Dorfläden bei Grüne Woche 2014 in Berlin

Dorfladen-Netzwerk bei IGW Berlin 2014cDer Dorfladen Otersen w.V. und das Dorfladen-Netzwerk folgen einer Bitte des Bundesministeriums BMELV und präsentieren gemeinsam mit weiteren Bürger-Dorfläden aus Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg ihre Konzepte und Erfahrungen vom 17. bis 26. Januar 2014 in der Halle 4.2. “Lust aufs Land”. Die beiden Sprecher des Dorfladen-Netzwerkes Günter Lühning aus Otersen und Wolfgang Gröll aus Starnberg nahmen am 20.8. an einer zweistündigen Sitzung mit allen Ausstellern der Halle 4.2. und Vertretern des Bundesministeriums bei der Messe Berlin teil und sprachen mit Lars Jäger, dem Projektleiter “Grüne Woche” bei der Messe Berlin. Weiterlesen

Westfalen holten sich Rat aus Bayern und Niedersachsen: Bürger-Netzwerk und Dorfladen für Dedinghausen

Dedinghausen1aImmer mehr Menschen in aktiven Dörfern solidarisieren und engagieren sich, um gemeinsam im Dorf, in vertrauter Umgebung alt werden zu können und um für junge Familien attraktiv zu sein. Im 1.800 Einwohner zählenden Dedinghausen bei Lippstadt fand am 29. Juni 2013 eine ganztägige Dorf-Konferenz statt. Im Mittelpunkt standen das geplante Bürger-Netzwerk als “Netzwerk von Hilfsbedürftigen und Helfern” und die wohnortnahe Grundversorgung. Mit Wolfgang Gröll aus Starnberg und Günter Lühning aus Otersen hatten sich die Organisatoren der Dorfkonferenz fachkundigen Rat und langjährige Erfahrungen in Sachen “Dorfladen von Bürgern für Bürger” aus Bayern und Niedersachsen in das westfälische Dorf geholt. Weiterlesen

KPMG-Studie: Einkauf um die Ecke gewinnt an Bedeutung – “Tante Emma 2.0” auf dem Vormarsch

Einkaufen wo ich wohneKleine Lebensmittelgeschäfte werden wieder an Bedeutung gewinnen. Der persönliche Kontakt zwischen Käufern und Kaufleuten – insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – wird an Wertschätzung zunehmen. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens KPMG und des GDI Gottlieb Duttweiler Institute, die sich mit der Zukunft des Einkaufens in Deutschland und der Schweiz beschäftigt haben. Auf der ermittelten Basis entwickeln die Verfasser vier Szenarien für das künftige Bild des Lebensmitteleinzelhandels und stellen zehn Thesen auf. Weiterlesen

Informationen zur Dorfentwicklung und Nahversorgung im Golddorf Otersen

03_Dorfladen-Mitarbeiterinnen Silke Brandt und Brigitte Thom (v.r.) begrüssten 15 Gäste aus Dedinghausen in Westfalen_webDer Bundessieg 2007 bei “Unser Dorf hat Zukunft” und das Modellprojekt des Bürger-Dorfladens haben das nur 500 Einwohner zählende Dorf Otersen weit über Niedersachsen hinaus bekannt gemacht. Immer mehr Dorfeinwohner aus verschiedenen Bundesländern, Kommunalpolitiker und Bürgermeister und sogar Landräte aus Goslar und Landtagsabgeordnete aus Nienburg und Minden haben sich schon vor Ort informiert und gute Empfehlungen aus Otersen mitgenommen, um die Folgen der Alterung der Gesellschaft meistern und die Dorfentwicklung positiv gestalten zu können. Weiterlesen

Mit DVS gegen die Unterversorgung?

Immer mehr Menschen in Deutschland haben keinen Lebensmittelhändler mehr im Heimatdorf, immer weiter werden die Fahrten zu den großen Supermärkten. Jede Entwicklung sorgt für Reaktionen – für eine Gegenbewegung. Immer mehr Bürger, Kommunalpolitiker und engagierte Bürger sind es zunehmend leid, sich von den großen Konzernen vorschreiben zu lassen, wie weit wir zum Einkauf fahren müssen. Zweifellos ist neben Bürgerengagement auch Kreativität gefordert und es darf nicht am Mut fehlen, neue Wege zu beschreiten. Zu den neuen Ideen zur Sicherung der Nahversorgung gehört “DVS” – der “DorfVersorgungsService“, der vom CBM-Institut im Saarland entwickelt – aber bisher noch nicht in der Praxis realisiert wurde. Weiterlesen

