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	<title>Dorfladen-Netzwerk &#187; Steinau</title>
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	<description>Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum</description>
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		<title>Bürgerentscheid: 249x für Dorfzentrum</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 18:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Steinau]]></category>

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		<description><![CDATA[STEINAU. Der erste Bürgerentscheid im Landkreis Cuxhaven endete erfolgreich. Allerdings war das Ergebnis am Ende denkbar knapp. Mit einer hauchdünnen Differenz von vier Stimmen haben sich am 11. Dezember 2010 die Befürworter eines Dorfzentrums mit &#8220;Tante-Emma-Laden&#8221; im ehemaligen Gasthof Peters in Steinau durchgesetzt: 249 Stimmberechtigte kreuzten &#8220;Ja&#8221; auf dem Abstimmungsschein an; 245 Steinauer votierten mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/12/Nordwestradio006_web_500.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1940" title="Nordwestradio006_web_500" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/12/Nordwestradio006_web_500.jpg" alt="Nordwestradio006_web_500" width="300" height="103" /></a>STEINAU. Der erste Bürgerentscheid im Landkreis Cuxhaven endete erfolgreich. Allerdings war das Ergebnis am Ende denkbar knapp. Mit einer hauchdünnen Differenz von vier Stimmen  haben sich am 11. Dezember 2010 die Befürworter eines Dorfzentrums mit  &#8220;Tante-Emma-Laden&#8221; im ehemaligen Gasthof Peters in Steinau durchgesetzt:  <strong>249 Stimmberechtigte</strong> kreuzten &#8220;Ja&#8221; auf dem Abstimmungsschein an; <strong>245 Steinauer</strong> votierten mit &#8220;Nein&#8221;. Mit <strong>65,82 Prozent</strong> war die Wahlbeteiligung erfreulich hoch.<span id="more-1936"></span></p>
<p>&#8220;Ich hätte mir deutlichere Mehrheitsverhältnisse  gewünscht&#8221;, kommentierte Samtgemeindebürgermeister Maik Schwanemann das  Ergebnis. &#8220;Aber der Bürgerentscheid ist gültig, und ich hoffe, dass nun  wieder Ruhe einkehrt in Steinau.&#8221;</p>
<p>Quelle:  Niederelbe-Zeitung, Cuxhaven (nez.de)</p>
<p>Mindestens 25 Prozent der 754 wahlberechtigten Steinauer, also 189 Ja-Stimmen waren für einen erfolgreichen Bürgerentscheid notwendig. Dieses Erfordernis wurde deutlich übertroffen.</p>
<p>Einen Tag zuvor hatte das NDR-Fernsehen in &#8220;Hallo Niedersachsen&#8221; aus Steinau berichtet. In der knapp 900 Einwohner zählenden Gemeinde hatten 2009 zwei Gasthäuser und der letzte Lebensmittel-Laden geschlossen. Der Gasthof mit Lebens-Einzelhandel von Hartwin Peters in der Ortsmitte sollte von der Gemeinde Steinau erworben und zum neuen Dorfzentrum umgebaut werden, wenn die Bürger sich mit 40.000 Euro Eigenkapital beteiligen. Das Einwerben des Bürger-Kapitals dauerte länger, als ursprünglich (wohl zu ehrgeizig) von einer aktiven Bürger-Initiative geplant. Deshalb beschloss der Gemeinderat im Sommer denkbar knapp mit 5:4 Stimmen, den Grundbesitz von Hartwin Peters doch nicht zu kaufen. Die engagierten Bürger setzten deshalb den ersten Bürgerentscheid im Landkreis Cuxhaven durch. Am 11. Dezember fiel bei diesem Bürgerentscheid genauso denkbar knapp eine Mehrheit von 249 Ja-Stimmen zu 245 Nein-Stimmen.</p>
<p>Kürzlich wurden durch ein Gutachten Kostensteigerungen bei der Sanierung und der baulichen Umnutzung deutlich. In einer fast einstimmigen Live-Sendung von Nordwestradio wurde aktuell darüber berichtet. <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/?s=Steinau">Zu allen bisherigen Berichten über die &#8220;Dorfzentrum-/Dorfladen-Initiative in Steinau&#8221; schalten wir hier einen Link (bitte anklicken)</a></p>
