Energiespar-Projekt: Datenerhebung bis 15.9.2019 verlängert

Die Datenerhebung für das Energiespar-Projekt wurde bis 15.9.2019 verlängert. Bis Mitte September können kleine Lebensmittelgeschäfte und Dorfläden auf dem Lande ihre Daten in einem Vordruck eintragen und einsenden. Die bisherige Auswertung hat die Befürchtung bestätigt: Kein Dorfladen würde für Investitionen in neue Kühltechnik und Kühlmöbel einen Bundeszuschuss erhalten und nur 2 Dorfläden würden den vollen Zuschuss (6.000 € statt nur 1.200 €) für eine Energieberatung erhalten.

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780.000 € Betriebskosten-Zuschüsse für 48 Dorfläden – in Österreich

Während in Deutschland 85 % der kleinen Lebensmittelgeschäfte seit 1990 geschlossen haben, werden seit über 20 Jahren im österreichischen Bundesland Voralberg Betriebskosten-Zuschüsse zum Verlustausgleich nach Bilanz-Vorlage ausgezahlt – bis zu 25.000 € jährlich. Voralberg reagierte, als sich die Zahl kleiner Lebensmittelgeschäfte halbiert hatte – und stoppte damit das Sterben der Dorfläden. 2018 wurden 48 Betriebskostenzuschüsse über insgesamt rund 780.000 € – also rund 16.000 € pro Antrag stellendem Dorfladen – 80 % vom Land – 20 % von der Gemeinde. Damit hat das Land Voralberg das Sterben vieler kleiner Nahversorger verhindert, den Menschen auf dem Lande Lebensqualität erhalten und weite Einkaufsfahrten und unnötigen CO 2-Ausstoß verhindert. Ein Modell auch für Deutschland? Schreiben Sie uns Ihre Meinung – an Günter Lühning dorfladen-netzwerk(at)otersen.de

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Thünen-Institut sorgt für Transparenz bei Zuschüssen für Nahversorger

Mit dem gerade veröffentlichten Thünen Working Paper 128 „Fördermöglichkeiten zur Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum“ sorgt das Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Braunschweig für Transparenz bei den sehr unterschiedlichen Förderungen für Nahversorger durch die einzelnen Bundesländer. Die Bandbreite reicht von Förderquoten zwischen 20 und 90 % – überwiegend 30 bis 45 % für kleine Unternehmen (KU) bis hin zu 63 bis 90 % für Gemeinden und öffentliche, kommunale Träger als Betreiber von Lebensmittel-Geschäften auf dem Lande. Die Förder-Höchstbeträge reichen von 50.000 € (NRW) und 80.000 € (Rheinland-Pfalz) für private KU bis zu 750.000 € für Gemeinden und juristische Personen des öffentlichen Rechts in Schleswig-Holstein.

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85 % der kleinen Läden seit 1990 geschlossen

Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte hat sich seit 1990 halbiert, die Zahl der kleinen Läden hat sich sogar um 85 % (!!) in nur 27 Jahren reduziert. Sage und schreibe 57.800 kleine LEH-Geschäfte insbesondere im ländlichen Raum haben seit 1990 geschlossen. Aus 66.450 kleinen Nahversorgern in 1990 wurden 8.650 Lebensmittelgeschäfte (2017).

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Benachteiligung kleiner LEH-Geschäfte und Dorfläden bei Bundesförderung

Bei der Bundesförderung für Energieberatungen und Investitionen in neue Energiesparende Tiefkühl-/Kälte-Verbundanlagen mit modernen Kühl-möbeln werden kleine Lebensmittelgeschäfte (LEH) und Dorfläden seit Jahresbeginn 2019 deutlich benachteiligt – erhalten nur geringe Förder-beträge (1.200 € statt 6.000 €) oder gar keine Fördermittel. Das kritisiert die Dorfladen-Bundesvereinigung und startet eine Datenerhebung, um gegenüber den zuständigen Stellen mit Fakten argumentieren und eine Lösung entwickeln zu können.

Tiefkühl-Kombination (vorne) und Kühlregal (hinten) in einem Dorfladen
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Ein Pionier feiert: 25 Jahre Bürgerladen Ippinghausen

Am Sonnabend, 27. Juli feiert einer der ältesten Dorfläden in Bürgerhand seinen 25. Geburtstag. Die Dorfläden in Ippinghausen bei Kassel in Hessen und Utzenhofen bei Amberg in Bayern wurden vor 25 Jahren gegründet und im November 1994 eröffnet. Noch älter ist nur die Konsumgenossenschaft im Harz-Städtchen Wildemann in Niedersachsen, die schon vor über 40 Jahren gegründet worden sein soll.

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Rechtsform, Gemeinnützigkeit, Energiespar-Förderung, Zuschüsse für Qualifizierungen gefordert

Günter Lühning

Nach der ausführlichen Beantwortung der Fragen für das Forschungsprojekt „Dynamik der Nahversorgung in ländlichen Räumen“ des Thünen-Bundesforschungsinstitutes gab Günter Lühning als Vorsitzender der Dorfladen-Bundesvereinigung im Gespräch mit Thünen-Mitarbeiter Winfried Eberhardt noch einige Wünsche und Forderungen zu Protokoll. Weiterlesen

Thünen-Institut: Forschungs-Projekt „Dynamik der Nahversorgung in ländlichen Räumen“

Das Thünen-Institut für Ländliche Räume in Braunschweig bearbeitet bis 2020 ein Forschungsprojekt zum Thema „Dynamik der Nahversorgung in ländlichen Räumen“ und führt dazu nach schriftlicher Vorankündigung und Terminabstimmung eine telefonische Befragung  bei Dorfladen-Betreibern durch. Günter Lühning, Vorsitzender des 2001 gegründeten Dorfladen in Otersen und Vorsitzender der Dorfladen-Bundesvereinigung hat am 28. Mai 2019 an dieser Befragung teilgenommen und empfiehlt allen ausgewählten Dorfläden eine Teilnahme an der telefonsichen Befragung und eine umfassende Beantwortung, „weil das Forschungsprojekt im Interesse des ländlichen Raums und der Weiterentwicklung der Nahversorgung“ ist, so Lühning. Weiterlesen

Jetzt bewerben! Dorfladen des Jahres 2020 – Prämierung in Berlin

Positives Medien-Echo – Stolze Kunden und Mitglieder auf „ihren“ Dorfladen … bis hin zu steigenden Verkaufsumsätzen. Darüber berichten Dorfläden, die in den letzten Jahren in Berlin bei der Int. Grüne Woche als „Dorfladen des Jahres“ ausgezeichnet wurden. Die „Bundesvereinigung multifunktionaler Dorfläden“ hat jetzt den Prämierungs-Wettbewerb um die Titel 2020 in den Kategorien kleine und große Dörfer gestartet. Weiterlesen

Minister Grant-Hendrik Tonne aus BmD-Vorstand ausgeschieden

Als Bürgermeister und Dorfladen-Vorsitzender aus Leese (Nienburg) in Niedersachsen wurde der langjährige Landtagsabgeordnete Grant-Hendrik Tonne 2016 in den Vorstand der neu gegründeten Bundesvereinigung multifunktionaler Dorfläden (kurz: BmD) gewählt. Inzwischen ist Grant-Hendrik Tonne Kultusminister in Niedersachsen und hat seine Ämter in der Dorfladen-Organisation niedergelegt. Weiterlesen