Unterschiede bei Machbarkeitsstudien – Erfahrungsbericht von “Dorfladlern”

Immer öfter machen sich engagierte Bürger “auf den Weg”, wenn der letzte Lebensmittelladen im Dorf für immer die Türen schließt. Immer öfter sind Bürgermeister, Kommunalpolitiker und engagierte Bürger es leid, sich von den großen Lebensmittel-Konzernen vorschreiben zu lassen, wie weit die Menschen im ländlichen Raum und in immer mehr Stadtteilen zum Einkaufen fahren müssen. Immer öfter stehen engagierte Bürger-Initiativen dann vor der Frage – fachlich qualifizierte Unterstützung für die Gründung und den Betrieb eines Bürger-Dorfladens zu erhalten. Aus Bayern hat das Dorfladen-Netzwerk kürzlich einen umfassenden Erfahrungsbericht erhalten, den wir im Interesse der Transparenz veröffentlichen. Weiterlesen

DVS-Workshop: Mit Gemeinschaftssinn Schritt für Schritt zum Bürger-Dorfladen

Wolfgang Gröll beim DVS-Workshop in Verden

Wolfgang Gröll beim DVS-Workshop in Verden

78 interessierte Teilnehmer aus elf Bundesländern kamen Mitte Dezember zum zweitägigen Workshop “Nah und gut versorgt”, der von der Deutschen Vernetzungsstelle Ländlicher Raum (DVS) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) organisiert wurde, nach Verden und besichtigten am ersten Tag den “Dorfladen mit Café – von Bürgern für Bürger” in Otersen. “Wenn sich die Menschen im ländlichen Raum einig sind, ihren Laden unterstützen und Bürgerengagement mit Professionalität paaren, dann können Dorfläden auch in kleinen Orten erfolgreich sein und die Lebensbedingungen positiv beeinflussen”, betonte später Wolfgang Gröll, auf den Lebensmittel-Einzelhandel spezialisierter Unternehmensberater aus dem bayerischen Starnberg. Weiterlesen

Dr. Steinröx in Langzeitstudie: “Ländlicher Raum bald ohne Nahversorgung?

Dr. Steinröx_Langzeitstudie_Titel“Die Versorgungsdefizite haben sich dramatisch beschleunigt. Schreitet die Entwicklung wie in den vergangenen Jahren fort, werden schon im Jahr 2025 zwischen 40 bis 50 % der Einwohner des Elbe-Weser-Dreiecks in den Ortschaften ohne Lebensmittel-Angebot leben. Der “Markt” wird für dieses Problem keine Lösungen entwickeln. Deshalb ist politisches und bürgerschaftliches Engagement gefordert”. Zu diesen Ergebnissen kommt Dr. Manfred Steinröx von der gleichnamigen Wirtschafts- und Kommunalberatung aus Hamburg in seiner Langzeitstudie für die Region zwischen Bremen und Hamburg mit insgesamt 780.000 Menschen. 26 Prozent und damit über 200.000 Einwohner in der Elbe-Weser-Region müssen heute bereits ohne Lebensmittel-Versorgung am Wohnort auskommen, in einigen Landgemeinden sind sogar 63 Prozent oder gar 84 Prozent der Bürger negativ betroffen. Weiterlesen

Energiekosten gefährden Nahversorgung: plus 77 % seit 2003

Energieversorger verschicken dieser Tage Mitteilungen über die neuen Strompreise ab 1.1.2013 und erhöhen um durchschnittlich 12 %. Einige Dorfläden als letzte Nahversorger werden aber auch mit Kostensteigerungen von 15 % vor große Herausforderungen gestellt. Beim 2001 gegründeten Dorfladen Otersen mitten in Niedersachsen sind die Strompreise in den letzten 10 Jahren um stolze 77 % gestiegen. Bei 40.000 Kilowattstunden jährlichem Stromverbrauch sind das Mehrkosten von fast 4.000 € jährlich im Vergleich zu 2003. Diese Kostensteigerung entspricht oftmals mehr als 1 Prozent des Jahresumsatzes kleiner Dorfläden und genau der Betrag, der bestenfalls als Jahresüberschuss (für Rücklagen / Ersatzinvestitionen) verbucht werden soll. Weiterlesen