<p>Für die Entwicklung eines Dorfzentrums in der Gemeinde Steinau ist das Grundstück &#8220;Peters&#8221; gleich neben dem schmucken Holzschuhmacherhaus, vor der Kulisse der Steinauer Kirche, inmitten der Frühtanz-Festmeile alljährlich zu Pfingsten unweit des Feuerwehrhauses optimal. Die hohen Sanierungs- und Umbaukosten (zuletzt war von über 600.000 Euro die Rede), haben sicherlich viele Bürger am 11. Dezember (durchaus verständlich) mit &#8220;Nein&#8221; stimmen lassen. Aber auch die &#8220;Nein&#8221;-Sager vom 11.12.2010 benötigen eine zukunftsfähige Heimatgemeinde mit ansprechender Infrastruktur und wohnortnaher Lebensqualität &#8211; und die Dorfladen-Initiative braucht sowohl &#8220;Ja&#8221; und &#8220;Nein&#8221;-Sager als Nutzer des Dorfzentrums und als Kunden im Dorfladen Steinau &#8220;von Bürgern für Bürger&#8221;.</p>
<p>Allen Verantwortlichen in der Gemeinde Steinau ist zu wünschen, das eine Alternativ-Planung für ein Dorfzentrum zu vertretbaren Kosten gelingt und sich baldmöglichst alle Einwohner hinter einer gemeinsamen Zukunftsgestaltung versammeln und wieder zusammen finden. <a href="http://dorfladen-netzwerk.de/?s=Otersen">In meinem Heimatdorf Otersen im Landkreis Verden wird aktuell praktisch ein neues Dorfzentrum mit 180 qm Dorfladen, 70 qm Mehrgenerationen-Dorfcafé mit Sommerterrassen und einer 130 qm großen Wohnung für 440.000 Euro gebaut</a>.  Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren viele engagierte Steinauer kennen gelernt. Wenn sich möglichst viele Einwohner aus der Gemeinde Steinau hinter dem Motto &#8220;Gemeinsam geht eine ganze Menge &#8230;.&#8221; versammeln, dann wird auch in Steinau zukunftsweisendes Gemeinschafts-Projekt gelingen. Viel Erfolg dabei und eine gute Zukunft im &#8220;Cuxland&#8221; wünscht &#8230;</p>
<p>Günter Lühning, Otersen</p>
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		<title>&#8220;Letzte Chance&#8221; für Steinau</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 22:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Steinau]]></category>

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		<description><![CDATA[Steinau. Viele Gemeinsamkeiten gibt es nicht zwischen der Metropole Hamburg und der 960-Seelen-Gemeinde Steinau. Eine schon: In beiden Orten haben sich Bürger gegen politische Beschlüsse gewehrt. Ob die Steinauer mit ihrer Dorfladen-Initiative genauso so erfolgreich sind wie die Hamburger Schulreformgegner, wird sich heute zeigen – beim allerersten Bürgerentscheid im Kreis Cuxhaven. VON Heike Leuschner Für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Steinau. Viele Gemeinsamkeiten gibt es nicht zwischen der  Metropole Hamburg und der 960-Seelen-Gemeinde Steinau. Eine schon: In  beiden Orten haben sich Bürger gegen politische Beschlüsse gewehrt. Ob  die Steinauer mit ihrer Dorfladen-Initiative genauso so erfolgreich sind  wie die Hamburger Schulreformgegner, wird sich heute zeigen – beim  allerersten Bürgerentscheid im Kreis Cuxhaven. <span id="more-1943"></span><em>VON Heike Leuschner</em></strong></p>
<p>Für Steinau ist der Gang zur Wahlurne die „letzte Chance“, ihr  Dorfzentrum inklusive eines Tante-Emma-Ladens zu verwirklichen.  Mindestens 25 Prozent der 754 wahlberechtigten Steinauer müssen dafür  folgende Frage mit Ja beantworten: „Soll die Gemeinde Steinau den  Gasthof Peters kaufen, um dort ein Dorfzentrum zu errichten?“ Damit  können die Bürger einen Beschluss des Gemeinderats kippen, der das  Projekt mit fünf zu vier Stimmen abgelehnt hatte.</p>
