p>Auf die Frage &#8230;<br />
&#8230; eines Gemeinderats, was denn passiere, wenn die für den geplanten Hofstädtener Dorfladen eingekaufte Frischware nicht genügend Abnehmer finde, hat Initiatorin Sigrid Dedio eine überzeugende Antwort parat: &#8220;Wenn im Dorfladen die Brötchen hart werden und die Milch am Ablaufen ist, dann gibt es halt in ganz Hofstädten Semmelknödel.&#8221;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Quelle: www.main-netz.de &#8211; Main-Echo-Onlinedienst &#8211; Doris Pfaff  (8.10.2009)</strong></span></p>
<p><strong>Eine Chance für den Dorfladen<br />
</strong><strong>Fachvortrag: Wenn sich die Hofstädtener beteiligen, ist eine solide Grundlage für das Projekt möglich</strong></p>
<p><strong>Schöllkrippen-Hofstädten. </strong>Ein kleiner Laden könne nicht groß sein und ein großer nicht klein &#8211; mit dieser etwas naiv erscheinenden Aussage erklärte Wolfgang Gröll in der Info-Veranstaltung &#8220;Dorfladen&#8221; in Hofstädten, dass der eine den anderen nicht zu ersetzen vermag, dass durchaus aber beide nebeneinander existieren können. Richtig geführt und mit den Produkten der Region im Sortiment werde der Dorfladen bestehen. Wolfgang Gröll, der im Dorfgemeinschaftshaus referierte, ist Fachberater für Dorfläden in Bayern.<br />
Wer heute in Hofstädten einkaufen will, der muss zumindest nach Schöllkrippen fahren. Dort sind Discounter und Vollsortimenter angesiedelt. <strong>Der letzte Laden in Hofstädten hat vor 25 Jahren geschlossen</strong>. Im Zuge der Dorferneuerung soll sich das jetzt ändern, erklärten Tanja Staab und Michaela Mannel in der Versammlung.<span style="text-decoration: underline;"><strong> </strong></span>Schon bei der Bildung der Arbeitskreise hätten sie sich mit diesem Thema befasst. Mittlerweile haben die beiden Dorfläden besucht und den Fachberater Wolfgang Gröll kennen gelernt.</p>
<p>Die Frage, wo in Hofstädten ein solcher Laden entstehen könnte, ist bereits geklärt. Nachdem das Hornick-Haus an der Gabelung von Kreis- und Staatsstraße zum Kauf angeboten worden war, konnte es erworben werden. <strong>Es ist genau jenes Haus, das früher den letzten Laden beherbergt hatte</strong>. Und nach dem Willen der Initiatorinnen soll es nicht nur Ladenfunktion erfüllen. <strong>Eisdiele, Jugendtreff, Schafkopfabende und Kaffeetage mit selbst gebackenem Kuchen könnten dort angeboten werden</strong>. Dass Schöllkrippen bereit steht, das Gebäude wieder zum Laden umzubauen, machte Bürgermeister Reiner Pistner deutlich. Wichtig sei nur, dass alle das wollen und dass sich genug Bürger beteiligen und auch mit Eigenleistung nicht sparen. Wie kann&#8217;s funktionieren? Für viele war es die wichtigste Frage: <strong>Kann ein solcher Laden überhaupt bestehen? </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>&#8220;Tante Emma is back&#8221;</strong> titulierte Wolfgang Gröll seinen Vortrag, es gebe zur Zeit eine <strong>Renaissance der Nahversorger</strong>, erklärte er. Der Unternehmensberater, der selbst den Beruf des Einzelhandelskaufmannes von der Pike auf gelernt hat, hielt es für wichtig, dass ein solcher <strong>Laden von der Gemeinschaft der Bürger getragen werde</strong>. Dieses Modell habe sich am besten durchgesetzt. <strong>Möglichst viele Unterstützer sollen Anteile erwerben &#8211; das schaffe nicht nur die finanzielle Basis, sondern auch den direkten Bezug zum Laden. </strong></p>
