18. Mai 2012 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar
Kommt nach der UG als “Mini-GmbH” jetzt die “Mini-Genossenschaft”? Zumindest hatte eine Petition des früheren ZdK-Vorsitzenden Dr. Burchard Bösche (Hamburg) Erfolg. Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat sich einstimmig für Erleichterungen für kleine Genossenschaften, z.B. eine kleine Dorfladen e.G., ausgesprochen. Kleine Genossenschaften sollten möglichst von der kostenträchtigen Prüfungspflicht durch Genossenschaftsverbände befreit werden.

“Kleine Genossenschaften” sollten von Pflichtprüfung befreit werden
Petitionsausschuss – 09.05.2012
Berlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss unterstützt Überlegungen des Bundesjustizministeriums (BMJ), sogenannte „Kleine Genossenschaften“ von der Pflichtmitgliedschaft in einem genossenschaftlichen Prüfungsverband sowie den dabei vorgesehenen Pflichtprüfungen zu befreien. In der Sitzung am Mittwochmorgen beschlossen die Abgeordneten daher einstimmig, eine dahingehende Petition dem BMJ „zur Erwägung“ zu überweisen und den Fraktionen des Bundestages zur Kenntnis zu geben.
Der Petent hatte in seiner Eingabe auf die hohen Kosten der Prüfung verwiesen, die für seinen kleinen Dorfladen entstanden seien, der als Genossenschaft betrieben wurde. Diese hätten letztlich zur Schließung des Ladens und der Auflösung der Genossenschaft geführt, da die anfallenden Fixkosten nicht mehr zu erwirtschaften gewesen seien. Nach Ansicht des Petenten bringt die „teure Prüfung“ ohnehin keinen Nutzen, da der Vorstand der Genossenschaft voll für die Führung der Geschäfte verantwortlich sei.
Dem stimmt der Petitionsausschuss jedoch nicht zu, wie aus der Begründung zur Beschlussempfehlung hervorgeht. Die Verantwortlichkeit des Vorstandes bestehe nur gegenüber der Genossenschaft, nicht aber gegenüber den einzelnen Genossenschaftsmitgliedern oder gegenüber Gläubigern der Genossenschaft, schreiben die Abgeordneten und kommen zu dem Schluss: „Die Verantwortlichkeit des Vorstandes kann schon aus diesem Grund nicht die Pflichtprüfung entbehrlich machen.“
Gleichwohl könne in Fällen, in denen Umsatz und Bilanzsumme der Genossenschaft so gering sind, dass letztlich auch das wirtschaftliche Risiko für die Genossenschaftsmitglieder und die Gläubiger gering ist, das Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten der Prüfung „kritisch hinterfragt“ werden. „Es dient schließlich nicht der Aufrechterhaltung der Rechtsform der Genossenschaft, wenn wegen der Kosten für die genossenschaftliche Pflichtprüfung diese Rechtsform von kleineren Unternehmen kaum noch gewählt wird“, urteilt der Petitionsausschuss.
Vor diesem Hintergrund erscheine es sinnvoll, bei ganz kleinen Genossenschaften auf Pflichtmitgliedschaft und Pflichtprüfung gänzlich zu verzichten, heißt es weiter. Die Bundesregierung habe in diese Richtung bereits Überlegungen angestellt. Danach soll eine „Kleine Genossenschaft“ nach dem Vorbild der „Unternehmergesellschaft“ eingeführt werden. Diese „Kleine Genossenschaft“, die durch bestimmte – geringe – Größenmerkmale definiert werde, soll nach den Vorstellungen des BMJ von Pflichtmitgliedschaft und Pflichtprüfung befreit werden.
Mit der „Kleinen Genossenschaft“ wird nach Ansicht des Ausschusses die Forderung des Petenten aufgegriffen, eine gerade für Selbsthilfegruppen bezahlbare und machbare Organisationsform zu schaffen. Die Petition erscheine daher als geeignet, in die laufenden Überlegungen einbezogen zu werden.
Quelle: http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_05/2012_227/01.html
22. April 2012 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar
Mitte April konnten die Schlagzeilen über Dorfläden in Deutschland gegensätzlicher nicht sein: Die Südwest-Presse berichtete am 14. April vom Insolvenz-Antrag des Genossenschaftsladens im knapp 4.000 Einwohner zählenden Stadtbezirks Bartenbach (Stadt Göppingen, Baden-Württemberg). Drei Tage später berichtete die Augsburger Allgemeine über den Dorfladen in Wolferstadt (1.100 Einwohner) im schwäbischen Landkreis Donau-Ries (Bayern), der den Jahresumsatz 2011 um 2 Prozent steigern konnte und seinen über 200 Anteilseigner 25 Euro Gewinnausschüttung pro Anteil auszahlt. weiterlesen …
22. März 2012 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar
“Mit dem KirchenBus bequen zum einkaufen, klönen und Kaffee trinken” heißt das neue Angebot des Dorfladens “von Bürgern für Bürger” in Otersen bei Verden (mitten in Niedersachsen), das insbesondere für die nicht mehr so mobilen, älteren Einwohner aus Otersen, Wittlohe, Stemmen und Häuslingen ab April einmal wöchentlich an jedem Donnerstagnachmittag angeboten wird. weiterlesen …
4. März 2012 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar

Dorfladen Otersen in Niedersachsen
Nur große Supermärkte ab 800 oder besser 1.000 qm Verkaufsfläche in Orten mit 3.000 besser 5.000 Einwohnern haben eine gesicherte wirtschaftliche Zukunft? Der Dorfladen “von Bürgern für Bürger” im nur 520 Einwohner zählenden Dorf Otersen mitten in Niedersachsen zeigt, das es auch anders geht. Auf 180 qm Verkaufsfläche wurde 2011 der Jahresumsatz um rund 25.000 Euro auf 338.000 Euro gesteigert und ein ausgeglichenes Jahresergebnis erzielt. weiterlesen …
4. März 2012 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar
Schlecker schließt die Hälfte aller Filialen, insbesondere im ländlichen Raum. Ein herber Rückschlag für die Nahversorgung. Erste Dorfläden wurden von Bürgergesellschaften in ehemaligen Schlecker-Filialen neu eröffnet (z.B. Gräfendorf in Franken). Können Kleinflächen erfolgreich sein oder ist Größe ab 800 qm Verkaufsfläche der Schlüssel zum Erfolg. weiterlesen …
3. Dezember 2011 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar
Die Sicherung der Nahversorgung und Dorfläden standen beim Deutschen Nahversorger-Forum auf dem Petersberg bei Bonn im Mittelpunkt einer Fachkonferenz, bei der Otersens Dorfladen-Vorsitzender Günter Lühning und Rainer Utz, Lebensmittelgroßhändler aus Ochsenhausen bei Ulm zwei der fünf Fachvorträge hielten. weiterlesen …
30. November 2011 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar

Günter Lühning im TV-Studio
FAN-Television berichtete ausführlich über den Dorfladen “von Bürgern für Bürger” in Otersen, mitten in Niedersachsen (dem Sitz des Dorfladen-Netzwerkes). FAN-Moderator Stefan Orthmann sprach im Fernsehstudio mit Günter Lühning, dem Vorsitzenden des Dorfladen-Vereins in Otersen, der sich auch für das Dorfladen-Netzwerk engagiert. weiterlesen …
22. November 2011 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar
Der Dorfladen Heising im Oberallgäu wurde am 21.11.2011 im Gästehaus der Bundesrepublik auf dem Petersberg bei Bonn als “Shop des Jahres” prämiert. Betreiber des Dorfladens ist die Gemeinde Lauben bei Kempten. Bürgermeister Berthold Ziegler ist auch Geschäftsführer der Gemeinde-eigenen GmbH. Über den besonderen Preis freuten sich auf dem Petersberg neben Bürgermeister Ziegler (2.v.r.) auch Verkaufsleiterin Claudia Fromlig (2.v.l.) und Großhändler Rainer Utz (rechts) aus Ochsenhausen, der den erfolgreichen Dorfladen bei Kempten beliefert. weiterlesen …
6. November 2011 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar
Der Rohertrag in einem Dorfladen, also das Ergebnis aus “Umsatz abzüglich Wareneinsatz” bestimmt als sogenannte Handelsspanne ganz wesentlich das Betriebsergebnis und damit die wirtschaftliche Existenz kleiner Lebensmittel-Einzelhandelsgeschäfte und Bürger-Dorfläden. Von 100 Euro Umsatz verbleibt dem Lebensmittel-Einzelhandel nach Abzug von 77,20 Euro für den Wareneinkauf nach aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamt ein Rohertrag von 22,80 Euro – als Deckungsbeitrag für Personalaufwand, Miete, Energiekosten und sonstige Aufwendungen. weiterlesen …
5. November 2011 von dorfladen-netzwerk | kein Kommentar
Bei der Gründungsversammlung zeichnen 22 Gräfendorfer Anteile für 9000 Euro
Ein Dorfladen soll die Versorgung in Gräfendorf sichern. Die Grundlage dafür wurde am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung und am Donnerstagabend in der Gründungsversammlung mit 110 Bürgern in der Mehrzweckhalle geschaffen. weiterlesen …