<p>Das Votum des  Gemeinderates hatte für Entsetzen im Ort gesorgt. Auch bei Burkhard  Frey. Der 55-jährige Nebenerwerbslandwirt ist in Steinau groß geworden,  hat hier eine Familie gegründet, zwei Söhne großgezogen und will hier  alt werden – in einem Dorf, in dem sich die Leute beim Einkaufen, Klönen  und auf ein Bier treffen können. „Was nützt mir Essen auf Rädern oder  ein schnelles Internet, wenn ich mit keinem mehr reden kann?“</p>
<p>Frey  ist nicht allein mit seiner Vision. Nachdem der letzte Einzelhändler im  Ort seinen Laden geschlossen hatte und Gasthäuser mit regelmäßigen  Öffnungszeiten zur Mangelware wurden, gab der Gemeinderat im Frühjahr  2009 eine Machbarkeitsstudie für einen „Dorfladen von Bürgern für  Bürger“ in Auftrag. In einer Umfrage stimmte die Bevölkerung mit großer  Mehrheit für das Dorfzentrum. Die im Frühsommer dieses Jahres  veröffentlichte Machbarkeitsstudie sorgte bei den Initiatoren für  Optimismus.</p>
<p>Doch mit dem Engagement im Dorf wuchs auf der anderen  Seite die Skepsis der Ratsmehrheit. Kommunalpolitiker verwiesen auf  Haushaltslage, Folgekosten und forderten ein zweites  Immobiliengutachten. Das Ergebnis gab den Zweiflern Recht: Nach  Architektenschätzung kommen auf die Kommune mindestens 650 000 statt der  ursprünglich geschätzten 440 000 Euro Kosten zu.</p>
<p>„Das Gutachten  reißt uns die Füße weg“, sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Mangels (CDU)  kürzlich in einem Interview. „Das ist einfach nicht zu wuppen.“ Dabei  gehört der Steinauer Ortschef zu den Befürwortern des Projekts. Für ihn  geht es nicht nur um einen Laden, sondern um einen Ort, an dem sich die  Dorfbewohner treffen. Ohne einen solchen Anker sieht er schwarz für  Steinau:. Mangels befürchtet, dass Steinau zum „Schlafdorf“ wird, zu  einem Ort, in dem junge Leute nicht mehr leben wollen.</p>
<p>Die  Dorfladen-Akteure wollen das verhindern. Burkhard Frey hat einen Brief  geschrieben und vor ein paar Tagen an alle 400 Steinauer Haushalte  verteilt: „Unser Dorf soll leben“ heißt es darin. Frey hofft auf eine  hohe Wahlbeteiligung. „Es kann doch nicht immer nur ums Geld gehen“,  sagt er, „es geht doch auch um uns Menschen.“</p>
<h4>Bürgerentscheid</h4>
<p>Ein  Bürgerentscheid ist ein Instrument der direkten Demokratie auf  kommunaler Ebene. Mit ihm können Bürger über Fragen des eigenen  Wirkungskreises entscheiden. Voraussetzung: 25 Prozent aller  Stimmberechtigten stimmen zu. Bürgerentscheide sind einem  gleichlautenden Beschluss des Kommunalparlaments gleichgestellt. Seit  Einführung der Bürgerentscheide in Niedersachsen im Jahre 1996 hat der  Verein „Mehr Demokratie e.V.“ landesweit 70 Bürgerentscheide gezählt.</p>
<p>Quelle: Nordsee-Zeitung</p>
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		<title>Nordwestradio live zum ländlichen Raum: &#8220;Der Letzte macht das Licht nicht aus&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 14:36:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Nordwestradio beschäftigte sich unter dem Titel &#8220;Der Letzte macht das Licht nicht aus&#8221; mit den Problemen und Chancen im ländlichen Raum, den Herausforderungen des Demographischen Wandels, dem zunehmendem Mangel an Nahversorgung und Infrastruktur und dem Bürgerengagement zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit. Gesprächspartner von Radio Bremen-Moderator Stefan Puls im Holzschuhmacherhaus in Steinau bei Bad Bederkesa (Landkreis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/steinaudoerflichesleben102_v-panorama.