<p>Um darzustellen, dass auch kleine Läden bei den Preisen mit den großen mithalten können, erklärte er, wie der Einzelhandel denn so tickt. Durch den Einkauf über verschiedene Gruppen kauften letztendlich alle beim selben Großhändler. <strong><span style="color: #ff0000;"><span style="text-decoration: line-through;">&#8220;Klein ist gleich teuer&#8221;</span></span> sei also ein Vorurteil in den Köpfen der Menschen</strong>, <strong>das es auszuräumen gelte. An Beispielen des Preisvergleichs existierender Dorfläden mit den Discountern machte er das deutlich. </strong><br />
Wenn ein solcher Dorfladen doch scheitere, sei mit Schulden von 60 000 bis 70 000 Euro zu rechnen. Es sei also wichtig, ein solches <strong>Risiko auf viele Schultern zu verteilen</strong>, meinte er. <strong>Der Einzelne riskiere nur, seinen Anteil zu verlieren und könne für Weiteres nicht haftbar gemacht werden</strong>. Das sei zwar auch Geld, aber nicht gleich die Vernichtung einer Existenz.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">100 bis 400 Quadratmeter Fläche brauche der Laden und müsse zwischen 2000 und 3500 Artikeln anbieten</span>. &#8220;<strong>Dann kriegen Sie alles, was sie brauchen und was Sie nicht kriegen, brauchen sie nicht!</strong>&#8221; <span style="text-decoration: underline;">Bei der Einwohnerzahl Hofstädtens rechnete Gröll mit einem Jahresumsatz von bis zu 800 000 Euro</span>. Die Arbeitskräfte müssten natürlich nach ihren Stunden bezahlt werden.</p>
<p>Der nächste Schritt ist die Gründung einer Initiativgruppe und die Gewinnung von Mitgliedern, die bereit sind, Anteile zu zeichnen. Wenn ein Projektleiter, der auch Marktleiter sein könne, gefunden sei, könne ein Konzept erstellt und eine Betreibergesellschaft gegründet werden. Eine &#8220;<strong>Riesenchance</strong>&#8221; sei das, meinte Bürgermeister Reiner Pistner. Als Berater wurde Wolfgang Gröll auch von Otto Kister vom Amt für ländliche Entwicklung akzeptiert, der ankündigte, mit Gröll einen Vertrag zu schließen. Jetzt gilt es, die Bürger zu mobilisieren, deren Eigenleistung auch noch beim Dorfgemeinschaftshaus und bei der geplanten Kapelle gefragt ist. <strong>In Hofstädten ist der Gemeinschaftssinn gefragt</strong>.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Quelle: www.main-netz.de &#8211; Main-Echo-Onlinedienst &#8211; Jürgen Brehm  (24.04.2009)</strong></span></p>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.hofstaedten.de/">www.hofstaedten.de/</a></p>
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		<title>Tagesseminar &#8220;Tante Emma ist wieder da&#8221;</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/07/tagesseminar-tante-emma-ist-wieder-da/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 15:15:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Gröll]]></category>
		<category><![CDATA[SDL]]></category>
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Die Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten e.V. SDL veranstaltet am Mittwoch, 23.9.2009 folgendes Tagesseminar:
Tante Emma ist wieder da!
