Dem Deinbacher Dorfladen ist die Gesundheit seiner Mitarbeiter, der Kunden und der örtlichen Bevölkerung wichtig. Aus diesem Grund hat der Dorfladen Großdeinbach sein Angebot erweitert – und reagiert damit einmal mehr kundengerecht auf die aktuellen Auswirkungen durch das Coronavirus. Ab sofort werden Mund-Nasen-Schutz und Gesichtsschutzschilder an Kunden verkauft.
In den Medien wird viel über den Zusammenhalt in Corona-Zeiten be-züglich der Einkaufs- und Liefermöglichkeiten berichtet. Zum Service des Sachranger Dorfladens gehört schon immer der Lieferservice. In diesen Zeiten bewerben wir seit Anfang März diesen Lieferservice im erweiterten Ortsgebiet verstärkt und bitten besonders die älteren Bewohner, daheim zu bleiben. Der Service wird täglich und kostenfrei angeboten und die Kunden können je nach Möglichkeit die Waren per Überweisung bezahlen oder bar. Der Lieferservice wird gern angenommen. Manche Kunden bestellen die Waren und holen selbst ab, um längere Aufenthalte im Laden zu vermeiden. Auch das ist natürlich möglich.
Einige kleine Nahversorger bangen in der Corona-Krise um ihre Existenz. Die für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln System-relevanten Dorfläden haben Umsatz- und Ertragseinbrüche, weil im Dorfladen zwar noch „to go“ – aber nicht mehr zum (Mittagstisch-)Verzehr vor Ort und in den (geschlossenen) Cafés verkauft wird. Auf dieser Seite werden wir nach und nach über Hilfsprogramme des Bundes und der einzelnen Länder berichten.
Großhändler, Kraftfahrer und MitarbeiterInnen im Lebensmitteleinzelhandel arbeiten am Limit, um die Bevölkerung während der Corona-Pandemie mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs zu versorgen. In vielen Regionen / Landkreisen wurden dazu die Sonntags-verkaufsverbote gelockert. Wie reagiert der Handel? Geschäftszeiten erweitern oder eher reduzieren?
Bürgerschaftlich organisierte Dorfläden, sind Selbsthilfe-Einrichtungen, in der Regel der letzte Lebensmittelmarkt in einem Dorf / einer Dorfregion. Nahversorger sind eine wichtige Infrastruktur-Einrichtung im ländlichen Raum – in Pandemie-Zeiten ganz besonders. Um die Versorgung der Menschen auf dem Lande weiterhin sicherstellen zu können, ist die Gesundheit der Dorfladen-MitarbeiterInnen von ganz besonderer Bedeutung. Deshalb ergreifen dieser Tage immer mehr Dorfladen-Geschäftsführungen und -Vorstände entsprechende Schutz-Maßnahmen.
Während der Corona-Pandemie starten viele bürgerschaftlich organisierte Dorfläden einen Lieferservice für Senioren, Erkrankte und Kunden / Familien in häuslicher Quarantäne. Als Anregungen unter dem Motto „Wie machen es die anderen“ veröffentlichen wir nachfolgend einige gute Beispiele. Unsere Auflistung kann jederzeit ergänzt werden, sobald Hinweise von Bürgerläden erhalten.
Die Agrarsoziale Gesellschaft – kurz: ASG – mit Sitz in Göttingen bietet zwei interessante Seminare bzw. Tagungen an. Am 19. und 20. Februar in Schwäbisch-Gmünd zum Thema „Digitalisierung in ländlichen Räumen – Chancen und Nebenwirkungen“ sowie am 24. und 25. Februar im niedersächsischen Bassum „Demokratie in Gefahr– Analysen, Instrumente und Projekte für mehr Demokratie in ländlichen Räumen“.
Berlin. Alle Sitz- und Stehplätze vor der Landschau-Bühne in der Messehalle 27 „Lust aufs Land“ der Internationalen Grüne Woche in Berlin waren besetzt, als die Dorfladen-Bundesvereinigung am 25. Januar ab 13.30 Uhr drei Bürgerläden aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen als „Dorfläden des Jahres 2020“ in zwei Kategorien auszeichnete. In der Kategorie „kleine Dörfer“ wurde mit der 2010 gegründeten „Unser Laden“-Bürgergenossenschaft WELBERGEN ein besonderer Dorfladen aus dem Münsterland (NRW) prämiert. In der Kategorie „große Dörfer“ kam es unter mehreren Bewerbungen an der Spitze zu einer Punktgleichheit, so dass mit dem Dorfladen HAAG a.d. Amper aus dem bayerischen Landkreis Freising und dem Dorfladen GROSSDEINBACH im Landkreis Ostalbkreis in Baden-Württemberg gleich zwei Dorfläden prämiert werden.
Bürgerläden sind mehr als reine Lebensmittel-Läden – die „kleinen“ Nahversorger sind Begegnungsstätten für die Dorfbevölkerung, die moderne „Tante Emma“ ist kreativ und glänzt mit örtlichen Besonderheiten. In Farchant sind es immer am Donnerstag die beliebten Schnitzeltage, in Gleiritsch wird gleich neben dem Dorfladen Brot gebacken und in Hofstädten werden leckere Brotaufstriche hergestellt und finden reißenden Absatz. Anton Brand, Michaela Mannel und Peter Böhmer – allesamt Vorstandsmitglieder der Dorfladen-Bundesvereinigung und gleichzeitig örtliche Geschäftsführer ihre Bürgerläden berichteten am 25.1.2019 auf der LandSchau-Bühne der Int. Grüne Woche in Berlin über neueste Entwicklungen in den drei „Dorfläden des Jahres“ 2015, 2016 und 2019.
Nicht nur das österreichische Bundesland Voralberg (780.000 € für 48 Dorfläden) zahlt zur Aufrechterhaltung der Nahversorgung im ländlichen Raum Betriebskosten-Zuschüsse, sondern auch in Südtirol in Italien erhalten die letzten Nahversorger auf dem Lande jährlich bis zu 11.000 € Landeszuschuss zur „Aufrechterhaltung der Nahversorgung“.