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1905" title="steinaudoerflichesleben102_v-panorama" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/steinaudoerflichesleben102_v-panorama.jpg" alt="steinaudoerflichesleben102_v-panorama" width="276" height="155" /></a>Das Nordwestradio beschäftigte sich unter dem Titel &#8220;Der Letzte macht das Licht nicht aus&#8221; mit den Problemen und Chancen im ländlichen Raum, den Herausforderungen des Demographischen Wandels, dem zunehmendem Mangel an Nahversorgung und Infrastruktur und dem Bürgerengagement zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit. Gesprächspartner von Radio Bremen-Moderator Stefan Puls im Holzschuhmacherhaus in Steinau bei Bad Bederkesa (Landkreis Cuxhaven) waren Bürgermeister Hans-Jürgens Mangels und Eta Schwanemann aus Steinau sowie Günter Lühning vom Dorfladen-Netzwerk. Aus dem NDR-Studio in Hannover war Rainer Timmermann, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) zugeschaltet.<span id="more-1904"></span></p>
<p>Radio Bremen berichtete im Internet wie folgt:</p>
<p><em>&#8220;Erst machte die Filiale der Sparkasse zu. Dann schloss die Post.  Zuletzt gaben Dorfladen und Gaststätte auf. 10 km sind es von Steinau  bei Bad Bederkesa bis zum nächsten Discounter. In den letzten Jahren  mussten die Menschen im Dorf auf immer mehr von dem verzichten, was  Politiker gern Grundversorgung nennen und in Sonntagsreden für  erhaltenswert ausgeben.</em></p>
<h3><em>Wiedergewinn des dörflichen Lebens</em></h3>
<p><em>Steinau  ist beileibe kein Einzelfall. Immer mehr Menschen zieht es in die  Städte, immer weniger Kinder kommen zur Welt. Der ländliche Raum  verödet, die Lebensgrundlagen kommen ihm abhanden. Die Technisierung der  ehemals agrarisch geprägten Kulturlandschaften trägt das ihre dazu bei,  der dörflichen Welt den Garaus zu machen.Eine Initiative in Steinau  will diese Entwicklung nicht länger kampflos hinnehmen. Sie setzt auf  das Besondere, das Miteinander, den Wiedergewinn des Dorfs als  Lebensmittelpunkt. Ein Ziel, so realistisch ist man, das nur mit   kleinen Schritten erreicht werden kann. Einer, mit dem man anfangen  will, ist ein Dorfladen, betrieben in Eigenregie.</em></p>
<h3><em>Ein Miteinander von Jung und Alt</em></h3>
<p><em>In  rund 200 Ortschaften in ganz Deutschland gibt es bereits vergleichbare  Projekte. Die meisten davon schreiben schon in den ersten zwei bis drei  Jahren schwarze Zahlen. Sie können, darauf kommt es an, mehr als nur  Milch und Käse liefern. Jugendliche bringen Senioren den Umgang mit dem  Internet bei. Das Ladenlokal dient jungen Müttern als Treffpunkt.  Schulkinder werden mit einem warmen Mittagessen versorgt. Letztlich  entstehen auf diesem Weg Dorfgemeinschaftshäuser, mit angeschlossener  Verkaufsabteilung für den Fall.</em></p>
<h3><em>Bürgerentscheid sorgt für Klarheit</em></h3>
<p><em>Doch  viele in Steinau sind skeptisch. Sie fürchten, die Gemeinde könnte sich  übernehmen. Was, wenn die Preise zu hoch werden und der Kundenzuspruch  zu gering ausfällt? Eine Bürgerversammlung hatte diese Zweifel genährt.   Der Gemeinderat in Steinau hat sich im Sommer mit knapper Mehrheit  gegen einen Dorfladen entschieden. Risiken und Nebenwirkungen schienen  der Mehrheit der Verantwortungsträger nicht kalkulierbar. Jetzt soll ein  Bürgerentscheid endgültig Klarheit schaffen.</em></p>
<h3><em>Fragen:</em></h3>
<p><em>Wie sinnvoll wäre ein solches Vorhaben für Steinau?<br />
Welchen Nutzen gibt es gegen mögliche negative Folgen abzuwägen? Wie soll es weitergehen mit der Dorfentwicklung?</em></p>