Nahversorgungskonzepte im ländlichen Raum, Tagesseminar


Kleine Gemeinden und Dörfer im ländlichen Raum verlieren zunehmend Einrichtungen zur Grundversorgung. Die Folgen dieser Entwicklung tragen im Wesentlichen sozial schwächere Gruppen, z.B. Kinder und alte Menschen. Gleichzeitig verlieren die Dörfer nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/07/SDL-inform.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-610" title="SDL inform" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2009/07/SDL-inform.png" alt="SDL inform" width="450" height="32" /></a></p>
<p>Die Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten e.V. SDL veranstaltet am Mittwoch, 23.9.2009 folgendes Tagesseminar:<span id="more-583"></span></p>
<h3>Tante Emma ist wieder da!</h3>
<p><strong>Nahversorgungskonzepte im ländlichen Raum, Tagesseminar</strong></p>
<hr />
<div style="margin: 0px; padding: 0px;">
<p>Kleine Gemeinden und Dörfer im ländlichen Raum verlieren zunehmend Einrichtungen zur Grundversorgung. Die Folgen dieser Entwicklung tragen im Wesentlichen sozial schwächere Gruppen, z.B. Kinder und alte Menschen. Gleichzeitig verlieren die Dörfer nicht nur Infrastruktur sondern auch wichtige kulturelle, soziale und wirtschaftliche Funktionen. Dieser Verlust trifft jeden.  Wir möchten Sie über die unterschiedlichen Strukturen im Lebensmittelbereich informieren und Wege aufzeigen, wie die Nahversorgung im ländlichen Raum verbessert werden kann.  Intensiv werden wir uns mit „Nachbarschaftsläden“ beschäftigen. Praktiker und Experten stehen Ihnen auch zum Einzelgespräch zur Verfügung.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Ziele des Seminars</span></strong></p>
<ul>
<li>Umfassende Informationen rund um das Thema „Nahversorgung“</li>
<li>Erfahrungsaustausch mit Betreibern und an-deren interessierten/betroffenen Gemeinden</li>
<li>Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit</li>
<li>Rolle der Kommune</li>
<li>Beratung durch Experten</li>
</ul>
<p><span style="font-weight: bold;">Zielgruppe</span><br />
Bürgermeister und Bürger von Kommunen bis zu 10.000 Einwohnern, Ortsteile oder Stadtteile, die Probleme mit der Nahversorgung haben. Interessierte Bürgerinnen und Bürger</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Tagungsort</span><br />
SDL Thierhaupten</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Termin</span><br />
<!--Datum -->23.09.2009<br />
<!--Dauer -->09:00 Uhr &#8211; 14:00 Uhr</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Kosten</span><br />
bis 14.00 Uhr € 50,-/ Person, incl. Imbiss.<br />
mit Einzelberatung am Nachmittag € 70,-/ Person<br />
(ohne Mittagessen).</p>
<p><span id="info_title" style="font-weight: bold;">Info</span></p>
<div id="seminar_info">
<p><strong>Gerlinde Augustin</strong> Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten<br />
<strong>Wolfgang Gröll</strong> Freier Dozent und Berater im Einzelhandel</p>
<p>Quelle: www.sdl-inform.de</p>
<p><a href="http://www.sdl-inform.de/uploads/seminars/attachments/tante_emma9.09_s.1u.2.pdf">Seminar-Flyer zum Herunterladen</a></div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Video: Boom trotz Flaute &#8211; Die Rückkehr zum Dorfladen</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2009/03/boom-trotz-flaute-die-ruckkehr-zum-dorfladen/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 20:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gröll]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Während Aktienkurse purzeln und Banken pleite gehen, boomt ein lang vergessenes Geschäftsmodell: Der Dorfladen. Fast 300 davon gibt es mittlerweile in Bayern. Das Bayerische Fernsehen war unterwegs mit Unternehmensberater Wolfgang Gröll, der die gewinnbringende Branche in flauen Zeiten entdeckt hat. Zum Video des Bayerischen Fernsehens (BR online) 

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong><span>Während Aktienkurse purzeln und Banken pleite gehen, boomt ein lang vergessenes Geschäftsmodell: Der Dorfladen. Fast 300 davon gibt es mittlerweile in Bayern. <strong>Das Bayerische Fernsehen</strong> war unterwegs mit Unternehmensberater Wolfgang Gröll, der die gewinnbringende Branche in flauen Zeiten entdeckt hat. <a href="http:///www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-video-dorfladen-ID1236294541705.xml?_requestid=24133">Zum Video des Bayerischen Fernsehens (BR online) </a><br />
</span></p>
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