<div id="attachment_1909" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Nordwestradio003_web.jpg"><img class="size-full wp-image-1909 " title="Nordwestradio003_web" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Nordwestradio003_web.jpg" alt="Nordwestradio live aus dem Holzschuhmacherhaus in Steinau" width="480" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Nordwestradio live aus dem Holzschuhmacherhaus in Steinau</p></div>
<p>Das Nordwestradio sendet im Rahmen von &#8220;Nordwestradio unterwegs&#8221; eine Stunde lang live aus dem schmucken Holzschuhmacherhaus in der Ortsmitte von Steinau. Die Sendung wurde von zahlreichen Einwohner mit großem Interesse verfolgt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Nordwestradio006_web1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1911" title="Nordwestradio006_web" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Nordwestradio006_web1.jpg" alt="Nordwestradio006_web" width="480" height="241" /></a></p>
<p>Gleich neben dem Holzschuhmacherhaus befinden sich der Friedhof, die Kirche und das im letzten Jahr geschlossene Gasthaus Peters mit dem früheren Lebensmittel- und Textilgeschäft. Hier möchte eine engagierte Bürgerinitiative mit 40.000 Euro Eigenkapital ein Dorfzentrum mit Bürger-Dorfladen für die Gemeinde Steinau einrichten. Sorgen die hohen Sanierungs- und Umbaukosten.</p>
<p><strong>Steinaus Bürgermeister Hans-Jürgen Mangels</strong> berichtete über die Entwicklung der Infrastruktur in seiner Gemeinde und das Bestreiben der Bürger ein Dorfzentrum mit Kommunikationszentrum und Bürger-Dorfladen einzurichten. Nachdem Dorfläden und Markttreffs im Landkreis Verden und in Schleswig-Holstein für den Steinauern besucht wurden und eine Machbarkeitsstudie erstellt wurde, hatten die Bürger 40.000 Euro Eigenkapital aufgebracht. Mit denkbar knapper Mehrheit von 5:4 Stimmen hatte der Gemeinderat dann aber aufgrund der hohen Sanierungskosten dem Ankauf des ehemaligen Gasthofes Peters nicht zugestimmt.</p>
<p><strong>Eta Schwanemann</strong>, Sprecherin der Dorfladen-Initiativgruppe berichtete über den beantragten Bürgerentscheid und die Vorteile eines Dorfzentrums für die fast 900 Einwohner aller Generationen, den Lebensmittel-Einzelhandel im Dorfladen zur Sicherung der Nahversorgung und mit weiteren Dienstleistungen unter einem Dach. Interesse hätte beispielsweise auch eine Frisörin bekundet.</p>
<div id="attachment_1912" class="wp-caption alignright" style="width: 168px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Timmermann_2.jpg"><img class="size-full wp-image-1912" title="Timmermann_2" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/Timmermann_2.jpg" alt="Timmermann_2" width="158" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">NSGB-Präsident Rainer Timmermann</p></div>
<p><strong>NSGB-Präsident Rainer Timmermann</strong> beklagte die stark rückläufige Infrastruktur im ländlichen Raum. Wenn beispielsweise Lotto Niedersachsen Verkaufsstellen schließe, dann sei davon garantiert nicht &#8220;die 35. Lotto-Stelle in der Stadt&#8221;, sondern die kleinen Lotto-Agenturen in den Dörfern betroffen. Timmermann hob hervor, das die meisten Menschen in Niedersachsen im ländlichen Raum und nicht in den Städten leben würden, die große Politik aber eher auf die Städte und Ballungsräume zugeschnitten seien. Timmermann lobte das Bürgerengagement zum Erhalt der Zukunftsfähigkeit in den Dörfern und warb für gut durchdachte wirtschaftliche Konzepte. Der NSGB-Präsident warb für mehr Behörden im ländlichen Raum, statt Behörden ausschließlich in den Städten.</p>
<p><strong>Günter Lühning,</strong> Sprecher des Dorfladen-Netzwerkes und Initiator des am 6.12.2000 gegründeten Bürger-Dorfladen in Otersen im Landkreis Verden berichtete von seiner 10-jährigen Erfahrung und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Landentwicklung und hob die vergleichsweise gute Förderung im Land Niedersachsen hervor. Lühning nannte Eckdaten der vorsichtig aufgestellten Machbarkeitsstudie für einen Bürger-Dorfladen in Steinau und emfahl als Rechtsform für einen Bürger-Dorfladen den genosschenschaftlich organisierten wirtschaftlichen Verein (w.V.), damit kein beteiligter Bürger ein persönliches Risiko eingehen müsse. Günter Lühning berichtete über Erfahrungen in Otersen und bei den Dorfläden in Süddeutschland. Den Steinauern empfahl er, beim Streben nach mehr Lebensqualität und Zukünftsfähigkeit für die Gemeinde nicht aufzugeben, schließlich hätten es die Menschen im ländlichen Raum selbst in der Hand, die Zukunft im eigenen Dorf positiv zu gestalten.</p>
<p><a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/audio46142-popup.html">Der 37-minütige Mitschnitt der fast einstündigen Live-Sendung von Radio Bremen  (ohne die Musikstücke während der Live-Diskussion) steht im Internet in der Mediathek von Radio Bremen zur Verfügung.</a></p>
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		<title>Bürgerbegehren für Dorfzentrum mit Laden</title>
		<link>http://dorfladen-netzwerk.de/2010/08/burgerbegehren-fur-dorfzentrum-mit-laden/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 17:32:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dorfladen-netzwerk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Steinau]]></category>

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		<description><![CDATA[2 Monate nach der überraschenden Entscheidung des Gemeinderates mit 5:4 Stimmen, das Gasthaus Peters als künftiges Dorfzentrum mit Dorfladen doch nicht zu kaufen begehren die Bürger in Steinau im Landkreis Cuxhaven auf: Mit der Übergabe von 213 Unterschriften wurde jetzt ein Bürgerbegehren beantragt, mit dem die Entscheidung des Gemeinderates gekippt werden soll. Nachfolgend veröffentlichen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2 Monate nach der überraschenden Entscheidung des Gemeinderates mit 5:4 Stimmen, das Gasthaus Peters als künftiges Dorfzentrum mit Dorfladen doch nicht zu kaufen begehren die Bürger in <strong><span style="color: #0000ff;"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/?s=Steinau">Steinau im Landkreis Cuxhaven</a></span></strong> auf: Mit der Übergabe von 213 Unterschriften wurde jetzt ein Bürgerbegehren beantragt, mit dem die Entscheidung des Gemeinderates gekippt werden soll.<span id="more-1784"></span></p>
<p>Nachfolgend veröffentlichen wir den Bericht der Niederelbe-Zeitung &#8211; 26.8.2010</p>
<h3>Dorfladen: Steinauer wollen Ratsbeschluss kippen</h3>
<p>STEINAU. Der Schock saß tief, als der Steinauer  Gemeinderat vor zwei Monaten den Erwerb des Gasthauses Peters mit fünf  zu vier Stimmen ablehnte. Damit schien der Traum vom Dorfzentrum  inklusive Mini-Supermarkt mitten im Ort endgültig geplatzt. Jetzt ist  der Kampfgeist der Dorfladen-Initiatoren neu erwacht: Mit einem  Bürgerbegehren wollen sie den Ratsbeschluss vom 22. Juni kippen.</p>
<p>Es ähnelt einer kleinen Revolution, mit der ein Teil  der Steinauer Bevölkerung gegen die Mehrheitsentscheidung des  Gemeinderats aufbegehrt. Im Unterschied zur einfachen Bürgerbefragung  nach Paragraf 22 d NGO, der jüngst bei den Windpark-Umfragen in Osten  und Lamstedt Anwendung fand, handelt es sich beim Bürgerbegehren um ein  deutlich formelleres Verfahren, das nur selten zum Zuge kommt und  Entscheidungs- statt lediglich Empfehlungscharakter hat.</p>
<p>Im Sietland habe es ein Verfahren nach Paragraf 22 b  der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) zumindest in den  vergangenen 33 Jahren mit Sicherheit nicht gegeben, sagte  Samtgemeindebürgermeister Maik Schwanemann, als er in dieser Woche den  Antrag sowie eine Liste mit 213 Unterschriften aus den Händen von  Arbeitskreis-Sprecherin Eta Schwanemann entgegennahm. Jetzt läuft die  Dreimonatsfrist, innerhalb der das Bürgerbegehren abgeschlossen sein  muss. Folgende Frage sollen die wahlberechtigten Steinauer mit Ja oder  Nein beantworten: &#8220;Sind Sie für den Ankauf des Gasthofes Peters,  Lauentheil 8, 21775 Steinau, durch die Gemeinde für die Einrichtung  eines Dorfzentrums mit Dorfladen?&#8221;</p>
<p>Zuvor muss der Gemeinderat die formale Zulässigkeit  des Antrags prüfen. Stimmt anschließend auch die Kommunalaufsicht dem  Begehren zu, werden die Steinauer (voraussichtlich im November) zur  Abstimmung gebeten.</p>
<p>Eta Schwanemann glaubt an den Erfolg des  Bürgerbegehrens. &#8220;Wir sehen in dem Dorfzentrum die Chance, die Wohn- und  Lebensqualität in der Gemeinde zu erhalten&#8221;, sagt die  Arbeitskreis-Sprecherin und verweist noch einmal darauf, dass es seit  der Schließung des letzten Lebensmittelgeschäfts vor gut einem Jahr  keine Einkaufsmöglichkeit und inzwischen auch keinen regelmäßigen  Gaststättenbetrieb im Ort mehr gibt.</p>
<p>Dass es in der Gemeinde Steinau Bedarf an einem  Treffpunkt für die Bevölkerung gibt, zeigt eine Machbarkeitsstudie, nach  der sich 74 Prozent der Umfrageteilnehmer für ein Dorfzentrum  ausgesprochen hatten. Obendrein hätten die öffentlichen  Fernsehnachmittage und -abende im Holzschuhmacherhaus während der  Fußball-WM deutlich gemacht, dass insbesondere auch Kinder und  Jugendliche einen solchen Treff gerne nutzen.</p>
<p>Verwaltungschef Schwanemann unterstützt die  Dorfladen-Akteure seit langem &#8211; auch deshalb, weil die Chancen auf  Fördermittel zur Sanierung des als stark renovierungsbedürftig geltenden  Gasthauses Peters derzeit so groß sind, wie noch nie zuvor.</p>
<p>Gleichzeitig hofft der Samtgemeindebürgermeister,  dass spätestens nach dem Bürgerbegehren wieder Ruhe einkehrt in die  beschauliche 940-Seelen-Gemeinde Steinau. Der Zoff um das Dorfzentrum  habe die Bevölkerung gespalten. CDU-Ratsherr Armin Heitmann hatte in der  Ratssitzung vom 22. Juni von &#8220;Hardcore-Befürwortern und  Hardcore-Gegnern&#8221; des Dorfladen-Projekts gesprochen.</p>
<p>Von Heike Leuschner</p>
<div id="attachment_1785" class="wp-caption aligncenter" style="width: 418px"><a href="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/08/Steinau_Übergabe-Bürgerbegehren_August-2010.jpg"><img class="size-full wp-image-1785" title="Steinau_Übergabe Bürgerbegehren_August 2010" src="http://dorfladen-netzwerk.de/wp-content/uploads/2010/08/Steinau_Übergabe-Bürgerbegehren_August-2010.jpg" alt="Steinau_Übergabe Bürgerbegehren_August 2010" width="408" height="248" /></a><p class="wp-caption-text">Mit der Übergabe des Antrags und mehrerer Unterschriftenlisten an Samtgemeindebürgermeister Maik Schwanemann (re.) haben Burkhard Frey, Eta Schwanemann, Rolf Bartels und Reinhard Roppel (v.l.) das Verfahren um ein Bürgerbegehren nach Paragraf 22b NGO in dieser Woche offiziell gestartet. Foto: Leuschner</p></div>
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